Vi­nyl

Gitarre & Bass - - Inhalt -

• DEF LEPPARD: HYSTERIA. Zum 30-Jäh­ri­gen kommt der Hard­rock-klas­si­ker re­mas­te­red als Dop­pel-lp. Zu Be­ginn ih­rer Kar­rie­re rock­te die bri­ti­sche Band noch erd­ver­bun­den und zeig­te et­wa auf dem zwei­ten gu­ten Al­bum ,High‘n‘dry‘ (1981) star­ke Ac/dc-ein­flüs­se. Dies ver­wäs­ser­te dann schon auf dem Nach­fol­ger ,Py­ro­ma­nia‘ zu­guns­ten opu­len­te­rer Ar­ran­ge­ments und ei­nes glatt­po­lier­te­ren Sounds. Und die­se Ent­wick­lung er­reich­te dann 1987 ih­ren Hö­he­punkt. Legt man ,Hysteria‘ heu­te auf, wird man gleich mit dem bom­bas­ti­schen Tra­de­mark-sound der Band kon­fron­tiert. Und Songs wie ,Ani­mal‘ oder ,Lo­ve Bi­tes‘ sind rich­ti­ge Kom­merz-scho­cker, die zu den Hits des Al­bums zäh­len. Dank der weich­ge­spül­ten Me­lo­di­en und Sounds ver­lieh man der Band das Prä­di­kat „Pop-me­tal“. Aus heu­ti­ger Sicht wirkt dies al­les ei­ner­seits sehr vor­her­seh­bar, an­de­rer­seits sind das Song­wri­ting und die­ser Stil mit den bom­bas­ti­schen Back­groun­dC­hö­ren ei­gent­lich schon wie­der ge­ni­al. Und mit ,Hysteria‘ la­gen Def Leppard weit vor­ne und lan­de­ten in den Uk-charts auf Rang 2 und in den USA auf Platz 1. Bis heu­te ist es ih­re er­folg­reichs­te Plat­te, die jetzt auch in den ver­schie­dens­ten For­ma­ten er­hält­lich ist, von der ein­fa­chen CD bis zur auf­wen­di­gen Su­per De­lu­xe Edi­ti­on. Die „Li­mi­ted Edi­ti­on Oran­ge Vi­nyl 2LP“ist laut Web­site schon aus­ver­kauft. am • BIG TI­ME BOSSMEN: WOR­KING ON A PLAN. Das bel­gi­sche Quar­tett spielt ei­ne schar­fe Roots-mi­schung aus Ro­cka­bil­ly, Blues und Soul. Rich­tig gut kom­men die kna­cki­gen Gi­tar­ren von Te­leSpie­ler Piet Ver­cau­te­ren, der sei­nen crun­chi­gen Sound mit Hall oder auch mal Tre­mo­lo an­rei­chert. Und Front­mann Da­vid Bau­wens treibt die Songs nicht nur mit sei­nem Tim­bre zwi­schen Jer­ry Lee Le­wis und El­vis nach vor­ne, son­dern auch mit Akus­ti­kS­trumming und Harp-ein­la­gen. Mit dem le­ben­di­gen Ge­samt­klang kann man sich beim Hö­ren rich­tig gut vor­stel­len, wie die Band live ab­geht. Die 180g-vi­nyl-lp gibt‘s auch als CD im schi­cken Di­gi­pak. am • NEW YORK DOLLS: NEW YORK DOLLS & TOO MUCH TOO SOON. Die le­gen­dä­ren 70s-glam­ro­cker avan­cier­ten mit ih­rem har­schen Sound und dem gla­mou­rö­sen Out­fit zum Vor­bild für ei­ne gan­ze Rei­he von Hea­vy-bands, von den Ra­mo­nes über Guns N‘ Ro­ses und Möt­ley Crüe bis hin zu Twis­ted Sis­ters. Und legt man ihr 1973er De­büt ,New York Dolls‘ auf, wird schnell klar war­um: Die Gi­tar­ren von John­ny Thun­ders und Syl Syl­vain kra­chen rau, Drums und Bäs­se drü­cken und Da­vid Jo Han­sen hört sich an wie John­ny Rot­ten von den Sex Pis­tols, die erst vier Jah­re spä­ter in UK die Punk-wel­le los­bre­chen soll­ten. Und dann trans­por­tie­ren die Songs auch den Pa­thos des frü­hen Bo­wie und die Un­ge­schlif­fen­heit von Vel­vet Un­der­ground. ,Too Much Too Soon‘ von 1974 klingt ein we­nig glat­ter und auch Blues- und 50sRock-&-roll-ein­flüs­se sind spür­bar. Aber der Grund­te­nor bleibt der­sel­be – eben Gi­tar­ren-rock mit für die Zeit pro­vo­zie­ren­den Tex­ten. Und da­nach war üb­ri­gens erst mal Schluss, zwei Al­ben reich­ten zum Kult-sta­tus. Die Wie­der­auf­la­gen wie­gen je­weils 180g und kom­men mit MP3Down­load-code. am

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