Kee­ley En­gi­nee­ring Dyno­my­ro­to, Fx-pe­dal

Gitarre & Bass - - Inhalt -

Die­ses klei­ne Käst­chen aus Alu-spritz­guss hat mit Tri-cho­rus, Ro­ta­ry und Flan­ger gleich drei Ef­fek­te aus der Mo­du­la­ti­on-fa­mi­lie an Bord. Der Tri-cho­rus ist Ro­bert Kee­leys Hom­mage an den le­gen­dä­ren Dy­tro­nics CS-5 Rack Cho­rus, der in den 80er-jah­ren auf zahl­lo­sen Recordings zum Ein­satz kam. Wäh­rend die meis­ten Cho­rus-pe­da­le zwei­stim­mig kon­zi­piert sind – ein di­rek­tes, ein mo­du­lier­tes Si­gnal –, ba­siert die Ma­gie des Dy­tro­nics – und na­tür­lich de­s­Dyno­my­ro­to– auf dreiLFOS(Ni eder fre­quenz os­zil­la­to­ren ), de­ren sat­te, in­ten­si­ve, räum­li­che Cho­rus­ef­fek­te wie meh­re­re Gi­tar­ren gleich­zei­tig klin­gen. Wirk­lich be­ein­dru­ckend. Aber Ro­bert wä­re nicht Kee­ley, wenn er es da­bei be­las­sen hät­te. Hat er doch gleich noch Ro­ta­ry- und Flan­ge-ef­fek­te mit in das kom­pak­te Pe­dal ge­packt, wähl­bar mit­tels ei­nes klei­nen Schal­ters zwi­schen den Reg­lern Ra­te, Depth, Le­vel und Tex­tu­re. Wäh­rend die Funk­tio­nen Ers­te­rer den Meis­ten ge­läu­fig sein dürf­ten, be­ar­bei­tet Tex­tu­re bei je­der Be­triebs­art ei­nen an­de­ren Pa­ra­me­ter. So blen­det das Po­ti beim Tri-cho­rus stu­fen­los von der Lfo-wel­len­form Si­nus über Drei­eck/sä­ge­zahn nach Recht­eck, wäh­rend es im Ro­ta­ry Mo­de den Ab­stand (Pro­xi­mi­ty) von Mi­kro­fon bzw. Ohr zum ro­tie­ren­den Laut­spre­cher va­ri­iert. Beim Flan­ger re­gelt es von ne­ga­ti­vem zu po­si­ti­vem Feed­back. Ein so­li­der Fuß­schal­ter nimmt das Dyno­my­Ro­to in Be­trieb, si­gna­li­siert von ei­ner blau­en LED. In­put rechts am Ge­häu­se, Out­put links, die Dc9v-netz­teil­buch­se an der Stirn­sei­te. Bat­te­rie­be­trieb ist nicht mög­lich, bei 65 ma Strom­auf­nah­me auch nicht wün­schens­wert. Ob­gleich der Tri-cho­rus mo­no­fon ar­bei­tet, ver­leiht er dem Klang­bild un­ge­heu­re Fül­le, Tie­fe und Vi­ta­li­tät, nicht zu ver­glei­chen mit ei­nem 2-Voice-cho­rus. Im Si­nus­be­reich des Tex­tu­re-po­tis tönt der Tri-cho­rus wun­der­bar smooth aber kei­nes­wegs we­ni­ger in­ten­siv, wäh­rend die Recht­eck­wel­len­form auf Höch­stein­stel­lung in den Hö­hen mit­un­ter et­was harsch er­scheint. Auch Ro­ta­ry klingt über­zeu­gend au­then­tisch. Tex­tu­re ganz nach links ge­dreht ver­leiht dem Ro­tor­ef­fekt ei­ne In­ten­si­tät, die eher an ein Tre­mo­lo er­in­nert. Dreht man nach rechts, nimmt die In­ten­si­tät ab, da­für er­hält der Ef­fekt dank der Raum­si­mu­la­ti­on mehr Tie­fe. Ein zwei­ter Fuß­schal­ter zum Wech­seln der Ro­tor­ge­schwin­dig­kei­ten wä­re wün­schens­wert. Ro­tof­lan­ge er­zeugt ein schon fast pul­sie­ren­des Flan­ging, des­sen In­ten­si­tät sich per Depth und Le­vel, vor al­lem aber mit­tels Tex­tu­re, um­fas­send be­ar­bei­ten lässt. Al­le drei Dy­na­my­ro­to-ef­fek­te lie­fern ex­zel­len­te Soun­d­er­geb­nis­se mit ho­her Si­gnal­qua­li­tät und ver­nach­läs­sig­ba­ren Ne­ben­ge­räu­schen. So fle­xi­bel das neue Kee­ley-pe­dal auch sein mag, für Live-mu­si­ker ist es nur ein­ge­schränkt nutz­bar, es sei denn, man kauft sich gleich drei Ex­em­pla­re. Ro­bert Kee­ley wür­de es si­cher­lich freu­en. ;-) In­ter­net: www.ro­bert­kee­ley.com Preis: Uvp/street € 235/€ 199

Kon­zept erst­klas­si­ge Cho­rus-, Ro­ta­ry- und Flan­ger- Sounds ne­ben­ge­räusch­arm Be­die­nung Ver­ar­bei­tung Preis/ Leis­tung PLUS

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