Von der Ver­ant­wor­tung der Po­li­tik

Friedberger Allgemeine - - Friedberg - Gth@fried­ber­ger all­ge­mei­ne

DVON THO­MAS GOSSNER em ei­nen wa­ren die Le­der­pols­ter zu grün, dem an­de­ren schien die Fas­sa­de zu grau. Es wä­re so schön ge­we­sen, wenn je­der Stadt­rat sei­ne per­sön­li­chen Vor­lie­ben hät­te ver­wirk­li­chen kön­nen. Doch Bau­re­fe­rent Car­lo Haupt er­stick­te sei­ner­zeit die Dis­kus­si­on im Keim: Das Farb­kon­zept für das Fried­ber­ger Schloss sei mit dem Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge ab­ge­stimmt und Grund­la­ge für den För­der­be­scheid.

Wie scha­de. Zum Glück ha­ben die Stadt­rä­te jetzt doch noch et­was ge­fun­den, wo sie mit­re­den dür­fen: die Be­stuh­lung für den Ver­an­stal­tungs­saal. Ein Mö­bel­stück, das an­dern­orts kri­tik­los Ver­wen­dung fin­det, ist für Fried­berg nicht gut ge­nug. Schließ­lich müs­sen die Po­li­ti­ker ih­ren Kopf hin­hal­ten, wenn es den Leu­ten nicht ge­fällt, lau­tet das gän­gi­ge Ar­gu­ment, war­um der Stadt­rat die Ent­schei­dung nicht den Fach­leu­te über­lässt: Al­so darf je­de(r) mal Pro­be sit­zen und sa­gen, wie es ihm oder ihr ge­fällt.

Land­rat Metz­ger er­spart sich sol­che Dis­kus­sio­nen, in­dem er ein­fach ver­wal­tungs­in­tern und schnell ent­schei­det. Hof­fent­lich wird er nicht beim Mu­si­ksom­mer von wü­ten­den Jazz- und Klas­sik­freun­den aus der Hal­le ge­jagt, wenn das Mo­dell fox 1030-16N nicht über­all Ge­fal­len fin­det.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.