Wenn Ju­gend­li­che das Li­mit über­schrei­ten

Friedberger Allgemeine - - Friedberg - VON UTE KROGULL kru@fried­ber­ger all­ge­mei­ne.de

Laut Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­li­che Auf­klä­rung ge­hen Al­ko­hol­kon­sum und Ko­ma­s­au­fen bei Ju­gend­li­chen zu­rück. Es kon­su­mie­re „nur noch“je­der zehn­te Te­enager zwi­schen zwölf und 17 Jah­ren ein­mal in der Wo­che Al­ko­hol. 2004 wa­ren es mehr als dop­pelt so vie­le. Hilft nichts, wenn die ört­li­che Po­li­zei im­mer wie­der Sauf­ge­la­ge ver­mel­den muss, die ent­glei­sen, und die sturz­be­trun­ke­nen Ju­gend­li­chen auch noch die Be­am­ten an­pö­beln. Und: Je­der sieb­te Te­enager gibt an, sich im ver­gan­ge­nen Mo­nat ein­mal in den Rausch ge­sof­fen zu ha­ben. Zäh­len Sie mal die Kin­der im Be­kann­ten­kreis durch und über­le­gen sich dann, ob man das okay fin­den kann.

Ei­nen Bei­trag zum Rück­gang des Al­ko­hol­kon­sums ha­ben Sank­tio­nen ge­leis­tet: Wir­te und Ver­kaufs­stel­len ach­ten stark auf Ju­gend­schutz; beim Süd­ufer-Fes­ti­val war har­ter Al­ko­hol so­gar ver­bo­ten. Letzt­lich aber ste­hen El­tern in der Pflicht, ih­ren Kin­dern recht­zei­tig bei­zu­brin­gen, was halb­wegs ver­nünf­tig ist und dass man nicht auf Po­li­zis­ten los­geht. Doch welt­weit liegt Deutsch­land in der Spit­zen­grup­pe beim Al­ko­hol­kon­sum. Da ist es mit dem Vor­bild­cha­rak­ter des er­wach­se­nen Teils der Ge­sell­schaft eben auch nicht weit her.

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