BLUES TI­CKER

Gitarre & Bass - - Leser Post -

+++ Mit HIGH FEVER BLUES – THE COM

PLETE 1930-1940 RECORDINGS kann man den Folk-blues von BUKKA WHI­TE ent­de­cken. Die so­no­re bis in ho­he La­gen aus­bre­chen­de Stim­me und der hyp­no­ti­sche Gi­tar­ren-groo­ve, der dy­na­misch zwi­schen Strumming und Bott­len­eck wech­selt, ist ein Er­leb­nis. Inkl. des gro­ßen Klas­si­kers ,Sha­ke‘ Em On Down‘. +++ FREDDY

KING SINGS ent­hält es­sen­ti­el­le Auf­nah­men der Te­xas-blues-iko­ne. Ein­fach klas­se kom­men sei­ne Licks in ,Lo­ne­so­me Whist­le Blues‘ oder im Hit ,I‘m To­re Down‘. Die Com­pi­la­ti­on er­schien erst­mals 1989. +++ THE BIG BLUES hieß 1963 das De­büt­al­bum von AL­BERT KING und es geht auch heu­te noch vom ers­ten Ton in die Bei­ne mit dem swin­gen­den ,Let‘s Ha­ve A Na­tu­ral Ball‘. Auf sei­ner Fly­ing V hol­te King ex­pres­si­ve Licks raus, die u. a. Stevie Ray Vaug­han nach­hal­tig be­ein­fluss­ten. Die per­fek­te Er­gän­zung zu die­sem Klas­si­ker ist die Com­pi­la­ti­on STAX

CLAS­SICS mit zwölf Hits der Jah­re 1967-’74, dar­un­ter ,Born Un­der A Bad Sign‘ und das groß­ar­ti­ge , The Hun­ter‘. +++ MONS­TER MI­KE WELCH AND MI­KE LEDBETTER prä­sen­tie­ren auf RIGHT PLACE, RIGHT TI­ME kraft­vol­len Chi­ca­go-blues. Die Band inkl. Pia­no/ham­mond-or­gel groovt klas­se, Ledbetter singt be­seelt, und da ist noch der vir­tuo­se Mons­ter Mi­ke. Ein­fach nur gut, wie er phra­siert, dy­na­misch in­to­niert und Ben­dings setzt. Zu­sam­men mit dem zwar un­ver­zerr­ten und den­noch sat­ten Sound er­in­nert das teils an Otis Rush – und ist ein ech­ter Ge­nuss. +++ Auch

JOHN PRIMER & BOB CORRITONE sind mu­si­ka­lisch in Chi­ca­go zu Hau­se. Ihr Blues auf AIN‘T NOTHING YOU CAN DO wirkt im Ver­gleich zum vor­he­ri­gen Al­bum rau­er und di­rek­ter. Primer singt vo­lu­mi­nös und spielt kna­cki­ge So­li und sat­te Bott­len­eckLicks, Bob setzt mit sei­ner Har­mo­ni­ka an­ge­zerr­te Fills da­ge­gen, da­zu rol­len Pia­no, Bass und Drums. +++ CHRIS KRA­MER & BEATBOX ,N’ BLUES sind zwar ON THE WAY TO MEMPHIS schla­gen je­doch ei­ne neue Rou­te ein. Der re­nom­mier­te Sän­ger und Harp­play­er Kra­mer spielt hier mit Beat­bo­xer Ke­vin O Ne­al, der nur mit Mund und Mi­kro wie ein Drum­com­pu­ter klingt, Scratching nach­ahmt oder sich auf ei­ne klas­si­sche Drum-be­glei­tung be­schränkt. Tra­gen­de Har­mo­ni­en kom­men von Akus­tik­gi­tar­ren inkl. Do­bro oder auch Ban­jo. Die Beatbox sorgt in die­sen an­sich klas­si­schen Songs zwi­schen Blues und Ame­ri­ca­na für vie­le mo­der­ne Kon­tras­te. Apro­pos, die tre­ten in ei­ni­gen Stü­cken auch durch vir­tu­os so­lie­ren­de EGi­tar­ren in ei­nem or­dent­lich an­ge­zerr­ten Sound zu­ta­ge, die in die­sem eher akus­ti­schen Zu­sam­men­hang für mei­ne Oh­ren ein we­nig de­plat­ziert wir­ken. Ist na­tür­lich Ge­schmacks­sa­che. am n

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.