Aich­a­che­rin stürmt nicht nur die Zug­spit­ze

Mar­ti­na Bol­vá­ry vom Schwimm- und Tri­ath­lon­ver­ein A.K.I.A legt beim Deutsch­land­lauf 140 Ki­lo­me­ter in drei Ta­gen zu­rück

Friedberger Allgemeine - - Sport -

Aichach Von Sylt bis an die Zug­spit­ze – ei­ne ge­wal­ti­ge Stre­cke quer durch die Bun­des­re­pu­blik. Beim Deutsch­land­lauf der Ul­tra­läu­fer galt es für die Läu­fer, die­se Dis­tanz zu be­wäl­ti­gen.

Die 65 Teil­neh­mer leg­ten ins­ge­samt 1300 Ki­lo­me­ter zu­rück – im Schnitt rund 70 Ki­lo­me­ter pro Tag. Mit da­bei war auch Mar­ti­na Bol­vá­ry vom Schwimm- und Tri­ath­lon­ver­ein A.K.I.A (Aichach, Küh­bach, In­chen­ho­fen, Aind­ling). Die Aus­dau­er­sport­le­rin ab­sol­vier­te zwar nicht die vol­le Dis­tanz, war aber im­mer­hin bei drei Ta­ges­etap­pen ver­tre­ten.

Ei­gent­lich woll­te Bol­vá­ry nur ei­nen Teil­ab­schnitt mit­lau­fen, doch kurz­fris­tig sprang sie für den ver­letz­ten Kol­le­gen Chris­ti­an Mün­zing (Lauf­sport Ulm) ein. Zwei Ta­ge Über­le­gung und ein er­folg­rei­cher Ma­ra­thon ga­ben Mut zur Zu­sa­ge.

Durch die zu­sätz­li­chen zwei Etap­pen muss­te die Aich­a­che­rin 61 Ki­lo­me­ter zu­sätz­lich auf dem Weg zur Zug­spit­ze auf sich neh­men. Da­bei galt es knapp 3000 Hö­hen­me­ter zu über­win­den.

Um 6 Uhr star­tet die ers­te Etap­pe

Um 6 Uhr mor­gens mach­te sich Bol­vá­ry auf den Weg nach Füs­sen zu ih­rer ers­ten Etap­pe. Auf lan­gen Rad­we­gen, wun­der­schö­nen Wald­we­gen und zum Schluss noch ei­nem fie­sen Teil­stück ent­lang der Bun­des­stra­ße Rich­tung Füs­sen kam sie nach et­wa neun St­un­den im Ziel an. Am zwei­ten Tag ging es wei­ter nach Gar­misch-Par­ten­kir­chen. So ging es bei bes­tem Lauf­wet­ter ent­lang von Rad­we­gen und wun­der­schö­nen Trails durch Obe­r­am­mer­gau, Et­tal bis nach Gar­misch, wo al­le Läu­fer auf dem Markt­platz emp­fan­gen wur­den.

Den­noch wa­ren die 61 Ki­lo­me­ter ei­ne An­stren­gung, da knapp 1000 Hö­hen­me­ter mit sehr kna­cki­gen An­stie­gen zu­rück­ge­legt wer­den muss­ten.

Mar­ti­na Bol­vá­ry war nach dem Ziel­ein­lauf über­glück­lich: „Es ist ein­fach un­glaub­lich, was dein Kör­per al­les kann, wenn dein Kopf mit­spielt“, sag­te die Aich­a­che­rin nach 138 Ki­lo­me­tern. Um 6 Uhr am nächs­ten Tag ging es dann auf die Schluss­etap­pe.

Ent­lang der Part­nach­klamm ging es dann über die Knor­r­hüt­te zur Son­nalp, wo sich die Ziel­li­nie zum Ab­schluss des Deutsch­land­laufs 2017 be­fand und al­le Läu­fer er­war­tet wur­den.

Für Mar­ti­na Bol­vá­ry wa­ren die rund 140 Ki­lo­me­ter ei­ne sehr emo­tio­na­le Er­fah­rung und zu­gleich ei­ne Mo­ti­va­ti­on zu wei­te­ren Etap­pen­läu­fen. Im­mer­hin war da­mit ein Stück­chen Aichach an dem gro­ßen Deutsch­land­lauf be­tei­ligt und Mar­ti­na Bol­vá­ry um ein wei­te­res, in­spi­rie­ren­des Aben­teu­er rei­cher.

Fo­to: Bol­vá­ry

Mar­ti­na Bol­vá­ry sieht beim Auf­stieg auf die Zug­spit­ze noch recht ent­spannt aus. Da­bei galt es, rund 3000 Hö­hen­me­ter zu­rück­zu­le­gen.

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