Es gä­be sub­ti­le­re Me­tho­den

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Wir­bel um AfD Mann in Asyl­be­hör de“und dem Kom­men­tar „Par­tei­buch soll­te nicht ent­schei­den“von Micha­el Böhm (Bay­ern) vom 3. Au­gust: Ein Mit­glied der AfD darf nach Ent­de­ckung nicht mehr Fah­rer des CSU-Land­ra­tes sein. Statt­des­sen wird er auf ei­nen an­de­ren Ar­beits­platz ver­setzt. Dies kommt doch ei­nem Be­rufs­ver­bot gleich. Herr Böhm hat recht: Ein Mit­ar­bei­ter muss zu­erst für die Auf­ga­be an sei­nem Ar­beits­platz ge­eig­net sein. Lei­der ist dies ge­ra­de im öf­fent­li­chen Ver­wal­tungs­dienst nicht im­mer ge­ge­ben. Viel­mehr spie­len Par­tei­buch und Pro­porz ei­ne nicht un­wich­ti­ge Rol­le. Fal­sche Ge­sin­nung (Mit­glied ei­ner miss­lie­bi­gen Ver­ei­ni­gung)war schon im­mer su­spekt. Des­halb gab es den Ex­tre­mis­ten­be­schluss und spä­ter den Ra­di­ka­len­er­lass von 1972. Ziel war, (po­li­tisch) miss­lie­bi­gen Per­so­nen den Zu­gang zu be­stimm­ten Ar­beits­plät­zen zu ver­weh­ren. Nichts an­de­res ist nun dem Chauf­feur des Land­ra­tes wi­der­fah­ren. Ar­me CSU, es gä­be sub­ti­le­re Me­tho­den! An­ton Pit­t­ruff, Mem­min­gen

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