Das rich­ti­ge Re­zept ge­gen fa­de Fe­ri­en

Vom E-Book bis zur Fach­zeit­schrift hat die Kis­sin­ger Bü­che­rei viel In­ter­es­san­tes zu bie­ten. Lehr­rei­che, lustige oder span­nen­de Ur­laubs­lek­tü­re für Bal­kon, Gar­ten, Schwimm­bad und See­ufer

Friedberger Allgemeine - - Kissing | Egling - VON PE­TER STÖBICH

Kis­sing Fa­de Fe­ri­en, weil ei­nem da­heim lang­wei­lig oder das Wet­ter ge­ra­de mal nicht so toll ist? Das muss nicht sein, fin­det die Kis­sin­ger Bü­che­rei-Lei­te­rin Pe­tra Sco­la. „Denn wir ha­ben ein in­ter­es­san­tes Me­di­en­an­ge­bot und auch in der Som­mer­fe­ri­en ge­öff­net“, sagt sie. Diens­tags von 14 bis 19 Uhr so­wie sams­tags von 10 bis 13 Uhr kön­nen sich Jung und Alt mit lehr­rei­cher, lus­ti­ger oder span­nen­der Ur­laubs­lek­tü­re für Bal­kon, Gar­ten, Schwimm­bad und See­ufer ein­de­cken.

Au­ßer den ge­druck­ten Bü­chern gibt es in den Räu­men an der Bahn­hof­stra­ße noch vie­le wei­te­re Mög­lich­kei­ten, sich in­for­mie­ren oder un­ter­hal­ten zu las­sen: In den rie­si­gen Re­ga­len war­ten Hun­der­te von Brett­spie­len, CD, DVD, Hör­bü­chern und Zeit­schrif­ten für al­le Al­ters­grup­pen und In­ter­es­sen. „Ich ver­schlin­ge ge­ra­de ei­nen Ne­le-Neu­haus-Krimi“, ver­rät Sco­la und weiß sich da­mit in gu­ter Ge­sell­schaft: Ne­ben Hand­ar­beits- und Koch­bü­chern Kri­mi­nal­ro­ma­ne zu den be­lieb­tes­ten Me­di­en, wo­zu si­cher auch ak­tu­el­le Ver­fil­mun­gen wie die „Grieß­no­cker­laf­fä­re“ih­ren Teil bei­tra­gen.

Die Lei­te­rin freut sich über das zu­neh­men­de In­ter­es­se am viel­fäl­ti­gen An­ge­bot der Bü­che­rei. „Um elf Pro­zent sind un­se­re Aus­lei­h­zah­len im ver­gan­ge­nen Jahr ge­stie­gen; da­zu ge­hö­ren auch vir­tu­el­le Me­di­en wie zum Bei­spiel E-Books, die über das In­ter­net be­zo­gen wer­den.“Auch Bür­ger­meis­ter Man­fred Wolf freut sich über die Be­liebt­heit der „zen­tra­len Kul­tur­stät­te von Kis­sing“, wie er sie nennt.

Auch je­des Kind, das in Kis­sing ein­ge­schult wird, er­hält ei­nen Bü­che­rei­aus­weis. Für al­le jun­gen Le­ser gibt es noch bis Mit­te Sep­tem­ber ei­ne gro­ße „Som­mer­fe­ri­en-Le­se(s)pass-Ak­ti­on“. Pe­tra Sco­la er­läu­tert die Teil­nah­me­be­din­gun­gen: „Für je­des in den Fe­ri­en ge­le­se­ne Buch be­kommt man an der Aus­leihthe­ke ei­nen Stem­pel im Le­se­pass.“Bei drei Stem­peln kön­nen die Kin­der bei ei­ner Tom­bo­la nach den ei­nen Preis ge­win­nen. Wer möch­te, kann auf­schrei­ben, was ihm an dem Werk be­son­ders ge­fal­len hat; die­ser Tipp für den nächs­ten Le­ser wird ins Buch ge­steckt. Zu­sätz­lich gibt es ein Puz­zle, mit dem man sich Stück für Stück Hin­wei­se auf ein „ver­steck­tes Buch“bau­en kann. Dort war­tet näm­lich am En­de der Fe­ri­en ei­ne Über­ra­schung.

„Bis zum Jah­res­en­de ha­ben wir aber noch wei­te­re Neu­hei­ten und Über­ra­schun­gen auf La­ger“, ver­rät die Lei­te­rin. So wird es am Mitt­woch, 27. Sep­tem­ber, zum ers­ten Mal hei­ßen „Kis­sing liest ein Buch“. Im Mit­tel­punkt der Ge­sprächs­run­de um 19.30 Uhr steht „Die Glut“von San­dor Ma­rai.

Am Don­ners­tag, 5. Ok­to­ber, star­tet die Ak­ti­on „Le­sen ist echt cool“, die dann je­de Wo­che ab 16 Uhr für ei­ne hal­be St­un­de wie­der­holt wird. Im Rah­men der Paar­kunst-Ak­ti­on geht es am 20. Ok­to­ber ab 18 Uhr um „Rit­ter Rost“und die Ge­schöp­fe im Fa­bel­we­sen­wald. Dann kom­men be­kann­te Un­ter­hal­ter in die Kis­sin­ger Bü­che­rei: Schau­spie­ler Fer­di­nand Pre­gart­ner gibt am 27. Ok­to­ber um 19.30 Uhr ei­nes sei­ner Gast­spie­le, bei dem ihn Micha­el Narr auf der Gi­tar­re be­glei­ten wird.

