Tap­fer und be­harr­lich

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Sie kämpft seit über 20 Jah­ren ge­gen Leuk­ämie“(Bay­ern) vom 8. Au­gust: Hut ab vor die­ser Frau An­net­te Wenz! Tap­fer und be­harr­lich geht sie mit ih­rem Schick­sal um, statt mit ihm zu ha­dern. Sie hat es in die­sen Jah­ren ge­lernt, den Kampf ge­gen al­le mög­li­chen Wid­rig­kei­ten auf­zu­neh­men. Si­cher ist es nicht nur die „rhei­ni­sche“Froh­na­tur, die ihr man­ches leich­ter macht, über­haupt spielt Freu­de ei­ne wahn­sin­nig gro­ße Rol­le beim Ge­lin­gen von Le­ben. Der Glau­be an sich selbst lässt ei­nen über sich selbst hin­aus­wach­sen. Und so muss ein an­schei­nend aus­sichts­lo­ser Kampf ge­gen ei­ne (töd­li­che) Krank­heit letzt­lich nicht aus­sichts­los blei­ben. „Krebs macht arm!“, so skiz­ziert Frau Wenz ih­re so­zia­le Si­tua­ti­on. Da muss ich sa­gen, in welch schä­bi­gem Land le­ben wir, wenn ein Tod­kran­ker sich mit sei­ner Kran­ken­kas­se her­um­schla­gen muss, die not­wen­di­ge, le­bens­er­hal­ten­de Be­hand­lung be­zahlt zu be­kom­men?! Da könn­te ei­nem die Zor­ne­sa­der an­schwel­len. Man­fred Schwarz, Mem­min­gen

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