GIB PFÖTCHEN

Das ist ja zum Wie­hern: Wir stel­len Ih­nen von Och­sen­au­ge bis Kat­zen­pföt­chen Pflan­zen vor, die nach Tie­ren be­nannt sind.

Garden Style - - INHALT - TEXT: Kirs­ten Jo­han­son

Nat­tern­kopf, Hunds­zun­ge und Ku­ckucks­nel­ke: man­che Pflan­zen ha­ben echt tie­ri­sche Na­men.

1 Hah­nen­fuß

(Ra­nun­cu­lus acris) Die Blü­ten der But­ter­blu­me las­sen Früh­lings­wie­sen gelb leuch­ten. Der Na­me Hah­nen­fuß be­zieht sich auf die Blät­ter, die dem Fuß von Vö­geln ähn­lich se­hen. Am Gar­ten­teich be­liebt, im Ra­sen nicht ge­schätzt.

2 Kuh­schel­le

(Pul­sa­til­la vul­ga­ris) Zur Freu­de der Hob­by­gärt­ner und Bie­nen blüht die Kuh- oder Kü­chen­schel­le schon früh, schmückt sie doch be­reits ab März die Bee­te. Die Stau­de be­geis­tert mit ih­ren vio­let­ten Blü­ten­glo­cken, den dot­ter­gel­ben Staub­blät­tern und der silb­ri­gen Be­haa­rung .

3 Schaf­gar­be

(Achil­lea mille­fo­li­um) Man kennt sie von Wie­sen und We­grän­dern. Als Heil­pflan­ze („Bauch­weh­kraut“) mit krampf­lö­sen­der Ei­gen­schaft wird sie ähn­lich wie die Ka­mil­le z.B. bei Völ­le­ge­fühl oder Blä­hun­gen ver­wen­det.

4 Och­sen­au­ge

(Bu­ph­thal­mum sa­li­ci­fo­li­um) Das Och­sen­au­ge passt gut in ei­nen Na­tur­gar­ten. Die gel­ben Blü­ten der hei­mi­schen Wild­stau­de blü­hen von Ju­ni bis Sep­tem­ber und ha­ben Ähn­lich­keit mit Mar­ge­ri­ten. Der Bo­den soll­te lo­cker-hu­mos und mä­ßig nähr­stoff­reich sein, die La­ge son­nig bis halb­schat­tig.

5 Schlan­gen­kopf

(Che­lo­ne ob­li­qua) Die auf­rech­te Stau­de mit den dicht ge­dräng­ten Blü­ten, die an ei­nen Schlan­gen­kopf er­in­nern, macht sich gut am Gar­ten­teich. Sie be­vor­zugt ei­nen nähr­stoff­rei­chen und son­ni­gen Stand­ort. Sie blüht im Spät­som­mer hell­ro­sa bis pink.

6 Bä­ren­klau

(Her­a­cle­um) Harm­los ist der ein­hei­mi­sche Wie­sen-Bä­ren­klau ( Her­a­cle­um sphon­dy­li­um). Kei­nen gu­ten Ruf hat der bis zu drei Me­ter ho­he Rie­sen-Bä­ren­klau ( H. gi­gan­te­um), denn der Stoff Fu­ro­cu­ma­rin ver­ur­sacht bei Son­nen­licht ju­cken­de Haut­ent­zün­dun­gen.

7 Nat­tern­kopf

(Echi­um vul­ga­re) Die Staub­ge­fä­ße, die ähn­lich ei­ner Schlan­gen­zun­ge aus den Blü­ten zün­geln, stan­den ver­mut­lich Pa­te. Der Volks­mund hat noch wei­te­re fan­ta­sie­vol­le Na­men für die Wild­pflan­ze er­fun­den: „Blau­er Hein­rich“oder „Wil­de Och­sen­zun­ge“. Der ge­wöhn­li­che Nat­tern­kopf ist mit dem Bor­retsch ver­wandt.

8 Lö­wen­mäul­chen

(An­tir­rhi­num) Hier un­ter­schei­det man zwi­schen den klei­ne­ren Zwer­g­lö­wen­mäul­chen, her­kömm­li­chen Lö­wen­mäul­chen und gro­ßen Stau­den-Lö­wen­mäul­chen, letz­te­re kön­nen bis zu ei­nem Me­ter hoch wer­den. Sie kom­men in vie­len Farben vor und sind teil­wei­se so­gar mehr­far­big. Blü­te­zeit ist von Ju­li bis Ok­to­ber.

