Die­se In­ves­ti­ti­on lohnt sich

Friedberger Allgemeine - - Wirtschaft - VON CHRIS­TI­NA HEL­LER hhc@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Die Zahl ist enorm: 22 500 Aus­bil­dungs­plät­ze gibt es zur Zeit in Bay­ern mehr als Be­wer­ber. Und das ob­wohl mehr als 77 000 Ju­gend­li­che nach ei­ner Leh­re su­chen oder schon ei­ne Stel­le ge­fun­den ha­ben. Das geht aus Zah­len der Bun­des­agen­tur für Ar­beit her­vor. Um die­se Lü­cke zu fül­len, ha­ben vie­le Un­ter­neh­men längst ent­schie­den, dass sie Flücht­lin­ge ein­stel­len möch­ten. Das zei­gen auch die Zah­len der IHK: Dort ha­ben sich schon jetzt über 100 Un­ter­neh­mer ge­mel­det, die für das kom­men­de Jahr ge­zielt ei­nen jun­gen Ge­flüch­te­ten aus­bil­den möch­ten.

Na­tür­lich gibt es da­für Hür­den: Vie­le ha­ben nur kurz oder nie ei­ne Schu­le be­sucht. Um in der Be­rufs­schu­le mit­zu­kom­men, müs­sen sie aus­rei­chend gut Deutsch spre­chen und das muss ih­nen je­mand bei­brin­gen. Das Pro­jekt in Dürr­lau­in­gen zeigt aber: Wer gut be­treut wird, lernt schnell und er­folg­reich. Al­ler­dings ist das auch teu­er. Doch lang­fris­tig ge­dacht lohnt sich die­se In­ves­ti­ti­on. Denn die Aus­zu­bil­den­den von heu­te sind die Fach­kräf­te von mor­gen. Sie sor­gen da­für, dass die Wirt­schaft wei­ter stark bleibt.

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