„Nak­ba“wird ge­zeigt

Geislinger Zeitung - - Gottesdienste -

Die evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­mein­de in Hei­nin­gen hält an ih­rem Vor­ha­ben fest, die um­strit­te­ne Pa­läs­ti­nen­ser-Aus­stel­lung „Nak­ba“in ih­rer Kir­che zu zei­gen. Die Schau hel­fe, die Hin­ter­grün­de der „im Mo­ment aus­sichts­lo­sen Si­tua­ti­on“im Na­hen Os­ten zu ver­ste­hen, sag­te Ge­mein­de­pfar­rer Rein­hard Hauff dem Evan­ge­li­schen Pres­se­dienst (epd). Die Aus­stel­lung sorg­te in den ver­gan­ge­nen Wo­chen an meh­re­ren Or­ten für Kon­tro­ver­sen. Kri­ti­ker nann­ten sie an­ti­se­mi­tisch. Erst jüngst war ei­ne ähn­lich kon­zi­pier­te Schau, die in der Köl­ner Lu­ther­kir­che ge­zeigt werden soll­te, ab­ge­sagt wor­den.

Im Sep­tem­ber hat­te „Nak­ba“im Haus der Ka­tho­li­schen Kir­che in Stutt­gart und in der Evan­ge­li­schen Aka­de­mie Bad Boll Streit aus­ge­löst. Die Deutsch-Is­rae­li­sche Ge­sell­schaft nann­te sie „an­ti­se­mi­tisch“. Der An­ti­se­mi­tis­mus-Be­auf­trag­te der ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­re­gie­rung, Micha­el Blu­me, kri­ti­sier­te ih­re Ein­sei­tig­keit.

Die Hei­nin­ger Micha­els­kir­che zeigt die Schau „Nak­ba“(„Ka­ta­stro­phe“), die die Ver­trei­bung von Pa­läs­ti­nen­sern nach der Staats­grün­dung Is­ra­els dar­stellt, vom 11. bis 21. No­vem­ber im Rah­men ei­ner öku­me­ni­schen Frie­dens­wo­che. An ei­nem Abend wer­de man auch an die Reichs­po­grom­nacht und die deut­sche Schuld ge­gen­über den Ju­den er­in­nern, kün­dig­te Pfar­rer Hauff an. „Wir wol­len je­der Form von An­ti­se­mi­tis­mus be­geg­nen.“Un­ter­stützt wird die Schau von ei­nem Bünd­nis christ­li­cher Or­ga­ni­sa­tio­nen.

Pfar­rer Rein­hard Hauff in Hei­nin­gen wird die Aus­stel­lung zei­gen.

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