Herbst-blues, Vol. III: pan­ta rhei – al­les fließt

Göttinger Tageblatt - - GÖTTINGEN -

mal eben über ein paar Stock­wer­ke reich­lich Näs­se in die Tie­fe zie­hen zu las­sen – da­von träumt das Göt­tin­ger Land­volk. Wo­her die Was­ser­mas­sen im Spar­kas­sen­neu­bau in Göt­tin­gen stam­men, ist der­zeit im­mer noch of­fen. Am Vor­stand kann’s ei­gent­lich nicht lie­gen, er kann die Quel­le des Übels nicht sein. Das Lei­tungs­gre­mi­um hat ak­tu­ell nur ein Mit­glied. Da kann man nicht von ei­nem Was­ser­kopf spre­chen. An der Ur­sprungs­pla­nung für den Neu­bau kann der Scha­den auch nicht fest­ge­macht wer­den, schließ­lich sind die fünf Bä­der, die – jetzt wis­sen wir auch, war­um – kor­rekt „Nass­zel­len“zu nen­nen sind, aus wei­te­ren Plä­nen ge­stri­chen wor­den. Oder? Da Was­ser frei­wil­lig üb­li­cher­wei­se nicht von un­ten nach oben fließt und der Spar­kas­sen­neu­bau auch nicht in ei­nem Ha­fen­be­cken steht, son­dern al­len­falls Ge­fahr läuft, von ach­tern et­was zu viel Zug zu be­kom­men, muss die Ur­sa­che wohl doch weit oben ge­sucht wer­den. Konn­te je­mand das Was­ser nicht hal­ten? Hat da je­mand Gold ge­wa­schen? Hat ein Mit­ar­bei­ter das Phä­no­men des Was­ser­zei­chens im Pa­pier falsch ver­stan­den? Fra­gen über Fra­gen. Mit an­ge­hal­te­nem Atem er­war­ten wir die Ant­wor­ten in den nächs­ten Ta­gen.

Nicht ganz rund läuft’s hin­ge­gen im Brä­gen des oder der Un­be­kann­ten, der/die Fuß­bal­le­rin­nen der SG Gro­ne/sieboldshausen heim­lich beim Du­schen ge­filmt hat. Mei­ne Her­ren, ist das Pan­ne. Wün­schen wir der Po­li­zei Göt­tin­gen schnel­len Er­folg beim Auf­klä­ren die­ses wi­der­li­chen Vor­gan­ges. Und auch, wenn man dem Im­puls nie nach­ge­ben soll­te: den Tä­ter oder die Tä­te­rin an­schlie­ßend am Gän­se­lie­sel mit Kat­zen­dreck be­wer­fen.

Ed­mund Stoi­ber ist die Er­kennt­nis zu ver­dan­ken, dass Was­ser und ei­gen­wil­li­ge Ge­dan­ken den­sel­ben Na­tur­ge­setz­lich­kei­ten un­ter­lie­gen. Bei­des sucht sich sei­nen ei­ge­nen Weg, und der ist in der Re­gel nicht lot­recht. Der Ex-re­gie­rungs­chef er­klär­te die schlech­ten Um­fra­ge­wer­te sei­ner CSU mit den zahl­rei­chen Men­schen, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nach Bay­ern ge­zo­gen sei­en, weil dort al­les so toll sei. Lei­der hät­ten die Neu­an­kömm­lin­ge noch nicht be­grif­fen, wie sehr das al­les an der CSU hän­ge. War klar, Bay­ern hat ein In­te­gra­ti­ons­pro­blem. Über­rascht mich nicht. Aber was wol­len wir von je­man­dem er­war­ten, der sei­ne Frau „Mu­schi“nennt?

Den Gruß zum Wo­che­n­en­de fin­den wir the­ma­tisch recht pas­send bei Har­ry Ro­wohlt: „Vie­len Dank, schö­nen Gruß, all­zeit gu­te Fahrt und im­mer ei­ne Hand­breit Was­ser im Bi­det.“

PS: Hin­weis an Me­di­en­an­wäl­te: Das hier ist Sa­ti­re. Sät­ze mit Iro­nie.

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