Be­trun­ke­ner Au­to­fah­rer oh­ne Füh­rer­schein

Friedberger Allgemeine - - Augsburg -

Er saß al­ko­ho­li­siert hin­term Steu­er und hat­te gar kei­nen Füh­rer­schein: Den 30-Jäh­ri­gen er­war­ten nun Er­mitt­lungs­ver­fah­ren. Die Po­li­zei be­rich­tet, dass am Frei­tag­abend ge­gen 23.40 Uhr ei­ner Po­li­zei­strei­fe ein blau­er BMW in der Pfarr­hau­stra­ße auf­fiel, des­sen Fah­rer zu­nächst links blink­te, al­ler­dings gera­de­aus wei­ter und sehr un­si­cher fuhr. Schließ­lich un­ter­zo­gen die Be­am­ten den Mann ei­ner Ver­kehrs­kon­trol­le und be­merk­ten, dass der 30-Jäh­ri­ge stark nach Al­ko­hol roch. Ein Al­ko­hol­test er­gab ei­nen Wert von über ei­nem Pro­mil­le. Der 30-Jäh­ri­ge wur­de mit auf die Di­enst­stel­le ge­nom­men. Hier stell­te sich her­aus, dass der Au­to­fah­rer gar nicht im Be­sitz ei­ner Fahr­er­laub­nis ist.

Die­be steh­len Gips­fi­gur aus Gast­stät­te

Im Zei­t­raum von Sams­tag, 22 Uhr, und Sonn­tag, 23.45 Uhr, ist aus dem Au­ßen­be­reich ei­ner Gast­stät­te am Hin­te­ren Per­lach­berg ei­ne Gips­fi­gur ge­stoh­len wor­den. Die Fi­gur stellt ei­nen Koch dar, der ei­ne Ta­fel im Arm hält. Der In­ha­ber der Gast­stät­te be­merk­te, dass die Fi­gur fehl­te, als er die Gast­stät­te zum En­de der Be­triebs­zeit auf­räu­men woll­te. Da die Fi­gur et­wa 1,20 Me­ter hoch und 30 Ki­lo­gramm schwer ist, geht die Po­li­zei da­von aus, dass meh­re­re Tä­ter am Werk wa­ren. Mög­li­cher­wei­se wur­de die Fi­gur mit ei­nem Fahr­zeug ab­trans­por­tiert. Die Po­li­zei bit­tet um Zeu­gen­hin­wei­se, auch zum Ver­bleib der Fi­gur, un­ter der Num­mer 0821/323-2110.

Be­trü­ger bringt 17 Jäh­ri­gen um sei­nen Ur­laub

Ta­mer Ba­ki­ner: Es kommt na­tür­lich auch drauf an, mit wel­chen Ab­sich­ten man in den Ur­laub fährt. Aber es gibt Men­schen, die wer­den im Ur­laub zu Op­fern von Lie­bes­be­trü­gern.

Ba­ki­ner: Die Ur­lau­ber wer­den von Be­trü­gern über ei­nen län­ge­ren Zei­t­raum aus­ge­späht, so ler­nen die­se die per­sön­li­chen Vor­lie­ben ih­rer Op­fer ken­nen. Dann gibt es ei­ne zu­fäl­li­ge Be­geg­nung, die so zu­fäl­lig na­tür­lich nicht ist. Es fol­gen Ge­sprä­che, es ent­steht Ver­trau­en. Der pro­fes­sio­nel­le Be­trü­ger weckt Emo­tio­nen beim Op­fer. Zu Be­ginn geht es ums Lo­cken. Man hat Spaß, macht et­was zu­sam­men. Die For­de­run­gen kom­men spä­ter. Dann geht es um Geld oder dar­um, nach Eu­ro­pa zu kom­men. Und so­bald das Ziel er­reicht ist, ver­liert der Be­trü­ger das In­ter­es­se und ver­schwin­det.

Ba­ki­ner: Sie ha­ben oft Hel­fer. An der Re­zep­ti­on, an der Ho­tel-Bar. Übe­r­all, wo man in Kon­takt tritt. Und ir­gend­wann ist ein Tä­ter dann zum Bei­spiel bei ei­nem or­ga­ni­sier­ten Aus­flug da­bei. Und weiß, was dem Op­fer ge­fällt. Weil ihm sei­ne Hel­fer Hin­wei­se ge­ge­ben ha­ben. So kommt man ins Ge­spräch. Ba­ki­ner: Nein, mei­ner Er­fah­rung nach sind die Op­fer von Lie­bes­be­trü­gern mehr­heit­lich al­lein­ste­hen­de Frau­en. traust mir nicht“. Da­von soll­te man sich nicht ein­schüch­tern las­sen. Die Tä­ter ope­rie­ren auf emo­tio­na­ler Ebe­ne, nicht auf Sa­ch­ebe­ne. Man soll­te Fra­gen, die je­mand am An­fang be­ant­wor­tet hat, spä­ter noch mal er­neut stel­len – nur auf an­de­re Art. Wenn die Ant­wort dann ei­ne an­de­re ist, wird ge­lo­gen. che Ge­mein­sam­kei­ten ei­nen Ein­stieg ins Ge­spräch. Ba­ki­ner: Zum Bei­spiel in Tu­ne­si­en und Ägyp­ten, aber auch in Grie­chen­land und der Tür­kei – oder in ka­ri­bi­schen Län­dern wie Ku­ba und der Do­mi­ni­ka­ni­schen Re­pu­blik. Und wer sind die Lie­bes­schwind­ler hin­ter der Fas­sa­de? Ba­ki­ner: Zum Bei­spiel ver­hei­ra­te­te Män­ner, die ih­rer Fa­mi­lie vor­gau­keln, sie sei­en Han­dels­ver­tre­ter oder in ei­nem in­ter­na­tio­na­len Un­ter­neh­men tä­tig. So war es auch im Fall der Kli­en­tin, die um 500000 Eu­ro be­tro­gen wur­de. Als ich den Mann aus­fin­dig mach­te, war sei­ne Ehe­frau scho­ckiert, als sie er­fuhr, wie er wirk­lich an sein Geld kommt. Klingt so, als wür­den Sie al­len gründ­lich da­von ab­ra­ten, sich im Ur­laub zu verlieben. Ba­ki­ner: Man kann sich verlieben. Aber man muss mit ge­sun­dem Men­schen­ver­stand in den Ur­laub fah­ren und über­prü­fen, was ei­ne Be­kannt­schaft dort er­zählt. Wenn ei­ner schon nach zwei Ta­gen „Ich lie­be dich“sagt, muss man wis­sen: Der Mann ist ein Pro­fi. Das sagt er zu je­der.

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