9 Storch­schna­bel

(Gera­ni­um) Nach der Blü­te er­klärt sich der Na­me: Die läng­li­chen Frucht­stän­de se­hen aus wie der Schna­bel ei­nes Storchs. Blü­te­zeit der Stau­den ist von März bis Ok­to­ber, die scha­len­för­mi­gen Blü­ten sind weiß, vio­lett, ro­sa, rot oder blau. Storch­schnä­bel mö­gen mä­ßig feuch­te Stand­or­te mit nähr­stoff­rei­chem, durch­läs­si­gem Bo­den.

10 Ku­ckucks­licht­nel­ke

(Lych­nis flos-cu­cu­li) Der Na­me rührt da­her, dass manch­mal so ge­nann­te „Ku­ckucks­spu­cke“an der Pflan­ze haf­tet. Doch nicht der Vo­gel ist für die spei­chel­ähn­li­che Sub­stanz ver­ant­wort­lich, son­dern die Lar­ven der Schaum­zi­ka­de. Ein an­de­rer Er­klä­rungs­an­satz: Sie blüht, wenn der Ku­ckuck aus dem Win­ter­quar­tier zu­rück­kehrt und sei­ne An­we­sen­heit ver­kün­det. Si­cher ist: Die Ku­ckucks­licht­nel­ke mag es feucht und eig­net sich her­vor­ra­gend als Teich­pflan­ze.

11 Kat­zen­pföt­chen

(An­ten­na­ria dioi­ca) Silbri­gro­te Blü­ten ma­chen die Pflan­ze at­trak­tiv, vor al­lem als Pols­ter­stau­de im son­ni­gen St­ein­gar­ten. Die Blü­te­zeit er­streckt sich von Mai bis Ju­li. Die Stän­gel sind wol­lig be­haart. Kat­zen­pföt­chen wer­den oft in Tro­cken­sträu­ßen ver­wen­det.

12 Gän­se­blüm­chen

(Bel­lis pe­ren­nis) Das Wild­kraut ist reich an volks­tüm­li­chen Na­men wie Tau­send­schön, Maß­lieb­chen oder Ma­ri­en­blüm­chen. Sei­ne wei­ßen, zier­li­chen Blü­ten­blät­tern sind kreis­för­mig um ein son­nen­gel­bes Zen­trum an­ge­ord­net. Das Gän­se­blüm­chen wird als Heil­pflan­ze bei Hus­ten und Haut­pro­ble­men ver­wen­det.

13 Och­sen­zun­ge

(An­chu­sa) Die gif­ti­ge Pflan­ze, ein Rau­blatt­ge­wächs, heißt im Volks­mund Och­sen­zun­ge, weil die Blät­ter ei­ne runz­li­ge Ober­flä­che auf­wei­sen. Ty­pisch ist die kur­ze, kräf­ti­ge Be­haa­rung der Pflan­ze. Die Och­sen­zun­ge er­reicht ei­ne Wuchs­hö­he von 30 bis 60 cm. Ih­re tief­blau­en Ri­s­pen blü­hen von Ju­ni bis Au­gust.

14 Kat­zen­min­ze

(Ne­pe­ta ca­ta­ria) Die hei­mi­sche Stau­de wird mit­un­ter auch Kat­zen­me­lis­se ge­nannt. Sie mag es warm und nur mä­ßig nähr­stoff­hal­tig. Stu­ben­ti­ger re­agie­ren ganz be­son­ders auf die äthe­ri­schen Öle der grau­en, duf­ten­den Blät­ter und be­neh­men sich wie be­rauscht. Von Ju­li bis Sep­tem­ber blüht Ne­pe­ta weiß oder blass­blau.

15 Ha­sen­g­löck­chen

(Hya­c­int­ho­ides) Die win­ter­har­ten, früh­jahrs­blü­hen­den Zwie­bel­blu­men mit den glo­cken­för­mi­gen Blü­ten mö­gen hu­mo­sen, feuch­ten Bo­den. Die Blü­ten des Spa­ni­schen Ha­sen­g­löck­chens ( H. his­pa­ni­ca) sind hell- bis dun­kel­blau, wäh­rend das At­lan­ti­sche Ha­sen­g­löck­chen ( H. non-scrip­ta) weiß, ro­sa oder blau blüht. Ha­sen­g­löck­chen sind gut zum Ver­wil­dern ge­eig­net. Sie ver­brei­ten sich durch Brutz­wie­beln und Sa­men sehr leicht.

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