Die Fa­vo­ri­ten lau­fen vor­ne­weg

Der Ti­tel­ver­tei­di­ger, die „Freun­de des The­ra­pie­zen­trums“, ho­len sich wie 2016 den Sieg. Der Staf­fel­wett­be­werb er­freut sich nach wie vor gro­ßer Be­liebt­heit. Die Stim­mung ist wie­der ein­ma­lig

Friedberger Allgemeine - - Sport - VON MO­RITZ WEIBERG

Fried­berg Gu­tes Wet­ter schei­nen die Ver­an­stal­ter des Hans-Böl­ler-Lau­fes in Fried­berg ja abon­niert zu ha­ben. Am frü­hen Sams­tag­abend fand die 26. Auf­la­ge des Staf­fel­l­au­fes statt, der seit mehr als ei­nem Vier­tel­jahr­hun­dert wäh­rend des Volks­fests in der Fried­ber­ger In­nen­stadt aus­ge­tra­gen wird – und zwar wie­der ein­mal bei Son­nen­schein. Die tro­pi­schen Tem­pe­ra­tu­ren konn­ten den Sport­lern nichts an­ha­ben, 210 Läu­fer wa­ren die­ses Jahr mit von der Par­tie – und die zehn, die letzt­lich am schnells­ten wa­ren, stell­te der Vor­jah­res­sie­ger.

In ins­ge­samt 21 Staf­feln zu je zehn Läu­fern lie­fen die Teil­neh­mer vom Start an der Tief­ga­ra­ge Ost die 950 Me­ter lan­ge, nicht leicht zu be­wäl­ti­gen­de Stre­cke zum Rat­haus und auf der Lud­wig­stra­ße wie­der zu­rück. Der Ver­kehrs­ver­ein Fried­berg or­ga­ni­sier­te wie­der den Lauf. Der Prä­si­dent Da­ni­el Götz schick­te um 18 Uhr die ers­ten Staf­fel­läu­fer un­ter lau­ten An­feue­rungs­ru­fen der Zu­schau­er auf die Stre­cke.

Die Teams bil­de­ten sich aus Spit­zen­sport­lern, Hob­by­läu­fern, Ärz­ten, Nach­barn und Grund­schü­lern. „Ge­nau die­se Mi­schung macht den Charme des Hans-Böl­ler-Lau­fes aus“, so der Or­ga­ni­sa­tor Eber­hard Krug.

Als Fa­vo­ri­ten gin­gen die­ses Jahr die Ti­tel­ver­tei­di­ger „Freun­de des The­ra­pie­zen­trums“, die LC Aich- ach und die „Run­ning Gags“ins Ren­nen. Die „Freun­de des The­ra­pie­zen­trums“wur­den da­bei ih­rer Fa­vo­ri­ten­rol­le ge­recht, mit über ei­ner Mi­nu­te Vor­sprung er­reich­ten sie als ers­tes Team das Ziel. Der Stre­cken­re­kord von 24:53 Mi­nu­ten aus dem Jahr 2002 war al­ler­dings zu kei­ner Zeit ge­fähr­det – die Sie­ger von 2017 be­nö­tig­ten fast vier Mi­nu­ten mehr. In­zwi­schen scheint es so, als wä­re die­se Best­zeit – da­mals von den Läu­fern der DJK Fried­berg auf­ge­stellt – in St­ein ge­mei­ßelt.

Den „Freun­den des The­ra­pie­zen­trums“folg­te der Schluss­läu­fer der „Run­ning Gags“, die sich trotz ei­ner et­was schlech­te­ren Zeit im Ver­gleich zum Vor­jahr den zwei­ten Platz si­chern konn­ten. Für die Freun­de hat der Lauf in­zwi­schen schon Tra­di­ti­on: „Wir sind die­ses Jahr zum drit­ten Mal da­bei“, er­zählt Ki­li­an Ren­ner. Mit dem Er­geb­nis sei­en sie mehr als zu­frie­den. Auf dem drit­ten Platz lan­de­te die­ses Jahr durch­aus über­ra­schend die Staf­fel des Kin­der­heims Fried­berg. Für das Kin­der­heim star­te­ten jun­ge Flücht­lin­ge, die auf der Stre­cke fre­ne­tisch ge­fei­ert wur­den. Die Stim­mung an der Lud­wig­stra­ße war auch die­ses Jahr wie­der her­vor­ra­gend und mo­ti­vier­te die Sport­ler zu Höchst­leis­tun­gen.

