Le­ser­brie­fe

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Ein mü­des Lä­cheln wert

Zu „Au­to­bau­er zah­len bis zu 10 000 Eu­ro für al­te Die­sel“(Sei­te 1) vom 9. Au­gust: Wie­der mal ist es der Bür­ger als pri­va­ter Au­to­fah­rer, der ge­for­dert ist, trotz Preis­nach­läs­sen auf sei­ne Kos­ten den Au­to­her­stel­lern ih­re Neu­wa­gen ab­zu­kau­fen und ih­nen da­mit ein ru­hi­ges Ge­wis­sen zu ver­schaf­fen. Wer sich im In­ter­net in­for­miert, wird fest­stel­len, dass ein Neu­wa­gen VW Golf VII High­li­ne ge­gen­über dem ent­spre­chen­den Lis­ten­preis um mehr als 9100 Eu­ro güns­ti­ger an­ge­bo­ten wird. Bei ei­nem up! sind es in der Mi­ni­mal­aus­stat­tung 3500 Eu­ro. Dem­ge­gen­über sind die Preis­nach­läs­se der Kon­zer­ne auf Neu­wa­gen ge­ra­de­zu ein mü­des Lä­cheln wert, zu­mal völ­lig un­klar ist, was die Händ­ler dem in­ter­es­sier­ten Kun­den für sei­nen al­ten Die­sel noch be­zah­len. Was ist üb­ri­gens mit den Die­sel­mo­to­ren der Lo­ko­mo­ti­ven, der Au­to­bus­se, der Last­kraft­wa­gen und der Schif­fe? Wer­den die­se mit­tel­fris­tig auch al­le auf Eu­ro 6 um­ge­rüs­tet? Tho­mas Karl, Roß­haup­ten

In die rich­ti­ge Rich­tung

Zu „Küs­ten­wa­che bringt Flücht­lin­ge zu­rück“(Sei­te 1) vom 9. Au­gust: End­lich fah­ren die Ret­tungs­schif­fe in die rich­ti­ge Rich­tung. Nur so kann den Schlep­pern das Hand­werk ge­legt wer­den, denn ein Flücht­ling wird kei­nen Schlep­per be­zah­len, wenn er nach we­ni­gen Ta­gen wie­der dort an­lan­det, wo er ab­ge­fah­ren ist. Da­mit wä­re das The­ma le­bens­ge­fähr­li­che Flucht über das Mit­tel­meer nach Eu­ro­pa sinn­los. Franz Alt­manns­ho­fer, Fried­berg

Ge­het­ze an der Kas­se

Zu „Geht es bil­li­ger als bei Al­di?“(Wirt­schaft) vom 5. Au­gust: Die Dis­coun­ter soll­ten sich lie­ber auf ih­re Di­enst­leis­tung am Kun­den an der Kas­se ori­en­tie­ren. Wir Kun­den ha­ben nichts da­von, wenn es im La­den toll aus­sieht und wir uns mög­lichst lan­ge dort auf­hal­ten sol­len, um un­se­re Ein­kaufs­wa­gen schön voll­zu­pa­cken, wenn wir am En­de un­se­re Ein­käu­fe, die wir so sorg­sam in den Wa­gen ge­legt ha­ben, hin­ter­her an der Kas­se am bes­ten hin­ter­her­ge­wor­fen be­kom­men. Ich weiß, dass die ar­men Kas­sie­re­rin­nen nichts da­für kön­nen – sie ha­ben ih­re Stück­zahl­vor­ga­ben! Nur wir Kun­den ha­ben die nicht ... Wer kann denn schon so vie­le Tei­le heil in den Wa­gen pa­cken? Und den­ken Sie nicht, dass ich ei­ne al­te Da­me bin. Ich will nur kei­ne ka­put­ten Yo­ghurt­de­ckel oder zer­drück­tes Obst. So, nun hab ich mir mal Luft ge­macht. Üb­ri­gens, lie­ben Dank an al­le Kas­sie­re­rin­nen, die trotz des enor­men Drucks von oben noch ein Lä­cheln und ein paar net­te Wor­te für ih­re Kun­den ha­ben. Ka­rin Angst, Jet­tin­gen Scheppach

Wun­der­ba­re Idee

Zur Se­rie „Sur­vi­val Som­mer“im Wo­che­n­end Jour­nal: Die Idee mit dem Über­le­bens­trai­ning, bei wel­chem Ih­re Re­dak­ti­ons­mit­ar­bei­ter tol­le und un­ge­wöhn­li­che Pro­jek­te durch­füh­ren und so ein­drück­lich dar­über schrei­ben, fin­de ich wun­der­bar! Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe! Was sich für mich in den bis­he­ri­gen Bei­trä­gen zeigt, ist die Tat­sa­che, dass un­se­re Welt über­wie­gend vol­ler hilfs­be­rei­ter Men­schen ist. Gu­drun Stau­din­ger, Mit­tel­neuf­nach

