Trump will le­ga­le Ein­wan­de­rung hal­bie­ren

Friedberger Allgemeine - - Politik -

Plä­ne für ei­ne Neu­re­ge­lung der le­ga­len Ein­wan­de­rung ha­ben in den USA ei­ne De­bat­te aus­ge­löst. US­Prä­si­dent Do­nald Trump hat­te sich hin­ter ein Ge­setz ge­stellt, das die Ein­wan­de­rung bin­nen zehn Jah­ren hal­bie­ren wür­de. „Wir wol­len ein leis­tungs­ab­hän­gi­ges Sys­tem“, sag­te Trump. Kon­ser­va­ti­ve reagier­ten be­geis­tert, Mo­de­ra­te bei­der po­li­ti­scher La­ger skep­tisch, aus der Wirt­schaft kam Kri­tik. Den Plä­nen zu­fol­ge soll für ei­ne per­ma­nen­te Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung und Ar­beits­er­laub­nis (Green­card) be­vor­zugt wer­den, wer Eng­lisch spricht, gut aus­ge­bil­det ist so­wie fi­nan­zi­ell für sich und sei­ne Fa­mi­lie sor­gen kann. Auch wer ein Un­ter­neh­men grün­den möch­te oder ein hoch be­zahl­tes Jo­b­an­ge­bot hat, soll im Vor­teil sein. Da­ge­gen sol­len fa­mi­liä­re Be­zie­hun­gen we­ni­ger ins Ge­wicht fal­len. Wür­de die Initia­ti­ve um­ge­setzt, wä­re sie die gra­vie­rends­te Än­de­rung der le­ga­len Ein­wan­de­rung seit Jahr­zehn­ten.

Re­gie­rungs­kri­se: Pre­mier Abe bil­det Ka­bi­nett um

We­gen der schwin­den­den Zu­stim­mung in der Be­völ­ke­rung bil­det Ja­pans Pre­mier Shin­zo Abe sein Ka­bi­nett um. Nach Me­dien­be­rich­ten vom Don­ners­tag soll Ta­ro Ko­no neu­er Au­ßen­mi­nis­ter wer­den. Der bis­he­ri­ge Au­ßen­mi­nis­ter Fu­mio Ki­shi­da sol­le dem­nach ein hö­he­res Amt in der re­gie­ren­den Li­be­ral­de­mo­kra­ti­schen Par­tei über­neh­men. Ei­ni­ge Ka­bi­netts­mit­glie­der wer­den ih­re Pos­ten da­ge­gen be­hal­ten. Die Zu­stim­mung für Abe ist un­ter 30 Pro­zent ge­sun­ken – der nied­rigs­te Wert, seit der 62-Jäh­ri­ge im De­zem­ber 2012 sein Amt an­ge­tre­ten hat. Der Pre­mier war zu­letzt in meh­re­re Skan­da­le um Ge­fäl­lig­kei­ten für sei­ne Frau und ei­nen lang­jäh­ri­gen Freund ver­wi­ckelt.

Waf­fen­ru­he in der Pro­vinz Homs ver­ein­bart

Die rus­si­sche Ar­mee und sy­ri­sche Re­bel­len ha­ben ei­ne Waf­fen­ru­he für Tei­le der sy­ri­schen Pro­vinz Homs ver­ein­bart. Sie soll­te am Don­ners­tag in Kraft tre­ten, wie das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um in Mos­kau mit­teil­te. Die Feu­er­pau­se um­fasst 84 Ort­schaf­ten mit 147 000 Be­woh­nern nörd­lich der Stadt Homs. Es ist die drit­te von vier so­ge­nann­ten Dee­s­ka­la­ti­ons­zo­nen in Sy­ri­en, auf die sich Russ­land, die Tür­kei und der Iran ver­stän­digt ha­ben. Nach rus­si­schen An­ga­ben sol­len „mo­de­ra­te Op­po­si­ti­ons­grup­pen und Ein­hei­ten der Re­gie­rungs­trup­pen voll­stän­dig die Waf­fen nie­der­le­gen“. Die Ter­ror­mi­liz Is­la­mi­scher Staat (IS) und die mit dem Ter­ror­netz­werk Al-Kai­da ur­sprüng­lich ver­bun­de­ne Grup­pe Fateh-al-Scham-Front sind von der Ver­ein­ba­rung aus­ge­nom­men.

Shin­zo Abe

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