Die zahl­rei­chen Zu­schau­er spen­de­ten to­sen­den Bei­fall, ei­ni­ge Be­su­cher hat­ten Trom­meln und Ras­seln mit­ge­bracht, um die Läu­fer auf den letz­ten, den rich­tig quä­len­den Me­tern noch ein­mal an­zu­feu­ern.

Die Mo­de­ra­to­rin Sa­bi­ne Ne­ge­le heiz­te das Pu­bli­kum an, sie ver­glich die Stim­mung gar mit der bei den Welt­meis­ter­schaf­ten in Lon­don. Sa­bi­ne Ne­ge­le, die den Lauf seit über 20 Jah­ren, ge­nau­er seit 1996, als Hel­fe­rin un­ter­stützt, ge­fällt vor al­lem der ge­sell­schaft­li­che Aspekt der Ver­an­stal­tung: „Vie­le Leu­te, die sonst kei­nen Sport ma­chen, kom­men zu­sam­men, um ge­mein­sam zu lau­fen. Al­le ha­ben Spaß am ge­mein­sa­men Sport ma­chen.“

Dass der Spaß am Sport bei al­len Be­tei­lig­ten im Mit­tel­punkt steht, be­tont Da­ni­el Nitsch, Te­am­mit­glied des „The­ken­teams“: „Wir sind hier da­bei, weil es uns al­len gro­ßen Spaß macht.“Am En­de ver­bes­ser­te sich das „The­ken­team“im Ver­gleich zum Vor­jahr, sie lie­fen auf den sieb­ten Platz.

Auch in sei­ner 26. Auf­la­ge ist der Lauf po­pu­lär wie eh und je. Nur ein­mal in sei­ner Ge­schich­te hat­te die Ver­an­stal­tung schon mal so vie­le Teil­neh­mer. Die At­trak­ti­vi­tät be­grün­det Eber­hard Krug da­mit, dass kei­ne Start­ge­büh­ren an­fie­len und dass „der Charme, durch die Alt­stadt zu lau­fen, vie­le Läu­fer an­zieht“.

Zur Sie­ger­eh­rung ver­sam­mel­ten sich dann al­le Teil­neh­mer im Fest­zelt des Volks­fes­tes, um von Da­ni­el Götz die Ur­kun­den und Po­ka­le in Emp­fang zu neh­men.

Auf dem 14. Platz lan­de­ten dies­mal die „Ost­ler Pa­pas“der Sport­freun­de Fried­berg. Gerd Stu­ber ge­fiel vor al­lem die Ge­mein­schaft der Läu­fer. Sein Sohn Tim star­te­te für die „Ost­ler Kids“, die 20. wur­den. Auf die Fra­ge, was ihm am bes­ten ge­fal­len hat, ant­wor­te­te er das, was an die­sem Abend al­le Teil­neh­mer dach­ten: „Die gu­te Stim­mung. Und vor al­lem, dass so vie­le Men­schen ge­klatscht ha­ben.“

Bil­der vom Lauf bei uns um In­ter­net un­ter fried­ber­ger all­ge­mei­ne.de/bil­der

Fo­tos: Mo­ritz Weiberg

Wäh­rend die an­de­ren Staf­feln noch auf die Ab­lö­sung war­ten, ist Kath­rin Lu­xen­ho­fer von den „Freun­den des The­ra­pie­zen­trums“schon lan­ge auf der St­re cke. Der Ti­tel­ver­tei­di­ger sieg­te wie­der sou­ve­rän.

Sie wur­den zwar Letz­te, aber das konn­te den Läu­fe­rin­nen des Teams „Mrs. Spor­ty“den Spaß nicht ver­der­ben. Sie lie­fen ge­mein sam mit ih­rer Schluss­läu­fe­rin (Nr. 169) un­ter dem Ap­plaus des Pu­bli­kums ins Ziel.

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