Ein neu­es Al­bum nach der Hoch­zeit

Va­nes­sa Mai ist ne­ben He­le­ne Fi­scher Deutsch­lands Schla­ger-Prin­zes­sin. Im In­ter­view spricht die Sän­ge­rin über ihr Ehe­glück, Neid und das Ver­hält­nis zu Schwie­ger­mut­ter Andrea Berg

Friedberger Allgemeine - - Panorama - Fo­to: Chris­ti­na Sa­b­row­sky, dpa

Frau Mai, „Re­gen­bo­gen“ist der Ti­tel Ih­res neu­en Al­bums. Ist mit der Ge­s­angs­kar­rie­re ein Traum in Er­fül­lung ge­gan­gen? Mai: Ja, un­glaub­lich. Erst hieß es: 2015 ist dein Jahr, dann 2016 und jetzt, 2017, geht das so wei­ter. Das ist schon ziem­lich cool. Mai: Ein all­ge­mei­nes Re­zept gibt es nicht. Und auch ich weiß nicht, wie lan­ge der Er­folg an­hält. Aber ich ma­che mei­ne Mu­sik mit Herz. Da­zu ge­hört na­tür­lich auch ein gu­tes Team, die Ster­ne müs­sen rich­tig ste­hen. Und wir tun wirk­lich al­les da­für, wei­ter er­folg­reich zu sein. Mai: Es gibt, glau­be ich, kei­nen Men­schen, der sich nicht über ei­nen Re­gen­bo­gen freut. Das Wort ist sehr po­si­tiv be­setzt. Der Be­griff steht für mich für Le­bens­freu­de, Hoff­nung, Gleich­be­rech­ti­gung, To­le­ranz und vie­les mehr. Mai: Ja, das freut mich sehr. Der letz­te Ti­tel „Für dich“war sehr er­folg­reich. Und dies­mal hat er mich echt über­rascht mit neu­en Songs, bei de­nen ich das Ge­fühl ha­be, auch er hat sich wei­ter­ent­wi­ckelt. Ich ha­be mich zu­dem viel ein­ge­mischt und selbst auch ge­schrie­ben. Denn ich wuss­te ge­nau, wie sich das al­les an­hö­ren soll­te, und ha­be viel Herz­blut in die Pro­duk­ti­on ge­steckt. Mai: Stimmt. Er kam ge­ra­de aus ei­ner Be­zie­hung. Aber manch­mal muss man Män­nern eben ein we­nig auf die Sprün­ge hel­fen. Bis wir dann ein Paar wur­den, hat es tat­säch­lich fast ein Jahr ge­dau­ert.

Mai: Noch nicht. Aber wir wün­schen uns, nach New York zu flie­gen.

Mai:

Fer­ber. deu­tet für Sie die­se un­ge­wöhn­li­che Kon­stel­la­ti­on? Mai: Ich weiß nicht. Wir sind uns schon be­wusst, dass das be­son­ders ist. Aber wir tren­nen un­se­re Kar­rie­ren sehr strikt. Ich mach’ mein Ding, sie ih­res. Wir se­hen uns auch nicht so oft wie vie­le mei­nen.

Nicht je­der gönnt dem an­de­ren den Er­folg. Be­ka­men Sie den Neid der Kon­kur­renz auch schon zu spü­ren? Mai: Ich selbst bin frei von Neid. Wenn ich ihn von an­de­ren spü­re, spornt mich das eher an. Ich kann gut da­mit um­ge­hen. Den Neid ha­be ich mir hart er­ar­bei­tet.

