In­jek­ti­ons­the­ra­pie ge­gen Aids in Sicht

Friedberger Allgemeine - - Gesundheit -

In­jek­tio­nen im Ab­stand von vier bis acht Wo­chen kön­nen das HI-Vi­rus im Kör­per ei­ner Stu­die zu­fol­ge eben­so gut kon­trol­lie­ren wie die bis­her üb­li­che täg­li­che Ein­nah­me von Ta­blet­ten. Das be­rich­tet ein in­ter­na­tio­na­les For­scher­team mit deut­scher Be­tei­li­gung im Fach­jour­nal Soll­ten grö­ße­re Stu­di­en die Er­geb­nis­se be­stä­ti­gen, könn­te erst­mals ei­ne In­jek­ti­ons­the­ra­pie ge­gen HIV auf den Markt kom­men, die nur al­le vier bis acht Wo­chen nö­tig wä­re. Bei der an­ti­vi­ra­len HIV-The­ra­pie neh­men Pa­ti­en­ten bis­lang täg­lich oral drei Wirk­stof­fe ein, die die Vi­rus­last im Blut un­ter die Nach­weis­gren­ze drü­cken kön­nen. Seit ei­ni­gen Jah­ren gibt es Kom­bi­na­ti­ons­prä­pa­ra­te, so­dass Be­trof­fe­ne nur noch ei­ne Ta­blet­te pro Tag be­nö­ti­gen.

Bis zum zwei­ten Ge­burts­tag soll­te ge­stillt wer­den

Nur rund 40 Pro­zent al­ler Ba­bys un­ter sechs Mo­na­ten welt­weit wer­den ei­ner UN-Stu­die zu­fol­ge aus­schließ­lich ge­stillt. „Mut­ter­milch ist wie ei­ne ers­te Imp­fung für das Kind, sie schützt das Ba­by vor mög­li­cher­wei­se töd­li­chen In­fek­tio­nen und gibt ihm all die Nah­rung, die es braucht, um zu über­le­ben und zu ge­dei­hen“, so der Chef der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO), Te­dros Ad­ha­nom Ghe­brey­e­sus, zu dem Be­richt. Er­stellt hat die Stu­die ei­ne von der WHO und der UN-Kin­der­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Unicef ge­mein­sam ge­lei­te­te glo­ba­le Initia­ti­ve für das Stil­len. Die Or­ga­ni­sa­tio­nen emp­feh­len, dass Ba­bys bis zum zwei­ten Ge­burts­tag ge­stillt wer­den, die ers­ten sechs Mo­na­te lang aus­schließ­lich.

WHO emp­fiehlt Imp­fung ge­gen Gelb­sucht für Ba­bys

We­gen der gras­sie­ren­den He­pa­ti­tisEpi­de­mie drängt die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) dar­auf, schon Neu­ge­bo­re­ne ge­gen die Le­ber­ent­zün­dung Typ B zu imp­fen. Auch in den rei­chen Län­dern stei­ge die Zahl der Fäl­le, et­wa durch Mi­gra­ti­on, so Marc Bul­te­rys, Lei­ter des WHO-He­pa­ti­tis-Pro­gramms. He­pa­ti­tis, auch Gelb­sucht ge­nannt, kann zu Krebs füh­ren. In Deutsch­land wird die Imp­fung laut Ro­bert Koch-In­sti­tut im Al­ter von zwei Mo­na­ten emp­foh­len. Nur Ba­bys von Müt­tern mit chro­ni­scher He­pa­ti­tis B oder un­be­kann­tem He­pa­ti­tis-BS­ta­tus sol­len di­rekt nach der Ge­burt ge­impft wer­den. Welt­weit wa­ren 2015 nach WHO-Schät­zun­gen 71 Mil­lio­nen Men­schen mit He­pa­ti­tis C in­fi­ziert, 257 Mil­lio­nen mit He­pa­ti­tis B. Rund 1,3 Mil­lio­nen Men­schen star­ben.

Fo­to: Tho­mas Siep­mann/ Fo­to­lia.com

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