Sich der Volks­krank­heit an­neh­men

Te­le­fon­ak­ti­on zum The­ma Dia­be­tes kam bei den Le­sern gut an.

Geislinger Zeitung - - Blick In Die Welt - Nadine Vogt

Göp­pin­gen.

Das The­ma Dia­be­tes be­wegt die Men­schen. Das hat auch die jüngs­te Te­le­fon­ak­ti­on der NWZ ge­zeigt. Fünf Ex­per­ten, die sich rund um die Volks­krank­heit bes­tens aus­ken­nen, sa­ßen be­reit, nah­men die Hö­rer ab, be­ant­wor­te­ten Fra­gen und er­klär­ten. Mehr als 60 An­ru­fe gin­gen ein.

„Fast al­le mei­ne An­ru­fer hat­ten Fra­gen zu ih­rer ak­tu­el­len The­ra­pie“, be­rich­tet Tan­ja Kar­be, die Dia­be­to­lo­gin und In­ter­nis­tin in der Fünf-Tä­ler-Pra­xis in Geis­lin­gen ist. Ob das, was der Haus­arzt bei­spiels­wei­se vor Jah­ren ver­ord­net ha­be, im­mer noch den Stan­dards der Dia­be­tes-Be­hand­lung ent­spre­che. „Bei dem ei­nen oder an­de­ren gä­be es hier si­cher Op­ti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten“, sagt Tan­ja Kar­be. Denn wenn seit 25 Jah­ren die glei­chen Me­di­ka­men­te ver­wen­det wür­den, ent­spre­che das nicht mehr der neu­es­ten For­schung. Mit dem Haus­arzt soll­te des­halb das Ge­spräch ge­sucht wer­den, der nächs­te Schritt sei der Gang zum Dia­be­to­lo­gen. Denn Haus­ärz­te sind All­ge­mein­me­di­zi­ner, eben nicht auf Krank­hei­ten wie Dia­be­tes spe­zia­li­siert.

Das ist auch Dr. Ste­phen Schrö­der ein An­lie­gen. Der Chef­arzt, Dia­be­to­lo­ge, In­ter­nist und Kar­dio­lo­ge an der Kli­nik am Ei­chert be­tont, wie wich­tig es sei, dass Be­trof­fe­ne sich der Sa­che an­neh­men und die Me­di­ka­ti­on der so­ge­nann­ten Volks­krank­heit aus Ge­wohn­heit nicht ein­fach wei­ter­lau­fen las­sen. „Es tut sich ja sehr viel in den letz­ten Jah­ren“, sagt Dr. Schrö­der. Neue The­ra­pie­for­men, Me­di­ka­men­te, Be­hand­lungs­an­sät­ze. „Da­für sind ge­ra­de auch sol­che Ver­an­stal­tun­gen gut.“

Vie­le An­ru­fer woll­ten so­wohl bei Dr. Schrö­der als auch bei Ober­arzt Dr. Ni­co­lai Hei­se, Dia­be­to­lo­ge und In­ter­nist in der Geis­lin­ger Hel­fen­stein-Kli­nik ab­klä­ren, ob Be­schwer­den wie Neu­ro­pa­thi­en, un­ru­hi­ge Bei­ne („Rest­less-legs-Syn­drom“) oder chro­ni­sches Völ­le­ge­fühl im Zu­sam­men­hang mit der Dia­be­tes-Er­kran­kung ste­hen könn­ten. „Das kann im Ein­zel­fall sein, muss aber nicht“, sagt Dr. Schrö­der.

Ober­arzt Dr. Hei­se rät, ne­ben dem Dia­be­to­lo­gen, bei dem ei­ne re­gel­mä­ßi­ge Kon­trol­le schon al­lei­ne we­gen der rich­ti­gen In­su­lin­do­sie­rung wich­tig ist, auch an­de­re Ex­per­ten wie bei­spiels­wei­se ei­nen Neu­ro­lo­gen zu Ra­te zu zie­hen.

Bei Sa­bi­ne Spieß, Er­näh­rungs­be­ra­te­rin und Dia­be­tes-As­sis­ten­tin der AOK hat ei­ne Pfle­ge­dienst­lei­te­rin die Gunst der St­un­de ge­nutzt, um nach ei­ner Fort­bil­dung für ih­re Pfle­ge­kräf­te an­zu­fra­gen. Die­sem Wunsch wer­de Sa­bi­ne Spieß ger­ne nach­kom­men, ver­si­chert sie.

Dia­be­tes-Sym­po­si­um:

Am Don­ners­tag, 19. Ok­to­ber, fin­det von 14 bis 21 Uhr das 6. Göp­pin­ger Dia­be­tes-Sym­po­si­um (Ge­sund­heits­tag) mit 13 hoch­ka­rä­ti­gen Re­fe­ren­ten in der Göp­pin­ger Stadt­hal­le statt. Der Ein­tritt kos­tet drei Eu­ro.

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