Lok­füh­rer wol­len mehr Ru­he­zei­ten

Göttinger Tageblatt - - WIRTSCHAFT -

Ber­lin. Die Ge­werk­schaft Deut­scher Lo­ko­mo­tiv­füh­rer (GDL) will in der Ta­rif­run­de mit der Deut­schen Bahn mög­lichst oh­ne Streik zu ei­nem Kom­pro­miss kom­men. Sie for­dert 7,5 Pro­zent mehr Geld bei zwei Jah­ren Ver­trags­lauf­zeit und prä­zi­se­re Ar­beits­zeit­re­geln.

„Bei­de Sei­ten star­ten mit dem fes­ten Wil­len, im Ver­hand­lungs­weg zu ei­nem Er­geb­nis zu kom­men“, sag­te der Gdl-vor­sit­zen­de Claus We­sels­ky am Frei­tag vor dem ers­ten Tref­fen bei­der Sei­ten in Ber­lin. Bahn-per­so­nal­vor­stand Mar­tin Sei­ler zeig­te sich zu­ver­sicht­lich, dass ei­ne Ei­ni­gung bald ge­lin­gen kön­ne. „Es ist un­se­re Ab­sicht, dass wir das mög­lichst vor Weih­nach­ten ab­schlie­ßen. Das ist sehr am­bi­tio­niert, aber aus un­se­rer Sicht mach­bar“, sag­te er.

Die GDL will die Re­geln für Ru­he­zei­ten zwi­schen den Schich­ten und Pau­sen für die rund 36 000 Mit­ar­bei­ter des Zug­per­so­nals kon­kre­ter fest­le­gen. Das Zug­per­so­nal ar­bei­te rund um die Uhr und brau­che des­halb spe­zi­el­le Ar­beits­zeit­re­ge­lun­gen im Ta­rif­ver­trag, sag­te We­sels­ky.

An­ders als für die grö­ße­re Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG) steht für die GDL die Wahl­mög­lich­keit zwi­schen mehr Geld, mehr Ur­laub oder we­ni­ger Wo­chen­ar­beits­zeit nicht im Mit­tel­punkt. Die EVG hat­te am Don­ners­tag erst­mals mit der Bahn ver­han­delt.

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