Am­peg Ana­log Bass Preamp & Scram­bler Bass Over­dri­ve, Bass-fx

Am­peg Clas­sic Ana­log Bass Preamp & Scram­bler Bass Over­dri­ve Der Am­peg- Sound schiebt Pfund, und das ver­bin­det man mit ei­ner fet­ten An­la­ge. Zwei klei­ne Pe­da­le sol­len das prak­ti­scher­wei­se auch oh­ne Schlep­pe­rei ab­ruf­bar ma­chen, ein Preamp für die grund­sätz­li

Gitarre & Bass - - Inhalt - TEXT Dirk Groll FO­TOS Die­ter Stork

Den Scram­bler gab es schon ein­mal in den 1970ern, spä­ter wie­der auf­ge­ru­fen als Over­dri­ve in der SCR-DI und nun als se­pa­ra­tes Zer­rer-pe­dal er­hält­lich. Auch die Preamp-schal­tung mit dem klas­si­schen 3Band To­ne St­ack kommt nicht von un­ge­fähr und sieht der ent­spre­chen­den Aus­stat­tung der uni­ver­sell aus­ge­stat­te­ten DI-BOX (Test Am­peg SCR-DI in Aus­ga­be 07/2015) ver­däch­tig ähn­lich.

prak­tisch und wer­tig

Sta­bi­li­tät ist für ein hoch­wer­ti­ges Pe­dal wich­tig, schließ­lich wird es re­gel­mä­ßig mit Fü­ßen ge­tre­ten und soll­te das schad­los weg­ste­cken kön­nen: Preamp und Scram­bler sit­zen in sehr ro­bus­ten Alugus­sGe­häu­sen, die zu­dem auch schmuck und wer­tig rü­ber­kom­men. Je­weils vier Reg­ler sind vor­han­den, die mit klei­nen und eben­falls sta­bil wir­ken­den Chi­cken­head-po­tiknöp­fen be­stückt sind. Beim Scram­bler sind Vo­lu­me, Dri­ve, Blend und Treb­le stu­fen­los ein­stell­bar, beim Preamp Vo­lu­me, Bass, Mid und Treb­le. Zu­sätz­lich sind noch zwei Schalt­tas­ten vor­han­den, an de­nen die Am­peg-ty­pi­schen Pre­sets Ul­tra Hi und Ul­tra Lo ab­ge­ru­fen wer­den kön­nen. Die ana­lo­ge Schal­tung bei­der Pe­da­le ist mit ei­nem True-by­pass-fuß­schal­ter kom­bi­niert, der Schalt­sta­tus wird durch blaue Leucht­di­oden an­ge­zeigt. Fle­xi­bi­li­tät bringt die wahl­wei­se Strom­ver­sor­gung per Ste­cker­netz­teil oder Bat­te­rie. Han­dels­üb­li­che 9-Volt-netz­tei­le kön­nen ver­wen­det wer­den, im Bat­te­rie­be­trieb sind ca. 50 St­un­den mög­lich, da bei­de Am­peg-pe­da­le mit 9,2 ma (Scram­bler) bzw. 10,7 ma (Preamp) kei­ne Strom­spa­rer sind. Et­was läs­tig ist beim re­gel­mä­ßi­gen Bat­te­rie­wech­sel, dass je­weils die Bo­den­plat­te ab­ge­schraubt wer­den muss – aber dar­an sind Pe­da­lis­ten ja in al­ler Re­gel ge­wöhnt.

