Vie­le Men­schen wol­len nach Schmie­chen zie­hen

Die Kom­mu­ne möch­te das Bau­ge­biet „Bahn­weg­feld“schnell er­wei­tern. Was ge­plant ist

Friedberger Allgemeine - - Merching | Schmiechen - VON SAN­DRA LE­DE­RER

Schmie­chen Ei­ner Um­fra­ge der Ge­mein­de zu­fol­ge be­steht un­ter den Schmie­che­ner Bür­gern nach wie vor In­ter­es­se und Be­darf an neu­en Bau­grund­stü­cken. Dies nahm der Ge­mein­de­rat nun zum An­lass, die Er­wei­te­rung des Bau­ge­biets „Bahn­weg­feld“in Auf­trag zu ge­ben. Schon bei der Pla­nung im Jahr 2011 wur­de das Ge­biet in zwei Ab­schnit­te ge­teilt, die zu­sam­men ur­sprüng­lich 50 Ein­hei­ten um­fass­ten und stu­fen­wei­se ent­wi­ckelt wer­den soll­ten. Ar­chi­tekt Frank Rei­mann leg­te dem Ge­mein­de­rat nun sei­ne Pla­nung für den öst­li­chen Teil vor.

Die be­ste­hen­den Qu­er­stra­ßen Bahn­weg­feld, Ei­chen­weg und Lin­den­weg sol­len da­bei ver­län­gert wer­den und in ei­ne neue Stra­ße mün­den, die par­al­lel zur Bür­ger­meis­terZieg­ler-Stra­ße von Nor­den nach Sü­den ver­läuft. Um das neue Ge­biet nicht zu dicht wir­ken zu las­sen und ge­nug Park­mög­lich­kei­ten an­zu­bie­ten, sol­len die drei We­ge an ih­rer brei­tes­ten Stel­le – in der Mit­te zwi­schen den Ab­schnit­ten – mit acht Me­tern und an den je­wei­li­gen Mün­dun­gen mit 6,5 Me­tern ge­plant wer­den. Vor al­lem Pe­ter Zer­le, Mar­tin Sum­perl und Wolf­gang Schus­ter spra­chen sich für die­se groß­zü­gi­ge Pla­nung des Bau­ge­biets aus. Die Grund­stü­cke wer­den dann vor­aus­sicht­lich zwi­schen 570 und 700 Qua­drat­me­ter groß sein, ähn­lich wie die be­reits be­ste­hen­den. Dort kön­nen Häu­ser mit bis zu zwei Voll­ge­schos­sen plus Dach ent­ste­hen, an der Orts­rand­la­ge al­ler­dings nicht als Dop­pel­häu­ser. Für Dis­kus­si­on sorg­te die Fest­le­gung der ma­xi­mal zu­läs­si­gen Wohn­ein­hei­ten auf den Grund­stü­cken. Sum­perl be­ton­te, dass man mit den neu­en Bau­ge­bie­ten vor al­lem jun­gen Fa­mi­li­en aus der Ge­mein­de die Mög­lich­keit ge­ben wol­le, im Hei­mat­ort zu blei­ben. Des­halb soll­te man sich auf ma­xi­mal zwei Ein­hei­ten be­schrän­ken.

Bür­ger­meis­ter Jo­sef We­cker gab aber zu be­den­ken, dass man ei­nem künf­ti­gen Bau­herrn be­reits zu­ge­sagt ha­be, drei Ein­hei­ten bau­en zu kön­nen – als Ge­gen­ge­schäft für die Mög­lich­keit, ein Grund­stück für ei­nen Rad­weg zu er­wer­ben. Im Ge­spräch ei­nig­ten sich die Ge­mein­de­rä­te schließ­lich auf ei­ne Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung für das be­trof­fe­ne Grund­stück, die im Be­bau­ungs­plan so fest­ge­hal­ten wer­den soll.

Nach dem ein­stim­mi­gen Be­schluss des Gre­mi­ums soll der Plan nun über­ar­bei­tet und schließ­lich für die Öf­fent­lich­keit aus­ge­legt wer­den. Nicht nur Be­hör­den und Trä­ger, son­dern auch die Bür­ger der Ge­mein­de kön­nen dann da­zu Stel­lung neh­men. Eben­falls be­schlos­sen wur­de die vier­te Än­de­rung des Bau­ge­biets „Brun­ne­ner Stra­ße“, das durch das Bahn­weg­feld nicht mehr zum Orts­rand zählt. Auch dort sol­len künf­tig zwei Voll­ge­schos­se plus Dach mög­lich sein. Wei­te­re The­men im Rat: Am Saum­feld Die Stich­stra­ße im Ge­wer­be­ge­biet Saum­feld wur­de als Ort­stra­ße „Am Saum­feld“öf­fent­lich ge­wid­met. Der Rest des Wegs ver­bleibt als Feld- und Wald­weg „Der Saum­weg“.

Orts­ein­gangs­ta­feln Schmie­chen und Un­ter­ber­gen er­hal­ten neue Orts­ein­gangs­ta­feln, die das je­wei­li­ge Wap­pen so­wie Mo­ti­ve aus der Ge­mein­de zie­ren. Ver­ei­ne sol­len Ih­re Ver­an­stal­tungs­hin­wei­se künf­tig nicht mehr auf­kle­ben, son­dern se­pa­ra­te Ta­feln ver­wen­den und die­se ein­hän­gen.

Fo­tos: Chris­ti­na Riedmann Pooch

Die Bau­stel­len­zu­fahrt an der Mer­chin­ger Schu­le wur­de fern­ab vom Schul­be­trieb ein ge­rich­tet.

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