Stadt­fest – Aichach ist voll und voll ent­spannt

Bei strah­len­dem Son­nen­schein fei­ern über 20000 Men­schen fried­lich und fröh­lich. Wor­an das auch liegt

Friedberger Allgemeine - - Aichach - VON CAR­MEN JUNG

Aichach Ent­spannt, fried­lich, fröh­lich – so hat Aichach am Wo­che­n­en­de sein Stadt­fest ge­fei­ert. Bei op­ti­ma­len äu­ße­ren Be­din­gun­gen ka­men am Sams­tag ge­schätzt weit über 20000 Men­schen, um das Fest der Fes­te in der Kreis­stadt zu ge­nie­ßen. Auch am Sonn­tag war beim Ka­ba­rett-Weiß­wurst­früh­schop­pen der Obe­re Stadt­platz voll. Ab­ge­se­hen von we­ni­gen Aus­nah­men (sie­he ei­ge­nen Be­rich­te) blieb das Ge­sche­hen im Rah­men. Stadt und Be­hör­den hat­ten im Vor­feld vor al­lem am Si­cher­heits­kon­zept ge­feilt. Vie­le be­ru­hig­te das. „Ich ha­be mich mit mei­ner Fa­mi­lie sehr si­cher ge­fühlt“, sag­te zum Bei­spiel ei­ne Mut­ter.

Bei strah­len­dem Son­nen­schein stell­ten sich die Men­schen ein. Ge­gen 19.15 Uhr war – ei­gent­lich ob­li­ga­to­risch – im Be­reich des Gast­hau­ses Specht kaum noch ein Platz zu be­kom­men. „Nicht het­zen“blieb ein from­mer Wunsch an die Be­din­gun­gen. „Beim Stadt­fest im­mer“, lau­te­te die schnel­le, von ei­nem Lä­cheln be­glei­te­te Ant­wort – und wei­ter ging’s. Für die Be­su­cher aber blieb es hier eben­so wie vor dem Obe­ren Tor, wo die Paartal­mu­si­kan­ten spiel­ten, eher be­schau­lich. Wer mehr Sound woll­te, nahm vor der Rat­haus­büh­ne Platz, wo Groo­ve Pre­si­dent Stim­mung mach­te. Schla­ger­fans wa­ren am Un­te­ren Stadt­platz bei Mario K. aus dem Zil­ler­tal gut auf­ge­ho­ben. Und rund­um ka­men vor al­lem zu spä­te­rer Stun­de Dis­co-Freun­de auf ih­re Kos­ten.

Bei Fans des IG-Rock-Open-Airs stell­te sich am Schloss­platz ein we­nig Weh­mut ein. We­gen der Auf­lö­sung der IG ge­hör­te die­se De­mons­tra­ti­on hei­mi­scher Band­kul­tur der Ver­gan­gen­heit an. Der Schloss­platz, nun in der Hand der Dis­ko­thek M-Eins und des Ate­liers, prä­sen­tier­te sich mo­dern, durch­ge­stylt – ein Kon­zept, das durch­aus auf Ge­gen­lie­be stieß. „Bê Ig­na­cio“prä­sen­tier­te dort pro­fes­sio­nell ih­ren Tro­pi­cal Sound, zu spä­te­rer Stun­de ge­folgt von ei­ner 90er-Dis­co-Par­ty. Der Ne­ben­ef­fekt: Das Ge­sche­hen im Be­reich Hub­mann- und Steub­stra­ße ent­zerr­te sich. An die­ser Ecke ei­nig­ten sich drei Stand­be­trei­ber auf ei­nen Sound, so dass das „Sich-ge­gen­sei­tig-Über­bie­ten“ weg­fiel. Freun­de hand­ge­mach­ter Mu­sik aus der Re­gi­on wur­den trotz­dem nicht ent­täuscht. Rund ums Mau­er­ba­cher Po­di­um mit lo­ka­len Kra­chern wie der J. J. Blues band un­plug­ged oder die Bo­andl­bräu-Büh­ne zu spä­te­rer Stun­de mit Ma­nu­funk­tur war kaum ein Durch­kom­men.

Ei­ne ku­li­na­ri­sche Pa­let­te von Weiß­wurst­bur­gern bis Thai-Cur­ry, ein Ge­trän­ke­an­ge­bot von Bier bis zu bun­ten Bow­le-Sor­ten, ein Pro­gramm mit den Tromm­lern von Tam-Ko­bá, Ein­la­gen der Tanz­schu­le Stei­ger oder Bal­lon-Tom bis zum Bun­gee-Tram­po­lin – das Stadt­fest prä­sen­tier­te bunt und viel­fäl­tig. Zum Bei­spiel auch mit ei­ner Shis­haLounge am Tandl­markt.

Mehr Po­li­zei und mehr Si­cher­heits­kräf­te sorg­ten der­weil fürs Si­cher­heits­ge­fühl der Be­su­cher. Mit 15 Mit­ar­bei­tern war die Se­cu­ri­ty deut­lich prä­sen­ter. Ihr Job blieb Rou­ti­ne. Ei­ne ge­wis­se An­span­nung im Vor­feld gab Bür­ger­meis­ter Ha­ber­mann im Nach­hin­ein zu. Um so zu­frie­de­ner war er. „Es war ein sehr ent­spann­tes, sehr ru­hi­ges Fest“, freu­te er sich. Erst­mals si­cher­te das Ro­te Kreuz al­le Zu­gangs­stra­ßen zum Stadt­platz mit ei­ge­nen Fahr­zeu­gen. Auch die­se „sehr dis­kre­te“(Ha­ber­mann) Maß­nah­me sorg­te für ein gu­tes Ge­fühl. „Sehr gu­te Idee“, lau­te­te das Lob meh­re­rer Be­su­cher.

Fo­tos: Erich Ech­ter

Fei­er­lau­ne am Wo­che­n­en­de in Aichach: Der Be­su­cher­strom am Obe­ren Tor war ge­wal­tig.

Bunt war die Pa­let­te an Ge­trän­ken und Ess An­ge­bo­ten.

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