GAR­TEN­TRENDS 2018

Mit der Gar­ten­ar­chi­tek­tin Brit­ta Cox-Bu­se­mann wagt ei­ne er­fah­re­ne Gestal­te­rin schon jetzt den Blick auf die Trends der Gar­ten­sai­son 2018.

Garden Style - - INHALT - DIE EXPERTIN Brit­ta Cox-Bu­se­mann ar­bei­tet bei „Ter­ra baut Gär­ten“in Vier­sen. Der Be­trieb ge­hört zu ca. 50 Mit­glie­dern der „Gärt­ner von Eden“-Ge­nos­sen­schaft. Die Gar­ten­ar­chi­tek­tin reist re­gel­mä­ßig zu den gro­ßen Gar­ten­schau­en in En­g­land, wo tra­di­tio­nell di

Ein Ausblick in die kom­men­de Saison mit Gar­ten­ar­chi­tek­tin Brit­ta Cox-Bu­se­mann.

FOTOS: Gärt­ner von Eden

Trend 1: Na­tur­na­he Pflan­zun­gen

Die Na­tür­lich­keit kehrt zu­rück. Un­ter die­sen Leit­satz las­sen sich die meis­ten der Ent­wick­lun­gen stel­len, die nach Ein­schät­zung von Brit­ta Cox-Bu­se­mann im kom­men­den Jahr zwi­schen Ter­ras­sen­tür und Gar­ten­zaun Ein­zug hal­ten wer­den. „Die­se wie­der­er­wach­te Lie­be zur Na­tür­lich­keit hat vie­le Fa­cet­ten. Die For­men wer­den wei­cher, die Pflan­zun­gen na­tur­nä­her.“

Trend 2: Bie­nen und Hüh­ner

Klei­ne­re und grö­ße­re Nutz­bee­te sind ge­fragt, auch Bie­nen­stö­cke fin­den sich in im­mer mehr Gär­ten und be­kom­men nun zu­neh­mend Ge­sell­schaft von Hüh­ner­häu­sern: „Das ist ei­gent­lich nur die lo­gi­sche Fort­set­zung der Nasch­bee­te, die schon seit ei­ni­gen Jah­ren sehr ge­fragt sind. Ein biss­chen selbst zu ern­ten oder eben die Früh­stücks­ei­er aus dem Garten statt aus dem Su­per­markt zu ho­len, ist ein­fach toll“, er­klärt die Gar­ten­ge­stal­te­rin. Am liebs­ten wür­den Hob­by­gärt­ner ih­re ei­ge­ne Ern­te dann auch gleich drau­ßen zu­be­rei­ten.

Trend 3: Out­door-Kü­che

Der Grill­boom der letz­ten Jah­re setzt sich fort und be­kommt mit ei­nem im­mer brei­ter wer­den­den An­ge­bot an kom­plett aus­ge­stat­te­ten Au­ßen­kü­chen noch ein­mal neue Nah­rung.

Trend 4: Hei­mat für In­sek­ten

Zum Wunsch nach mehr Na­tür­lich­keit ge­hört auch, In­sek­ten zu­rück in die Gär­ten zu ho­len, sie et­wa mit ei­ner in­sek­ten­freund­li­chen Be­pflan­zung oder In­sek­ten­ho­tels an­zu­lo­cken.

Trend 5: Ge­frag­te Grä­ser

Bei der Pflan­zen­aus­wahl ver­mag Brit­ta Cox-Bu­se­mann kei­ne ein­deu­ti­gen Trends aus­zu­ma­chen, wohl aber Ten­den­zen: „Grä­ser sind nach wie vor ge­fragt und das ganz un­ab­hän­gig vom Gar­ten­stil. Au­ßer­dem steigt ge­ra­de die Nach­fra­ge nach Tul­pen­zwie­beln deut­lich an und oh­ne die li­la oder wei­ßen Ku­geln des Al­li­um scheint im kom­men­den Jahr kaum ein Garten aus­zu­kom­men.“

Trend 6: Qua­li­täts­be­wusst

Bei al­ler Rück­be­sin­nung auf die Na­tur dia­gnos­ti­ziert Brit­ta Cox-Bu­se­mann gleich­zei­tig aber auch ei­ne deut­lich ge­wach­se­ne Un­ge­duld. Ein neu an­ge­leg­ter Garten soll vom Start weg fer­tig aus­se­hen, wes­halb Gar­ten­be­sit­zer be­reit­wil­lig in grö­ße­re – und da­mit teu­re­re – Pflan­zen in­ves­tie­ren. „Ins­ge­samt ist das Qua­li­täts­be­wusst­sein ge­stie­gen“, ist sie über­zeugt

und freut sich dar­über, heißt das doch, dass Gar­ten­be­sit­zer nach­hal­ti­ger agie­ren. So wer­de ver­stärkt nach der Her­kunft der Ma­te­ria­li­en wie St­ein und Holz ge­schaut und wenn mög­lich gern auf Ein­hei­mi­sches ge­setzt. „In Sa­chen Holz ist der­zeit ei­ni­ges in Be­we­gung. Vie­le Un­ter­neh­men ex­pe­ri­men­tie­ren da­mit, hei­mi­sche Höl­zer durch spe­zi­el­le Be­hand­lun­gen halt­ba­rer zu ma­chen“, so die Expertin. Sie emp­fiehlt aber, noch ein paar Jah­re ab­zu­war­ten, da man erst dann mit Si­cher­heit sa­gen kön­ne, ob die neu­en Me­tho­den das hal­ten, was sie ver­spre­chen.

Trend 7: Hoch­wer­ti­ge Flie­sen

Ein im Garten noch re­la­tiv neu­er Werk­stoff ist Ke­ra­mik in Gestalt hoch­wer­ti­ger Flie­sen, die teils kaum von Na­tur­stein zu un­ter­schei­den sind. An­ders als in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sieht Brit­ta Cox-Bu­se­mann all­mäh­lich ei­ne Ab­kehr von groß­for­ma­ti­gen Bo­den­plat­ten: „Die Bo­den­be­lä­ge wer­den wie­der klein­tei­li­ger, es gibt jetzt Se­ri­en mit un­ter­schied­li­chen For­ma­ten, die sich mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren las­sen. Das nimmt dem Garten das For­ma­le, lässt ihn na­tür­li­cher und in­di­vi­du­el­ler aus­se­hen.“

Kei­ne Hu­de­lei Gar­ten­be­sit­zer le­gen Wert auf ei­ne gu­te Pla­nung und Aus­füh­rung.

Nütz­lin­ge Platz ist in der kleins­ten In­sek­ten-Hüt­te. Ver­lo­ckend Schmet­ter­lin­ge und Bie­nen freu­en sich über Nekt­ar­quel­len.

Na­tür­lich Ein sol­cher Sta­ke­ten­zaun braucht nicht stramm ste­hen.

Out­door-Kü­che Das Ko­chen im Frei­en macht Lau­ne und fin­det im­mer mehr An­hän­ger.

Ki­ke­ri­ki Häh­ne krä­hen in den Gär­ten und Hen­nen lie­fern fri­sche Eier.

Bun­te Zei­ten Nicht for­mal und per­fekt, son­dern le­ger und na­tur­nah lau­tet die De­vi­se für 2018.

Qua­li­tät Das Ma­te­ri­al darf ger­ne hoch­wer­tig sein.

Am­bi­en­te Schö­ne Gar­ten­mö­bel wer­ten die Ter­ras­se auf.

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