Spä­tes Lie­bes­glück

Dia­ne Kea­ton und Micha­el Dou­glas spie­len in lie­be­vol­ler Rent­ner-Roman­ze

Friedberger Allgemeine - - Fernsehen Aktuell Am Dienstag -

ARD, 22.45 Uhr Blau glit­zert das Was­ser im Ha­fen mit den schnit­ti­gen Se­gel­jach­ten, die Son­ne scheint. An der Küs­te von Con­nec­ti­cut steht ein pro­pe­res, teures Wohn­haus ne­ben dem an­de­ren. Nur ei­ner strahlt hier schlech­te Lau­ne aus: Oren Litt­le (Micha­el Dou­glas), zu Wohl­stand ge­kom­me­ner, ver­bies­ter­ter Im­mo­bi­li­en­mak­ler kurz vor dem Ru­he­stand.

Dass aber selbst das Herz ei­nes al­tern­den Scheu­sals schmel­zen und zu Lie­be und Fa­mi­li­en­sinn fin­den kann, er­zählt Er­folgs­re­gis­seur und Pro­du­zent Rob Rei­ner („Har­ry und Sal­ly“) in sei­ner leicht­fü­ßi­gen Rent­ner-Roman­ze „Das grenzt an Lie­be“. Es ist ein lan­ger Weg zu Läu­te­rung und spä­tem Glück: Von sei­nem Sohn, der sich ihm längst ent­frem­det hat, er­fährt der Wit­wer, dass er Groß­va­ter ei­ner Zehn­jäh­ri­gen (Sterling Je­rins) ist. Für sie hat er von nun an zu sor­gen, da der Sohn we­gen Dro­gen­pro­ble­men ins Ge­fäng­nis muss. Wie gut, dass der emo­tio­nal na­tür­lich völ­lig über­for­der­te Mak­ler schon bald Un­ter­stüt­zung von sei­ner gut aus­se­hen­den, aber im Her­zen trau­ri­gen Nach­ba­rin er­hält – der eben­falls ver­wit­we­ten Club­sän­ge­rin Leah (Dia­ne Kea­ton), die sich ein­fühl­sam um das Kind küm­mert. Es ist ei­ne Zu­wen­dung, die ih­ren Ef­fekt so­gar auf den selbst­ge­fäl­li­gen Ol­die mit der fre­chen Klap­pe nicht ver­fehlt.

Dou­glas über­zeugt hier mit ei­ner gu­ten Por­ti­on Al­ter­scharme. Kea­ton wie­der­um ge­fällt mit weib­lich-war­mer No­te in ih­rem Part. Die sym­pa­thi­schen Haupt­dar­stel­ler – bei­de erst­mals ge­mein­sam vor der Ka­me­ra – sind es denn auch, die den amü­san­ten, aber recht vor­her­seh­bar und rou­ti­niert da­her­kom­men­den Film se­hens­wert ma­chen.

Fo­to: ARD, De­ge­to, ASIG PRODUCTIONS, dpa

Leah (Dia­ne Kea­ton) fin­det ih­ren mür­ri­schen Nach­barn Oren Litt­le (Micha­el Dou­glas) im Lauf der Zeit im­mer an­zie­hen­der. Die bei den Stars stan­den erst­mals ge­mein­sam vor der Ka­me­ra.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.