Der TV Schieds­rich­ter

Friedberger Allgemeine - - Die Dritte Seite -

In der neu­en Sai­son wer­den al­le Spie­le der ers­ten Bun­des­li­ga von Vi­deo schieds­rich­tern auf Fehl­ent­schei­dun­gen hin un­ter­sucht. Da­bei sol­len die Un par­tei­ischen, die in ei­nem Köl­ner Stu­dio sit­zen, am Bild­schirm Auf­nah­men aus bis zu 17 Ka­me­ra Per­spek­ti­ven zur Ver fü­gung ha­ben, um sich ein Ur­teil zu bil­den. In Ab­spra­che mit min­des­tens ei­nem Su­per­vi­sor weist der Vi­deo­as sis­tent – so der of­fi­zi­el­le Na­me – den Re­fe­ree auf kla­re Feh­ler hin, die letz te Ent­schei­dung aber liegt beim Schieds­rich­ter. Im Vi­deo­as­sis­ten­ten Pool fin­den sich zu­dem Schieds­rich­ter, die aus Al­ters­grün­den ih­re ak­ti­ve Lauf­bahn be­en­den muss­ten. Da­bei soll sich der Vi­deo­schieds­rich­ter vor al­lem um vier The­men­fel­der küm­mern: Er soll Sze­nen kor­ri­gie­ren kön­nen, in de­nen es um er­ziel­te To­re, Elf­me­ter, Platz­ver wei­se und die Ver­wechs­lung von Spie­lern geht. Kon­takt auf­neh­men kann so­wohl der Schieds­rich­ter als auch der As­sis­tent im Stu­dio. Mit ei­nem in die Luft skiz­zier­ten Bild­schirm, be­kannt aus Eishockey oder Ho­ckey, kün­digt der Schieds­rich­ter den Vi­deo­be­weis an – zu se­hen war dies schon beim Con­fe­de ra­ti­ons Cup, bei dem die Tech­nik zum ers­ten Mal bei ei­nem grö­ße­ren Tur nier zum Ein­satz ge­kom­men ist. Bei der Mi­ni WM hat­te die Tech­nik ei­ni­ge Ma­le für Auf­re­gung und Kri­tik ge­sorgt. Der ehe­ma­li­ge Schieds­rich­ter Hell mut Krug, heu­te „Chef In­struk­tor“der Schieds­rich­ter beim DFB, glaubt je doch dar­an, dass es in der Bun­des­li­ga an­ders lau­fen wird: „Wir ha­ben die Ab­läu­fe oft ge­nug ge­übt.“

Fo­to: Marcel Kusch, dpa

Wo ist der Feh­ler? Der Vi­deo­as­sis­tent soll ihn fin­den.

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