Bad Über­kin­ger Ther­me schreibt ro­te Zah­len

Jah­res­rech­nung Die Bad Über­kin­ger Ther­me hat 2016 ei­nen Ver­lust von 541 976 Eu­ro ge­macht. Ge­mein­de­rat mahnt Spar­maß­nah­men an. Von Ralf Hei­se­le

Geislinger Zeitung - - Vorderseite -

Bad Über­kin­gen. Das Bad Über­kin­ger Ther­mal­bad hat im Jahr 2016 ei­nen Ver­lust von rund 540 000 Eu­ro ge­schrie­ben. Ein Grund: Es ka­men we­ni­ger Ba­de­gäs­te.

Das Bad Über­kin­ger Ther­mal­bad hat im Jahr 2016 ei­nen Ver­lust von 541 976 Eu­ro ein­ge­fah­ren. Die Ver­bind­lich­kei­ten des als Ei­gen­be­trieb ge­führ­ten Bads be­lie­fen sich En­de 2016 auf 3,6 Mil­lio­nen Eu­ro. Das geht aus der Jah­res­rech­nung her­vor, die Käm­me­rer Mat­thi­as Schmid in der jüngs­ten Rats­sit­zung vor­ge­stellt hat. Das Ther­mal­bad be­such­ten ins­ge­samt 64 013 Ba­de­gäs­te, das wa­ren rund 1800 we­ni­ger als noch im Jahr 2015. Al­lein beim Ein­tritts­geld mach­te dies ein Mi­nus von 37 578 Eu­ro aus. Et­was auf­ge­bes­sert wur­de die Sta­tis­tik durch die 1451 Gäs­te der neu­en Salz­grot­te. Um 5,6 Pro­zent ge­stie­gen sind die ge­sam­ten be­trieb­li­chen Auf­wen­dun­gen wie Ma­te­ri­al- und Per­so­nal­kos­ten. Er­freu­lich ist, dass die be­triebs­be­ding­ten Ener­gie­kos­ten ge­gen­über dem Plan­an­satz um 35 000 auf 193 000 Eu­ro ge­senkt wer­den konn­ten.

Meh­re­re Rats­mit­glie­der mahn­ten Spar­maß­nah­men im Bad an. Vor al­lem Alex­an­der Geis for­der­te, „al­le He­bel um­zu­le­gen, sonst wer­den wir die To­ten­grä­ber des Bads.“Den Ab­man­gel von über ei­ner hal­ben Mil­li­on Eu­ro nann­te er er­schre­ckend – „es darf kein wei­ter so ge­ben.“Der Ge­mein­de­rat wird nun in ei­ner Klau­sur­ta­gung dar­über be­ra­ten, wie man das Bad ef­fi­zi­en­ter und da­mit spar­sa­mer be­trei­ben kann.

Zu­rück zur Jah­res­rech­nung: Im Kern­haus­halt fiel das Er­geb­nis 2016 „po­si­ti­ver als ge­plant aus“, be­rich­te­te der Käm­me­rer. Die Steu­er­ein­nah­men (ins­be­son­de­re bei der Ge­wer­be­steu­er) be­scher­ten der Ge­mein­de hö­he­re Ein­nah­men als noch 2015. Un­term Strich er­wirt­schaf­te­te man statt ge­plan­ter 48 330 Eu­ro ei­ne Zu­füh­rungs­ra­te von knapp über ei­ner Mil­li­on Eu­ro in den Ver­mö­gens­haus­halt. Ein Teil der Über­schüs­se (577 390 Eu­ro) wur­den in die Rück­la­gen ge­steckt, gleich­zei­tig sank der Schul­den­stand von 1,83 auf 1,75 Mi­lio­nen Eu­ro.

Hin­ter dem 105 Sei­ten star­ken Zah­len­werk ste­cken mit­un­ter auch Nach­rich­ten: Un­ter der Haus­halts­stel­le 1.1100.6680 (Öf­fent­li­che Ord­nung. Sach­aus­ga­ben) fin­den sich Mehr­aus­ga­ben von knapp 140 000 Eu­ro. Bür­ger­meis­ter Mat­thi­as Heim er­klär­te, was es da­mit auf sich hat: „Das Geld muss­ten wir aus­ge­ben, um den Bau­schutt des ab­ge­brann­ten Hau­ses in Un­ter­böh­rin­gen zu ent­sor­gen.“Die Ge­mein­de sei der­zeit da­bei, das Geld von der Ver­si­che­rung des Grund­stück­be­sit­zers ein­zu­kla­gen. Der Ge­richts­ter­min wur­de mehr­fach ver­scho­ben, Stand heu­te soll im Mai ver­han­delt wer­den.

Fo­to: Clau­dia Burst

So vie­le Gäs­te wie beim Ster­ne­ba­den wün­schen sich die Ge­mein­de­rä­te öf­ters im Bad Über­kin­ger Ther­mal­bad.

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