El­vis Co­stel­lo nach der Rock­mu­sik

Neu­es Al­bum: „Look now“

Göttinger Tageblatt - - KULTUR -

Han­no­ver. El­vis Co­stel­lo ist zu­rück. „Look now (Schau jetzt)“heißt sei­ne neue Plat­te. Zehn Jah­re sind seit „Mo­mo­fu­ku“ver­gan­gen, sei­nem vor­her­ge­hen­den Al­bum mit sei­ner Band, den Im­pos­ters. Das neue Werk klingt an­ders, ent­rockt – ist ei­ne Be­gleit­mu­sik für Wein­glä­ser, nicht für Bier­be­cher. El­vis Co­stel­lo goes Lied.

Das ist nichts Neu­es, der­lei Aus­flü­ge hat der 64-jäh­ri­ge Meis­ter des Gen­re­sprin­gens schon in den Neun­zi­ger­jah­ren un­ter­nom­men, mit An­ne So­fie von Ot­ter, dem Brods­ky Quar­tet und vor al­lem mit Burt Ba­cha­rach, dem God­fa­ther des Ea­sy Lis­ten­ing. Al­les mit dem Prä­di­kat „be­son­ders wert­voll“. Aber wenn er mit sei­nen Bands, den Attrac­tions oder den Im­pos­ters (zwei Drit­tel der Attrac­tions), zu­sam­men­ging, rock­ten die Plat­ten doch. Dies­mal nicht. „Die Leu­te sa­gen, Rock sei tot“, sag­te Co­stel­lo vor zwei Wo­chen in ei­nem In­ter­view der bri­ti­schen Wo­chen­zei­tung „The Te­le­graph“. „Hof­fen wir, dass es so ist.“

Zu „Look now“: Die meis­ten der zwölf Songs brau­chen ei­ne Wei­le, um zu wir­ken. Wo­bei es ei­gent­lich 16 Stü­cke sind. Die De­lu­xe-edi­ti­on ent­hält die EP. „Re­gar­de Main­ten­ant“. Bei „Adieu Pa­ris“ver­sucht sich Co­stel­lo auf Fran­zö­sisch, was in et­wa so ul­kig ist wie Pe­ter Ga­b­ri­els Deutsch­ver­su­che. „You Shouldn’t Look at Me that Way“: der letz­te Song, der den Al­bum­ti­tel nicht wirk­lich re­la­ti­viert. Und wer Co­stel­los Neu­er ei­nen Blick schenkt, bes­ser ihr sein Ohr leiht, wird mit er­le­se­ner Schön­heit be­lohnt. big

In­fo El­vis Co­stel­lo & The Im­pos­ters: „Look Now“(Con­cord Re­cor­ds), er­schie­nen am 12. Ok­to­ber

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