„Le­sen ist Sil­ber, Hö­ren wird Gold“, heißt ein Abend am 15. No­vem­ber mit Jür­gen Sch­wil­ski, Si­na Platz­be­cker und Dag­mar Roh­de. Wie bei al­len Ver­an­stal­tun­gen ist der Ein­tritt frei. Das gilt auch für die Ko­ope­ra­ti­on mit der Volks­hoch­schu­le, die zu zwei Ver­an­stal­tun­gen in der Bü­che­rei ein­lädt: Um Me­ge­hö­ren di­en­päd­ago­gik geht es bei ei­nem Vor­trag am 9. No­vem­ber, um die In­te­gra­ti­on der Ver­trie­be­nen nach dem Zwei­ten Welt­krieg am 29. No­vem­ber.

Mit ei­nem neu­en An­ge­bot, das pro­be­wei­se bis En­de des Jah­res läuft, will das Bü­che­rei-Team sei­nen Ser­vice stär­ker an die Wün­sche der Nut­zer an­pas­sen. „Auch Me­di­en wie CD, DVD, Kon­so­len­spie­le und so wei­ter kön­nen jetzt ein­mal ver­län­gert wer­den“, sagt Pe­tra Sco­la. Aus­ge­nom­men sind le­dig­lich Zeit­schrif­ten.

Für al­le Hob­by­mu­si­ker hat die Bü­che­rei seit Kur­zem ein um­fang­rei­ches An­ge­bot an No­ten- und Text­bü­chern für Flö­te, Gi­tar­re, Key­board oder Kla­vier. Für die Jüngs­ten ist ei­ne Spiel­ecke ein­ge­rich­tet, da­mit sich die Er­wach­se­nen in Ru­he dem An­ge­bot wid­men kön­nen. Am Au­to­ma­ten kön­nen sich Le­ser ei­nen Kaf­fee ho­len und im Som­mer die Ter­ras­se zum Schmö­kern und Er­ho­len nut­zen. Un­ter der In­ter­net­adres­se www.schwa­ben­f­in­dus.de kann man sich mo­nat­lich über die Neu­er­wer­bun­gen der Bü­che­rei in­for­mie­ren las­sen und bei Be­darf gleich vor­be­stel­len.

In den stei­gen­den Nut­zer­zah­len spie­gelt sich laut Sco­la auch das zu­neh­men­de In­ter­es­se an di­gi­ta­len Me­di­en. „E-Books ge­hö­ren in je­de zeit­ge­mä­ße Bi­b­lio­thek“, sagt sie und ist des­halb dem Ver­bund „Süd­bay­ern On­lei­he“(Sübo) bei­ge­tre­ten, den man mit ei­nem gül­ti­gen Bü­che­rei­aus­weis rund um die Uhr kos­ten­los nut­zen kann; wie das Gan­ze ge­nau funk­tio­niert, wird auf der In­terSom­mer­fe­ri­en net­sei­te www.sue­bo.de er­klärt. „Ich se­he dar­in kei­ne Kon­kur­renz, son­dern ei­ne Er­gän­zung zum An­ge­bot in ge­druck­ter Form“, stellt die Lei­te­rin fest, die ihr ei­ge­nes E-Boo­kLe­se­ge­rät aber nur sel­ten be­nutzt. „Denn ers­tens sit­ze ich so­wie­so fast den gan­zen Tag vor dem Bild­schirm, und zwei­tens will ich ein Buch an­fas­sen und dar­in her­um­blät­tern kön­nen.“

Sie sieht aber durch­aus Vor­tei­le, durch die man sich die Le­se­bril­le und gro­ße Re­ga­le in der Woh­nung spart: „Wenn man zum Bei­spiel kei­ne di­cken Wäl­zer mehr in den Ur­laubs­kof­fer pa­cken muss.“

Au­ßer Bü­chern kann man über Sübo für ei­ne be­stimm­te Frist auch Mu­sik und Vi­de­os, Zeit­schrif­ten und Zei­tun­gen aus­lei­hen. Man­che E-Books kön­nen von be­stimm­ten Ge­rä­ten so­gar vor­ge­le­sen wer­den; bei deut­schen Aus­ga­ben se­hen die Mög­lich­kei­ten da­zu aber der­zeit noch schlecht aus.

Ne­ben den Le­se­pro­ben, die es auch für ge­druck­te Bü­cher gibt, bie­ten E-Books Mög­lich­kei­ten, die bei ge­druck­ten Ver­sio­nen feh­len. So las­sen sie sich meist auf meh­re­ren Ge­rä­ten gleich­zei­tig le­sen; da­durch kann man E-Books auf dem Re­a­der, PC und Ta­blet gleich­zei­tig be­trach­ten. Es ist so­gar mög­lich, zwi­schen den Ge­rä­ten den Le­se­fort­schritt zu syn­chro­ni­sie­ren. Der Nach­teil: Nicht je­der ge­wünsch­te Ti­tel ist er­hält­lich, weil Ver­la­ge wie Dio­ge­nes kei­ne Li­zen­zen ver­ge­ben. Ein­schließ­lich der E-Books wur­den in Kis­sing ver­gan­ge­nes Jahr ins­ge­samt knapp 68 000 Aus­lei­hen re­gis­triert.

Fo­tos: Pe­ter Stöbich

Pe­tra Sco­la be­lohnt flei­ßi­ge Fe­ri­en Le­ser mit Stem­peln und Prei­sen.

Für al­le Al­ters und In­ter­es­sen­grup­pen gibt es Bü­cher, CD, DVD, Spie­le und Zeit schrif­ten.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.