Klaus Wo­wer­eit

Re­gie­ren­der Bür­ger­meis­ter von Ber­lin (SPD) Go­verning Mayor of Ber­lin (SPD)

Gay Friendly Germany - - Magazin | Up Front -

War­um ist ein CSD Ih­rer Mei­nung nach heu­te noch wich­tig? Weil er wie in ei­nem Brenn­glas die An­lie­gen der Com­mu­ni­ty bün­delt und Auf­merk­sam­keit für ge­sell­schaft­li­che De­fi­zi­te und de­ren Über­win­dung schafft. Und weil man auch in Ber­lin nicht glau­ben darf, dass nicht mehr ge­gen Dis­kri­mi­nie­rung von Schwu­len und Les­ben ge­kämpft zu wer­den braucht. Zu wel­chem CSD ge­hen Sie? Das wer­de ich ganz spon­tan ent­schei­den. Stel­len Sie sich vor, Sie hät­ten als (Ho­mo-)Fee drei Wün­sche frei – wel­che wä­ren das? Wir sind al­le frei­er, wenn al­le un­se­re Mit­men­schen, egal ob schwul, les­bisch, trans­gen­der oder he­te­ro, mit glei­chen Rech­ten nach ih­rem ei­ge­nen Glück stre­ben kön­nen. Das sind mehr als drei Wün­sche, aber dies soll­te Ziel im Kampf ge­gen Dis­kri­mi­nie­rung sein – auch in Deutsch­land, zum Bei­spiel in Fra­gen der Ad­op­ti­on. Wo in Eu­ro­pa müss­te et­was für LGBTI-Rech­te ge­tan wer­den? In Russ­land und ei­ni­gen ost­eu­ro­päi­schen Län­dern ver­schärft sich die Si­tua­ti­on Ho­mo­se­xu­el­ler mas­siv. Dort ist si­cher­lich drin­gend An­lass zu ei­ner Kurs­än­de­rung. Aber auch in an­de­ren Tei­len des Kon­ti­nents gibt es im­mer wie­der In­to­le­ranz und auch Ge­walt ge­gen Min­der­hei­ten.

Why do you think CSD is still im­portant to­day? Be­cau­se, li­ke a lens, it fo­cu­ses the con­cerns and ob­jec­tives of the com­mu­ni­ty and draws at­ten­ti­on to so­ci­al de­fi­ci­en­cies and how to over­co­me them. And be­cau­se you can­not think that the­re doe­sn’t need to be a strugg­le against the dis­cri­mi­na­ti­on of gays and les­bi­ans, even in Ber­lin. Which CSD will you at­tend? I’ll ma­ke a spon­ta­neous de­ci­si­on. Ima­gi­ne a litt­le (gay) fai­ry gran­ted you th­ree wis­hes. What would they be? We are all fre­er when all of our fel­low hu­man beings, re­gard­less if they’re gay, les­bi­an, trans­gen­der or he­te­ro, ha­ve the sa­me rights to be ab­le to pur­sue their own hap­pi­ness. That is mo­re than th­ree wis­hes, but this should be the go­al in the strugg­le against dis­cri­mi­na­ti­on – in Ger­ma­ny, too, for in­stan­ce on the qu­es­ti­on of ad­op­ti­on. Whe­re in Eu­ro­pe are the­re things that still need to be do­ne for LBGTI rights? In Rus­sia and nu­merous eas­tern Eu­ro­pean coun­tries the si­tua­ti­on for ho­mo­se­xu­als is be­co­m­ing pro­gres­si­ve­ly worse. The­re is cer­tain­ly an ur­gent need to chan­ge cour­se. But time and again the­re is in­to­leran­ce as well as vio­lence against mi­no­ri­ties on other parts of the con­ti­nent.

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