Jun­ge In­ter­es­sen ver­tre­ten

Der Ju­gend­ge­mein­de­rat in Geis­lin­gen hat neue Mit­glie­der be­grüßt, al­te ver­ab­schie­det und ei­ni­ge Ent­schei­dun­gen ge­trof­fen.

Geislinger Zeitung - - Geislingen - Von An­ge­li­na Neu­wirth

Ich hof­fe, ihr nehmt eu­re Auf­ga­be ernst“, sag­te Vic­to­ria Ku­tek, die ehe­ma­li­ge Ju­gend­ge­mein­de­rä­tin, zu den Neu­lin­gen. Beim Tref­fen des Ju­gend­ge­mein­de­ra­tes (JGR) am ver­gan­ge­nen Sams­tag im Geis­lin­ger Rat­haus gab es viel zu be­spre­chen. Ei­ni­ge Ju­gend­ge­mein­de­rä­te, dar­un­ter lang­jäh­ri­ge Mit­glie­der, wur­den von Ober­bür­ger­meis­ter Frank Deh­mer und Ge­schäfts­füh­re­rin Sa­rah Buch­wald ver­ab­schie­det. Deh­mer lob­te das En­ga­ge­ment der Ehe­ma­li­gen. Den neu­en Rä­ten leg­te er na­he, dass es wich­tig sei, zu den Tref­fen zu kom­men, um die Auf­ga­ben bes­ser zu ver­tei­len.

Vic­to­ria Ku­tek be­dank­te sich bei ih­rem Ab­schied aus dem Rat beim Ober­bür­ger­meis­ter und be­son­ders bei Sa­rah Buch­wald für die schö­ne Zeit und die gro­ße Un­ter­stüt­zung. Die Neu­lin­ge er­mun­ter­te sie: „Hängt euch da rein, es macht Spaß wenn man wirk­lich mit­macht“.

Die neu­en Ju­gend­ge­mein­de­rä­te stell­ten sich selbst vor und hör­ten zu, als Deh­mer aus der Ge­schäfts­ord­nung die Ziel­set­zung vor­las. Max Er­hardt und Kai Hum­mel – eben­falls un­ter den ver­ab­schie­de­ten Rä­ten – er­klär­ten, was der Ju­gend­ge­mein­de­rat ist und wie er ar­bei­tet. Er ver­tritt

un­ter­schied­li­che Al­ters­grup­pen auf kom­mu­na­ler Ebe­ne. Je­der der Ju­gend­ge­mein­de­rä­te kann selbst ent­schei­den, wel­che The­men und Pro­jek­te er für „ju­gend­re­le­vant“hält und kann bei Pro­jek­ten mit­ein­be­zo­gen wer­den, die ju­gend­li­che In­ter­es­sen ver­tre­ten. Die Ju­gend­li­chen ha­ben An­trags- und Re­de­recht im Ge­mein­de­rat.

Au­ßer­dem stell­ten Er­hardt und Hum­mel die Pro­jek­te und Ak­tio­nen vor, an de­nen der JGR sich be­tei­ligt, wie die Wahl-Street und der Welt­kin­der­tag. Es folg­ten die Neu­wah­len für un­ter­schied­li­che Po­si­tio­nen im Rat: Spre­cher, Ver­tre­ter beim Stadt­ju­gend­ring, De­le­gier­te beim Dach­ver­band und vie­le wei­te­re Stel­len muss­ten ab­ge­deckt wer­den. Stadt­ju­gend­re­fe­rent Klaus Ni­ckel stell­te den neu­en Ju­gend­ge­mein­de­rä­ten das Stadt­ju­gend­re­fe­rat und das Netz­werk „Ju­gend­be­tei­li­gung Geis­lin­gen“vor. Er be­rich­te­te au­ßer­dem, dass an­statt ei­nes ge­plan­ten Ju­gend­fo­rums im nächs­ten Jahr ei­ne gan­ze Pro­jekt­wo­che für Ju­gend­li­che vor­ge­se­hen ist.

Ge­mein­sam ha­ben die Ju­gend­ge­mein­de­rä­te be­schlos­sen, das Fuß­ball­tur­nier 5-Tä­ler-Cup ab­zu­set­zen. Es wür­de nicht gut an­ge­nom­men und ei­ni­ge Schu­len führ­ten be­reits ei­ge­ne Tur­nie­re durch. Im Ja­nu­ar wird ein Se­mi­nar statt­fin­den, bei dem die Ju­gend­li­chen über­le­gen wol­len, was sich als Al­ter­na­ti­ve an­bie­tet. Ak­tio­nen und Pro­jek­te, an de­nen der JGR sich die­ses Jahr noch be­tei­ligt: Kom­men­den Sonn­tag ist der Volks­trau­er­tag. Die Ju­gend­ge­mein­de­rä­te hel­fen beim Spen­den­sam­meln für die Kriegs­grä­ber­für­sor­ge. Ge­mein­sam mit OB Deh­mer hal­ten die Spre­cher ei­ne Ge­denk­re­de und le­gen die Krän­ze auf dem Fried­hof Hei­li­ge­nä­cker nie­der.

Wie schon im Vor­jahr or­ga­ni­siert der Ju­gend­ge­mein­de­rat die Ak­ti­on „Weih­nachts­baum der Kin­der­wün­sche“(wir be­rich­te­ten). Fi­nan­zi­ell schwä­cher ge­stell­te Fa­mi­li­en kön­nen bis zum kom­men­den Frei­tag, 17. No­vem­ber, bei so­zia­len Ein­rich­tun­gen Wunsch­zet­tel für ih­re Kin­der ab­ho­len und die­se aus­ge­füllt zu­rück­ge­ben. Die Bäu­me wer­den am 23. No­vem­ber ge­holt und in der Stadt­bü­che­rei so­wie in der Fi­lia­le der Kreis­spar­kas­se am Stern­platz auf­ge­stellt.

Es macht Spaß, wenn man wirk­lich mit­macht.“Vic­to­ria Ku­tek

Ehe­ma­li­ge Ju­gend­ge­mein­de­rä­tin

Fo­to: Mar­kus Sont­hei­mer

Dort wird jun­ge Po­li­tik ge­macht: Im Rats­saal hat sich am ver­gan­ge­nen Sams­tag der Geis­lin­ger Ju­gend­ge­mein­de­rat ge­trof­fen. Al­tes und neu­es Gre­mi­um wa­ren bei der Sit­zung noch ge­mein­sam ver­sam­melt.

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