Gu­te Ar­chi­tek­tur im Mu­se­um

Bei­trä­ge zum Hu­go-Hä­ring-Wett­be­werb zeigt ei­ne Aus­stel­lung mit aus­ge­zeich­ne­ten Bau­ten in der Kunst­hal­le Göp­pin­gen.

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Kreis Göp­pin­gen. Bei­trä­ge zum Hu­go-Hä­ring-Wett­be­werb zeigt ei­ne Aus­stel­lung mit aus­ge­zeich­ne­ten Bau­ten in der Kunst­hal­le Göp­pin­gen. Zu se­hen sind al­le für den Wett­be­werb ein­ge­reich­ten Bei­trä­ge aus den Krei­sen Ess­lin­gen und Göp­pin­gen.

Gu­te Ar­chi­tek­tur ist kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Die­se Bin­sen­weis­heit wird jetzt durch ei­ne Aus­stel­lung in der Kunst­hal­le Göp­pin­gen nicht nur dick un­ter­stri­chen, son­dern auch plas­tisch her­aus­ge­ar­bei­tet. Die Schau „Aus­ge­zeich­ne­te Ar­chi­tek­tur. Hu­go-Hä­ring-Aus­zeich­nung“wird am Frei­tag in der Kunst­hal­le Göp­pin­gen er­öff­net.

Zu se­hen sind al­le für den Wett­be­werb ein­ge­reich­ten Bei­trä­ge aus den Krei­sen Ess­lin­gen und Göp­pin­gen. Nach Gruß­wor­ten von Ar­chi­tekt Pe­ter Micha­el Dau­ner vom BDA Ess­lin­gen/Göp­pin­gen, dem Göp­pin­ger Bau­bür­ger­meis­ter Hel­mut Renft­le und Kunst­hal­len­lei­ter Wer­ner Mey­er gibt es ei­nen Fest­vor­trag von Pro­fes­sor Ni­ko­laus Kränz­le und – als vor­aus­sicht­li­cher Hö­he­punkt – die Ver­lei­hung der Hu­go-Hä­ring-Aus­zeich­nun­gen.

Leicht ha­ben es Ar­chi­tek­ten nicht. Ih­re Ent­wür­fe müs­sen sich be­haup­ten im Kräf­te­ver­hält­nis zwi­schen den Vor­ga­ben in den Be­bau­ungs­plä­nen der Kom­mu­nen, der Funk­ti­on des Ge­bäu­des und den In­ter­es­sen des Bau­herrn, aber auch den äs­the­ti­schen Vor­stel­lun­gen ei­nes an­ge­mes­se­nen Ein­fü­gens in Quar­tier und Stadt. Da­bei ist die Ar­chi­tek­tur ein we­sent­li­cher Teil der Kul­tur ei­ner Ge­sell­schaft, des Stadt­bil­des, des ur­ba­nen oder pri­va­ten Le­bens.

Aus­ge­zeich­ne­te Ar­chi­tek­tur soll­te aber noch mehr sein: Das Ein­ma­li­ge steht zur De­bat­te, Zeit­geist und die be­son­de­re Idee. Das Hand­werk und die ge­sell­schaft­li­che Ver­stän­di­gung sind die Vor­aus­set­zung, es gibt Re­geln und mo­di­sche Er­schei­nun­gen. „Aber wenn das al­les nicht auch durch­bro­chen wer­den kann für et­was Uner­war­te­tes und Be­son­de­res und mög­li­cher­wei­se Ein­ma­li­ges, dann gä­be es kei­ne Ent­wick­lung, kei­nen Fort­schritt, kein Ziel, für das es sich lohn­te zu rei­sen“, heißt es in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung der Ar­chi­tek­ten­kam­mer.

War­um fah­ren wir in frem­de Städ­te? Wir sind neu­gie­rig auf die Ar­chi­tek­tur, wie sie Zei­chen setzt, Ge­schich­te und Ge­gen­wart ei­ner Stadt in­ter­es­sant macht. „In ei­ner Zeit, wo von al­len Sei­ten die Di­gi­ta­li­sie­rung und me­dia­le, vir­tu­el­le Wel­ten pro­kla­miert wer­den, be­haup­tet die Ar­chi­tek­tur ih­re Exis­tenz, ana­log, in St­ein, Be­ton, Holz ge­klei­de­te Form, in der man tat­säch­lich lebt, wohnt und ar­bei­tet“, heißt es wei­ter.

Fo­to: Bri­gi­da Gon­za­lez

Ei­ne Hu­go-Hä­ring-Aus­zeich­nung er­hält un­ter an­de­rem das Kom­pe­tenz­cen­ter Sü­ßen der Kreis­spar­kas­se Göp­pin­gen. Er­stellt wur­de das Ge­bäu­de im Jahr 2015 von Til­man Schalk so­wie dem Göp­pin­ger Ar­chi­tek­ten­bü­ro „dau­ner rom­mel schalk“.

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