Ihr Kar­rie­ret­raum? Mai: Ich wür­de ger­ne mal al­lei­ne die Ber­li­ner Wald­büh­ne be­spie­len oder gro­ße Sta­di­on­kon­zer­te ge­ben. Mai: Sin­gen war schon von Kind auf mei­ne Num­mer eins. Mein Va­ter ist Pro­fi­mu­si­ker, er hat mich sehr schnell auf die Büh­ne ge­nom­men. Ich woll­te aber erst mal et­was Hand­fes­tes und zog ei­ne Aus­bil­dung zur Me­di­en­ge­stal­te­rin durch. Aber da­für muss man auch 24 St­un­den bren­nen, und das tat ich letzt­end­lich nicht. Bis Mit­ter­nacht im Bü­ro sit­zen, weil der Kun­de noch ei­nen Än­de­rungs­wunsch hat, das war nicht mein Ding. Ich bin aber stolz, dass ich die Aus­bil­dung durch­ge­zo­gen ha­be. Dann hat mich mein Va­ter mit den Mu­si­kern von Wol­ken­frei be­kannt ge­macht, die ei­ne Sän­ge­rin such­ten. Dar­auf­hin ging es Schlag auf Schlag. Dann kam mein Mann Andreas als Ma­na­ger. Er hol­te gleich die Plat­ten­fir­ma mit ins Boot, dann kam schon die ers­te TV-Sen­dung. Mai: Als es mit Wol­ken­frei los­ging, hieß es, mein Na­me wä­re schwer aus­zu­spre­chen und ich brau­che ei­nen Künst­ler­na­men. Da ich im Mai Ge­burts­tag ha­be, dach­te ich mir: Das klingt doch gut. An­fangs rieb sich der Na­me noch ein we­nig mit dem der Gei­ge­rin Va­nes­sa Mae. Heu­te hat sich im deutsch­spra­chi­gen Raum Va­nes­sa Mai durch­ge­setzt. Mai: Tan­zen ist mit Mu­sik fast gleich­be­rech­tigt. Das ist ei­ne gro­ße Lei­den­schaft. Aber ich wuss­te gar nicht, dass ich auch klas­si­schen Paar­tanz be­herr­sche, zu­mal ho­he Stö­ckel­schu­he nicht mei­ne Freun­de sind. Aber es war läs­sig, den Paar­tanz zu ent­de­cken.

Mai: Ich hät­te nie ge­dacht, dass ei­nen so et­was so prä­gen kann. Man lebt in die­ser Zeit wie in ei­nem ei­ge­nen Kos­mos, und das Tan­zen be­kommt ei­ne ganz an­de­re Ge­wich­tung. Das war psy­chisch und phy­sisch ziem­lich hart. Aber ich ha­be das Ge­fühl, dass mich die Leu­te seit „Let’s Dan­ce“mehr re­spek­tie­ren. Denn sie ha­ben ge­se­hen, dass ich rich­tig Leis­tung brin­gen kann. Mai: Da hal­te ich es mit Pip­pi Langs­trumpf: Ich brau­che kein an­de­res Gen­re. Ich ma­che mir statt­des­sen den Schla­ger, wie er mit ge­fällt. Da ver­schwim­men die Gren­zen im­mer mehr. Na­tür­lich gibt es auch das Volks­tüm­li­che und den klas­si­schen Schla­ger. Da kann ich auch nicht mit je­dem Stück et­was an­fan­gen. Aber es hat al­les sei­ne Be­rech­ti­gung. Mai: Nein, über­haupt nicht. Ich füh­le mich selbst oft noch wie ein Kind. Da hat ein Ba­by noch ganz viel Zeit. Aber wir ha­ben seit ei­ni­gen Wo­chen ei­nen klei­nen Hund, ei­nen alt­deut­schen Mops. Der ist auch fast wie ein Kind.

Va­nes­sa Mai, 25, stammt aus Back nang bei Stutt­gart. Heu­te er­scheint ihr vier­tes Al­bum „Re­gen­bo­gen“. Sie wur­de be­kannt als Sän­ge­rin der Band Wol ken­frei. 2015 lös­te sich die Band auf, seit dem ist Va­nes­sa Mai so­lo un­ter­wegs.

Es läuft gut für Va­nes­sa Mai: Sie hat eben den Stief­sohn von Andrea Berg ge­hei­ra­tet und heu­te er­scheint ihr neu­es Al­bum.

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