SISSINGHURST CASTLE

Selbst im Win­ter ha­ben Gär­ten ih­ren Reiz. Wo sich in der Haupt­sai­son vie­le Be­su­cher tum­meln, herrscht nun Stil­le.

Garden Style - - INHALT - TEXT: Kirs­ten Jo­han­son • FOTOS: Na­tio­nal Trust Images, John Mil­ler (3), Da­vid Sell­mann (2)

Wenn am En­de der Saison der gro­ße Be­su­cher­an­sturm vor­bei ist, kehrt Stil­le in die Gär­ten ein.

Die At­mo­sphä­re hat et­was von Dorn­rös­chen­schlaf. Der hek­ti­sche All­tag hat Sen­de­pau­se, er wird ein­fach mal für ein paar St­un­den auf Eis ge­legt. Warm ein­ge­packt macht es so­gar Spaß, durch die Parks zu schlen­dern, die fri­sche Luft in sich auf­zu­sau­gen und vor al­lem die Ru­he auf sich wir­ken zu las­sen. Un­be­ein­druckt von den kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren zei­gen sich Win­ter­blü­her wie Ha­ma­me­lis, Hel­le­bo­rus und Ga­lan­thus. Eng­li­sche Gar­ten­bau­kunst und Sissinghurst Castle Garden wer­den oft in ei­nem Atem­zug ge­nannt. „His­to­risch, poe­tisch, iko­nisch und der Schön­heit ge­wid­met“– mit die­sen Wor­ten be­schreibt der Na­tio­nal Trust den Ort. Oh­ne das Wir­ken der Schrift­stel­le­rin

Im Be­sitz des Na­tio­nal Trust sind his­to­ri­sche Ge­bäu­de und Gär­ten, Kir­chen, Schlös­ser, Müh­len und Pubs. Auch Küs­ten, Wäl­der, Moo­re, Strän­de und an­de­re Land­schaf­ten ste­hen un­ter dem Schutz des Na­tio­nal Trust. Der Er­halt geht Hand-in-Hand mit der öf­fent­li­chen Zu­gäng­lich­keit. Sissinghurst ge­hört mit jähr­lich über 160.000 Be­su­chern zu ei­ner der be­lieb­tes­ten Gar­ten­an­la­gen der Welt. Auf dem rund fünf Hekt­ar gro­ßen Ge­län­de mit groß­zü­gi­gen Ra­sen­flä­chen und opu­lent be­pflanz­ten Ra­bat­ten be­fin­den sich fünf Ge­bäu­de aus der Tu­dor-Zeit. Im Zen­trum ei­nes Be­suchs ste­hen die zehn Gar­ten­räu­me. Je­der Raum un­ter­schei­det sich in Far­be, Duft und Be­pflan­zung. Po­pu­lär ist der mo­no­chro­me „Wei­ße Garten“, in dem sich die Far­be der Blü­ten auf al­le Nuan­cen von Weiß be­schränkt. Der Kräu­ter­gar­ten soll ei­ner der ar­ten­reichs­ten En­g­lands sein. Na­tür­lich gibt es auch ei­nen Ro­sen­gar­ten. Wer sie in ih­rer gan­zen Pracht se­hen will, soll­te sich den Ju­ni vor­mer­ken, denn die al­ten Sor­ten blü­hen nur ein­mal im Jahr. Vom 1560 er­bau­ten Turm hat man ei­ne tol­le Aus­sicht. Hier kann man ei­nen Blick in Vi­tas Schreib­zim­mer wer­fen und sich über die Ge­schich­te des Gar­tens in­for­mie­ren.

Kalt­scha­le Im Kräu­ter­gar­ten herrscht win­ter­li­che Ru­he. Die St­ein­lö­wen tra­gen es mit Fas­sung. Wie mit dem Li­ne­al ge­zo­gen wir­ken die ex­akt ge­schnit­te­nen Buchs­he­cken, die geo­me­trisch die Bee­te ein­fas­sen.

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