VW als Volks­ei­gen­tum

Zu „VW Skan­dal: Nie­der­sach­sen stürzt in die Kri­se“und dem Kom­men­tar „Schluss mit dem Bück­ling vor VW“von Ste­fan Stahl (Sei­te 1) vom 8. Au­gust: In der Schlag­zei­le und im Ar­ti­kel auf Sei­te 1 skan­da­li­siert nun auch Ih­re Zei­tung das Ver­hal­ten des Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Weil. In­ter­es­san­ter­wei­se ge­schieht dies erst jetzt und in der un­zu­läs­si­gen Ver­mi­schung mit dem Ver­lust der Re­gie­rungs­mehr­heit, nach­dem ei­ne auf der Lan­des­lis­te der Grü­nen ge­wähl­te Ab­ge­ord­ne­te zur CDU über­ge­tre­ten ist. Un­ter der Über­schrift „Schluss mit dem Bück­ling“for­dert dann Ste­fan Stahl die „voll­stän­di­ge Pri­va­ti­sie­rung“von VW. Da­vor kann man nur war­nen. Schon jetzt ge­hört den Scheichs von Qa­tar ein be­acht­lich gro­ßer Teil der Fir­ma „Volks­wa­gen“. Die ara­bi­schen Scheichs wür­den sich die Hän­de rei­ben – al­ter­na­tiv auch die chi­ne­si­sche Re­gie­rung oder welt­weit agie­ren­de Fi­nanz-Haie. Was spricht ei­gent­lich da­ge­gen, „Volks­wa­gen“wie auch an­de­res Volks­ver­mö­gen (Deut­sche Bahn, Au­to­bah­nen usw.) auch als Volks­ei­gen­tum zu hal­ten? Her­bert Qu­is, Bi­ber­bach

Mas­sen­haft weg­sper­ren

Zu „Jour­na­lis­tin aus Neu Ulm dro­hen 15 Jah­re Haft“(Sei­te 1) vom 7. Au­gust: Prä­si­dent Er­do­gan muss die Ho­sen ge­stri­chen voll ha­ben aus Angst vor Jour­na­lis­ten. War­um sonst sperrt er sie mas­sen­haft weg, ja so­gar Mut­ter mit Kind? Wir Schwa­ben ha­ben für sol­che Ty­pen ei­nen pas­sen­den Na­men: „Schiss­has“! Pe­ter Han­ka, Wol­fert­schwen­den

Ma­ria hin­zu­ge­nom­men

Zum Pro­mi des Tages „Herbst woll­te Pries ter wer­den“(Pan­ora­ma) vom 7. 8.: Schön, dass der Schau­spie­ler Chris­toph Herbst zu sei­nem aus­sa­ge­kräf­ti­gen Vor­na­men (Chris­tus-Trä­ger) noch be­wusst den Na­men der Got­tes­mut­ter Ma­ria hin­zu­ge­nom­men hat. Da ver­wun­dert es aber um­so mehr, dass er den Zö­li­bat schlimm fin­det. Chris­tus leb­te zö­li­batär, und Ma­ria blieb ewig Jungfrau. So­fie Chris­toph, Aind­ling

Lie­ber kna­ckig und jung

Zum Ti­tel­fo­to „Ein tol­ler Hecht?“(Sei­te 1) vom 7. Au­gust: Ein „tol­ler Hecht?“Nein. Bit­te kei­nen halb nack­ten Pu­tin mehr. Wir ken­nen ihn mitt­ler­wei­le zur Ge­nü­ge. Wenn schon solch ein Fo­to auf der Ti­tel­sei­te, dann bit­te von ei­nem kna­ckig jun­gen Mann, wo sich das Hin­schau­en lohnt. In­ge Jan­tos Fre­ko, Aichach

Bra­vo

Zum Leit­ar­ti­kel „Deutsch­land be­kommt das The­ma Ab­schie­bung nicht in den Griff“von Jür­gen Marks vom 2. Au­gust: Bra­vo, Herr Marks! End­lich hat mal je­mand den Mut, wenn auch et­was zag­haft, den Staat zum Hin­ter­fra­gen sei­ner fö­de­ra­lis­ti­schen Struk­tu­ren auf­zu­for­dern, und zwar nicht nur hin­sicht­lich des Um­gangs mit der Zu­wan­de­rung. Auch die Nicht-Ab­schie­be-Grün­de gilt es zu hin­ter­fra­gen, und die­se vor al­len Din­gen ab­zu­schaf­fen, und zwar schnell. Sonst hat nicht je­der Fünf­te Wur­zeln im Aus­land, son­dern in Zu­kunft ist dann nur noch je­der Fünf­te Deut­scher! War­um wer­den ab­ge­lehn­te Asyl­be­wer­ber noch Mo­na­te oder Jah­re von den Be­hör­den ge­dul­det? Feh­len­de Pa­pie­re müs­sen zur Not vom Aus­wär­ti­gen Amt in Ver­bin­dung mit der di­plo­ma­ti­schen Ver­tre­tung des je­wei­li­gen Lan­des er­stellt wer­den, und die „win­di­gen An­wäl­te“sind zu er­mit­teln und gna­den­los zu be­stra­fen. Und vor al­lem müs­sen die in­ter­nen Ab­läu­fe hin­ter­fragt wer­den. Je­des Bun­des­land kocht sein ei­ge­nes Süpp­chen. Pe­ter Kol­ler, Tann­heim

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