Heinz Schrall drückt al­len die Dau­men

Leicht­ath­le­tik: Der Be­zirks­vor­sit­zen­de rech­net mit Me­dail­len

Friedberger Allgemeine - - Sport - VON PE­TER KLEIST

Fried­berg Wenn am heu­ti­gen Frei­tag in Lon­don die Leicht­ath­le­ti­kWelt­meis­ter­schaft in Lon­don er­öff­net wird und dann schon bald die ers­ten Läu­fe an­ste­hen, dann wird auch der Fried­ber­ger Heinz Schrall vor dem Fern­se­her sit­zen. Der 68-Jäh­ri­ge ist Vor­sit­zen­der der DJK Fried­berg und auch der Be­zirks­vor­sit­zen­de des schwä­bi­schen Leicht­ath­le­tik­ver­ban­des.

Was die Wett­kämp­fe, die von heu­te an bis zum 13. Au­gust an­dau­ern, be­trifft, so hat Schrall vor al­lem zwei verständliche Wün­sche. „Ich hof­fe auf fai­re Wett­kämp­fe und dar­auf, dass Lon­don von Do­ping­skan­da­len ver­schont bleibt“, mein­te Schrall, der auch den Aus­schluss der rus­si­schen Mann­schaft schon vor län­ge­rer Zeit als „ge­recht­fer­tigt“be­zeich­net hat­te.

Schrall traut der deut­schen Mann­schaft in En­g­lands Haupt­stadt durch­aus ei­ni­ges zu. „Ge­ra­de im Be­reich Wurf sind wir ja tra­di­tio­nell stark und ich den­ke, dass ge­ra­de un­se­re Speer­wer­fer Jo­han­nes Vet­ter und Tho­mas Röh­ler für ei­ne Me­dail­le gut sein kön­nen“, so Schrall. Chan­cen auf Sil­ber oder Bron­ze räumt er dem Ku­gel­sto­ßer Da­vid Storl ein, der Ame­ri­ka­ner Ryan Crou­ser dürf­te kaum zu pa­cken sein, mein­te der DJKVor­sit­zen­de. Dem Dis­kus­wer­fer Ro­bert Har­ting räumt er nur Au­ßen­sei­ter­chan­cen ein. Doch auch bei den Läu­fern sieht der lang­jäh­ri­ge Funk­tio­när durch­aus Chan­cen auf Edel­me­tall. So beim 800-Me­ter-Läu­fer Marc Reu­ther. „Des­sen Best­zeit von 1:45,22 Mi­nu­ten könn­te für ei­ne Me­dail­le rei­chen“, mein­te der Fried­ber­ger. Auch Hoch­sprin­ger Ma­teusz Pr­zy­byl­ko (Best­leis­tung 2,35 Me­ter) und die 1500-Me­ter-Läu­fer Ti­mo Be­nitz und Ho­miyu Tes­faye schätzt er stark ein – eben­so den Zehn­kämp­fer Ri­co Frey­muth mit des­sen Best­leis­tung von 8663 Punk­ten.

Bei den Frau­en er­war­tet Schrall ei­ni­ges von der Mit­tel­streck­le­rin Con­stan­ze Klos­ter­hal­fen, die über 800, 1500 und 5000 Me­ter star­tet, oder von der Ma­ra­thon­läu­fe­rin Fa­te To­la Gele­to, de­ren Best­zeit über die 42,195 Ki­lo­me­ter bei 2:27,48 St­un­den steht. Auch bei der Sie­ben­kämp­fe­rin Ca­ro­lin Schä­fer kann sich Heinz Schrall vor­stel­len, dass sie den Sprung aufs Po­dest schafft.

Ei­gent­lich wä­re der 68-Jäh­ri­ge ger­ne nach Lon­don ge­fah­ren, um den ei­nen oder an­de­ren Be­werb li­ve vor Ort zu er­le­ben. Doch das hat sich zer­schla­gen. „Wir wa­ren heu­er schon so viel un­ter­wegs und es ste­hen noch ei­ni­ge Fahr­ten an, so­dass ich die WM nun von zu Hau­se aus ver­fol­ge“, mein­te Schrall.

Aus sei­nem Be­zirk ist bei den Welt­meis­ter­schaf­ten in Lon­don nie­mand mit von der Par­tie, aber den­noch sieht Heinz Schrall die schwä­bi­sche Leicht­ath­le­tik im Auf­wind. „Wir ha­ben in den letz­ten Mo­na­ten ei­ni­ges an schwä­bi­schen Re­kor­den zu ver­zeich­nen ge­habt – das heißt, die Sport­ler sind so gut wie nie zu­vor. Ich den­ke, wir sind auf dem rich­ti­gen Weg“, mein­te Schrall ab­schlie­ßend.

Heinz Schrall

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