Neue Mu­sik

Gitarre & Bass - - Inhalt -

• ROSEDALE: LONG WAY TO GO. Die fran­zö­si­sche Band um Aman­dyn Ro­ses (voc) und Char­lie Fa­bert (g) ist ei­ne klei­ne Über­ra­schung. Be­glei­tet von Bass, Drums und bei ei­ni­gen Tracks auch Key­boards tau­chen sie ab in kom­pak­te BluesRock-num­mern, die mo­dern im Sti­le der 80er und frü­hen 90er aus­ge­fal­len sind. In den Bal­la­den schim­mert auch mal der fran­zö­si­sche Chan­son durch. Ein­fach nur gut, wie Ma­dame Ro­ses mit sat­ter und leicht an­ge­rau­ter Stim­me der Mu­sik den blau­en Stem­pel auf­drückt. Mit viel Zer­re im Sound in­sze­niert Char­lie dra­ma­ti­sche Breaks und So­li, die an die Vir­tuo­si­tät von Ga­ry Moo­re er­in­nern. In ru­hi­gen Parts lässt er im Cle­an-sound de­zent jaz­zi­ge Wen­dun­gen ein­flie­ßen. Tie­fe ver­lei­hen Ef­fek­te wie Tre­mo­lo und Hall. Und schließ­lich wird in den letz­ten bei­den Songs schnell und ge­ra­de nach vor­ne ge­rockt. am • KEN­NY WAYNE SHEPHERD: LAY IT ON DOWN. Auch der re­nom­mier­te Sän­ger und Gi­tar­rist aus Sh­re­veport, Loui­sia­na, hat den Blues- Rock. Im klas­si­schen Po­wer-trio geht er mit er­di­ger Stim­me ab, spielt schar­fe Wah­wah-ein­la­gen und be­ein­druckt mit vir­tuo­sen Licks und Li­ni­en, und dies in ei­nem Sound zwi­schen crisp und satt ver­zerrt. Funk und Soul strah­len Songs mit Ham­mon­dOr­gel und Blä­sern aus. In ru­hi­gen Num­mern mit Acoustic schim­mern auch Folk-wur­zeln durch, und im schnel­len ,Miss $$$‘ geht der Zug in Rich­tung Coun­try ab. Und dann ge­lingt mit ,Lou­sia­na Rain‘ ei­ne pa­the­ti­sche Num­mer mit Main­stream-po­ten­ti­al. Passt al­les in die­ses run­de Al­bum. am • POKEY LAFARGE: MANIC REVELATIONS. Kon­tra­bass, kna­cki­ge Drums, clea­ne Gi­tar­ren mit Hall und eben La­far­ges Ge­sang im Sti­le der 50s be­stim­men das Klang­bild. Zwi­schen Ro­cka­bil­ly, Wes­tern-swing und Soul mä­an­dern die me­lo­di­schen Songs des Mu­si­kers aus Il­li­nois. Mit Dämp­fer ge­spiel­te Trom­pe­te, Flö­te oder Harp fär­ben die Mu­sik gera­de­zu me­lan­cho­lisch ein. Ei­ne Ent­de­ckung sind die schar­fen Licks und Fills von Adam Hos­kins in die­sem schö­nen und eher ru­hig ge­hal­te­nen Roots-al­bum. am • Am 3. Ju­li jähr­te sich der To­des­tag von Te­xas-blues­man JOHN­NY COPELAND zum 20. Ma­le. Mit FLYIN' HIGH (1992) kann man sei­nen ex­pres­si­ven Stil als Sän­ger und Gi­tar­rist ent­de­cken. Die Pa­let­te ist breit ge­fä­chert und reicht von trei­ben­dem Shuf­fle, über Slow-blues bis hin zu ei­nem Aus­flug in die Sümp­fe Loui­sia­nas mit Ak­kor­deo­nist Buckw­heat Zy­de­co. Und mit dem In­stru­men­tal , Thig­pen‘ gibt‘ s auch ei­ne schar­fe Funk-num­mer. John­nys Stim­me scheint den Hö­rer gera­de­zu aus den Laut­spre­chern an­zu­sprin­gen. Dem Mann glaubt man je­des Wort, das er singt. Ak­zen­tu­iert und mit viel Kraft an­ge­schla­gen, kom­men sei­ne Licks. Zu den Hö­he­punk­ten zäh­len die von schö­nen Blä­sern un­ter­stütz­ten Soul-bal­la­den ,Grea­ter Man‘ und ,Pro­mi­sed Mys­elf’. Ein­fach nur pa­ckend, der Blues des John­ny Copeland! am n

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