das klang­ver­spre­chen

Viel wich­ti­ger ist al­ler­dings, dass Am­peg hier die Klang­ver­spre­chen hält, die klei­nen Sound- Ma­cher al­so tat­säch­lich den ty­pi­schen Klang der Mar­ke brin­gen. Ein­deu­tig lässt sich das je­den­falls beim Clas­sic Ana­log Bass Preamp wahr­neh­men, der wirk­lich den sat­ten Am­peg- Ton her­vor­bringt. Mild und fein va­ri­ier­bar, formt das klas­si­sche To­ne St­ack den In­stru­men­ten­klang tat­säch­lich wie ein Röh­ren- Amp, der Un­ter­schied zu mo­der­ne­ren, spit­ze­ren und ex­tre­me­ren Equa­li­zern ist nicht zu über­hö­ren. Ins­be­son­de­re die Ein­stel­lun­gen mit her­aus­ge­dreh­ten Mit­ten und auf­ge­dreh­ten Bäs­sen brin­gen bul­li­ge Svt-äs­t­he­tik ins Spiel, aus­ge­spro­chen fi­li­gran las­sen sich da­zu die run­den Hö­hen do­sie­ren. Auch bei her­aus­ge­nom­me­ner Bril­lanz bleibt der Sound stim­mig und wirkt nicht dumpf; je­de Ein­stel­lung der Klan­g­reg­ler er­gibt sinn­vol­le Va­ri­an­ten. Nur bei ganz auf­ge­dreh­ten Hö­hen wird ein we­nig Rau­schen ver­nehm­bar, aber auch das kann man ja als au­then­ti­sche Clas­sic- Kom­po­nen­te be­grei­fen. Noch­mals bul­li­ger wirkt das Er­geb­nis durch das pas­si­ve Utra-Lo- Fil­ter, wel­ches Prä­sen­zen her­aus­nimmt und da­durch das Fun­da­ment nach vor­ne holt, wäh­rend am Ul­tra- Hi- Schal­ter die Bril­lanz- High­lights in an­ge­mes­se­ner Do­sis in den Vor­der­grund ge­bracht wer­den. Beim Scram­bler sind gleich drei Reg­ler vor­han­den, um den Zerr­klang ziel­ge­nau auf den Punkt zu brin­gen. Dri­ve be­stimmt das Maß der Über­steue­rungs­ver­zer­rung, aus­ge­hend vom ein­set­zen­den Crunch nur bei Pe­gel­spit­zen bis hin zur per­ma­nen­ten, gro­ben Ton­ver­zer­rung, die wun­der­bar tief­mit­ten­stark und fet­zig prä­sen­tiert wird. Am Blend-reg­ler mischt man die nun vor­ge­wähl­te Zerrin­ten­si­tät mit dem Cle­an-an­teil des Bass­tons, schließ­lich be­nö­tigt man ja nicht im­mer die vol­le Dröh­nung, aber fet­zen soll es den­noch. Das Vo­lu­me-po­ti dient schließ­lich zum Aus­gleich von Pe­gel­sprün­gen beim Ein- und Aus­schal­ten des Ef­fekts; selbst bei sehr mild ein­ge­stell­tem Dri­ve sind hier noch ei­ni­ge Re­ser­ven vor­han­den, um ei­nen ge­wünsch­ten Boost des Zerr­klangs ein­zu­stel­len. Nicht zu un­ter­schät­zen ist der Ein­fluss des Treb­le-reg­lers auf das Er­geb­nis, die ge­fühl­te Klang­mit­te liegt leicht ober­halb der Po­ti-mit­tel­stel­lung. Wei­te­re Hö­hen ma­chen den Over­dri­ve fie­ser und ver­schie­ben sei­ne Ober­ton­pro­duk­te mehr in Rich­tung Fuzz, aber auch be­tont ab­ge­run­de­te Vin­ta­ge-cha­rak­te­re

sind bei zu­rück­ge­dreh­tem Treb­le im An­ge­bot.

re­sü­mee

Die üp­pig und uni­ver­sell aus­ge­stat­te­te SCR-DI von Am­peg hat als Kom­bi­na­ti­on von Preamp, Over­dri­ve und DI-BOX be­geis­ter­te Nut­zer ge­fun­den. Doch nicht je­der braucht al­le Kom­po­nen­ten die­ses Mul­ti­ta­l­ents, in­so­fern er­gibt es Sinn, dass nun zwei zen­tra­le In­hal­te als kom­pak­te Pe­da­le er­hält­lich sind. Der Clas­sic Ana­log Preamp bringt da­bei tat­säch­lich den ty­pi- schen Cha­rak­ter-sound von Am­peg aufs Pe­dal­board, der Scram­bler punk­tet da­zu als fein re­gu­lier­ba­rer Over­dri­ve mit eben­so kör­per­star­kem Cha­rak­ter.

Rund al­le 50 Be­triebs­stun­den ist der Bat­te­rie­wech­sel fäl­lig.

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