Le­arn

Gitarre & Bass - - News -

sind der Hammer! So ei­nen sau­be­ren und silb­ri­gen Twang hört man sel­ten. Des­halb wür­de ich Eko-vin­ta­ge-gi­tar­ren auch ein biss­chen zum Ge­heim­tipp de­kla­rie­ren. Wäh­rend man auf On­li­nePor­ta­len leicht ei­ne Eko-schlag­gi­tar­re fin­den kann – die gab es na­tür­lich auch von den Ita­lie­nern – wird die Su­che nach ei­ner Ka­dett schon schwie­ri­ger. Gut er­hal­te­ne Ekos sind rar ge­wor­den, wes­halb man be­herzt zu­schla­gen soll­te. Die Prei­se für die­se Mo- del­le aus den 1970ern lie­gen bei ca. 300 bis 450 Eu­ro, was ich bei ei­nem gu­ten Zu­stand an­ge­sichts der Qua­li­tät sehr an­ge­mes­sen fin­de. Au­ßer­dem ver­strömt ei­ne Eko im­mer ein ge­wis­ses „ Dol­ce Vi­ta“-flair, das zu­min­dest mir im­mer ein Lä­cheln ins Ge­sicht zau­bert. Weil ich dann stän­dig Adria­no Cel­en­ta­no „Az­zur­ro“nölen hö­re! n [2703] • Möch­te man sich selbst oder ei­nen an­de­ren Sto­nes-fan be­glü­cken, kommt das Buch ROL­LING STO­NES - AL­LE SONGS ge­ra­de recht. Mit sei­nen 752 Sei­ten ist das Werk ein opu­len­ter Schin­ken. Op­tisch an­spre­chend ge­stal­tet, bie­tet das Buch ei­ne Men­ge In­for­ma­tio­nen zu al­len ver­öf­fent­lich­ten Tracks der Trup­pe. Nach den Al­ben un­ter­teilt, auf de­nen die Stü­cke er­schie­nen sind, lie­fert der Text zahl­rei­che Fak­ten wie z.b. Auf­nah­me­da­tum und Auf­nah­me­ort, die Na­men der be­tei­lig­ten Mu­si­ker und Stu­dio­crews, die Ent­ste­hungs­ge­schich­ten der Songs, so­wie hau­fen­wei­se An­ek­do­ten rund um die Auf­nah­men, und da­zu noch je­de Men­ge Fotos. Die groß­zü­gi­ge Auf­ma­chung des Buchs sug­ge­riert ei­nen ho­hen An­schaf­fungs­preis. Der ist aber mit knapp 60 Eu­ro sehr fair kal­ku­liert. Ein Lie­bes­be­weis. [De­li­us Kla­sing, ISBN 978-3-667-11088-6, Preis 59,90 €] ds

Nach­dem ich letz­ten Mo­nat den Pick­up-boos­ter der Fen­der Eric Clap­ton Stra­to­cas­ter ana­ly­siert und Mo­di­fi­ka­tio­nen dar­an er­läu­tert ha­be, wol­len wir uns heu­te den TBX Con­trol, den Mid-boos­ter und die LaceSen­so­ren et­was nä­her an­se­hen.

Der Mid Boos­ter

Der Mid-boos­ter ist als dis­kre­ter Ver­stär­ker mit drei Tran­sis­to­ren auf­ge­baut (Abb.1), und nicht mit ei­nem OP. Wo­bei das auch mög­lich ge­we­sen wä­re, so­gar zeit­ge­mä­ßer, fort­schritt­li­cher und (ver­meint­lich?) ele­gan­ter – des­halb wer­den wir hier ge­nau­er hin­se­hen. Abb.2 zeigt ei­ne äqui­va­len­te Schal­tung mit ei­nem OP, die für den Tran­sis­tor-un­ge­üb­ten ein bes­se­res Ver­ständ­nis lie­fert. Die­ses Drei- Tran­sis­tor- Ar­ran­ge­ment be­sitzt ei­nen Dif­fe­renz­ver­stär­kerEin­gang Q1&Q2 und ei­ne Class-a-sin­gleend Aus­gangs­stu­fe Q3. Es ist al­so die ein­fachs­te Form ei­nes Ope­ra­ti­ons­ver­stär­kers. Dort wer­den al­ler­dings, je nach Ver­wen­dung, zwi­schen 15 und 30 Tran­sis­to­ren be­nutzt, die je­de Men­ge Vor­tei­le brin­gen, die in un­se­rem Fal­le je­doch of­fen­sicht­lich nicht be­nö­tigt wer­den und hier vi­el­leicht so­gar Nach­tei­le brin­gen wür­den – mal se­hen. Der glei­che, wenn auch et­was ab­ge­wan­del­te Schalt­kreis, fin­det sich üb­ri­gens auch in dem er­folg­rei­chen Boss Blues Dri­ver BD-2 (sie­he Aus­ga­be 09/2016) so­wie sei­nem tech­ni­schen Vor­gän­ger, dem Tur­bo Over­dri­ve OD-2 wie­der, den ich in na­her Zu­kunft noch vor­stel­len wer­de. Auf ei­ne aus­gie­bi­ge Durch­rech­nung wird heu­te der The­men­viel­falt we­gen ver­zich­tet. Der Ein­gangs­wi­der­stand wird maß­geb­lich von R11 be­stimmt und liegt in et­wa bei

zo­ge­ne 200Hz (=lee­re G-sai­te). Ab ei­ner Ein­gangs­si­gnal­am­pli­tu­de von 300mv be­ginnt der Aus­gang bei knapp 2V asym­me­trisch (ne­ga­ti­ver Swing) mit sau­ber ver­schlif­fe­nen Ecken zu soft­clip­pen – da ha­ben wir‘s. Ein OP tut das nicht, und wenn der clippt, dann ziem­lich ab­rupt und sehr sym­me­trisch, al­so eher „fuz­zli­ke“. Aber wie ver­hält es sich mit dem Ver­zer­rungs­ein­satz? Aha – die Ver­zer­run­gen be­gin­nen lang­sam, schlei­chend, aber nicht schlag­ar­tig; der Schalt­kreis er­laubt ein wohl do­sier­tes „crun­chen“– gut so. Der fes­te An­schlag wird leicht kom­pri­miert – so was woll­te Slow­hand: Mit der rech­ten Hand las­sen sich hoch­dy­na­mi­sche mu­si­ka­li­sche An­schlag­kon­struk­tio­nen bau­en. Ja, sowas un­ter­stützt die klas­si­sche Blues-rock-ge­sin­nung des Meis­ters.

Der TBX Con­trol

Wen­den wir uns nun dem pas­si­ven TBXCon­trol zu. Es ist ein raf­fi­nier­tes pas­si­ves Rc-fil­ter, ähn­lich der be­kann­ten üb­li­chen Ton­blen­de, mit dem Un­ter­schied, dass sich sehr hoch­oh­mi­ge Wer­te bei kom­for­ta­bler Be­die­nung er­rei­chen las­sen. Er ist di­rekt am Aus­gang des Pu-wahl­schal­ters an­ge­klemmt, der Punkt ist auch gleich­zei­tig der Ein­gang des 12db-boos­ter. 1Meg­ohm stellt für den Pick­up kei­ne merk­li­che Be­las­tung mehr dar und die­ser ent­wi­ckelt da­mit sei­ne ma­xi­ma­le Bril­lan­zen. Hät­te man an dem Punkt ein ge­wöhn­li­ches lo­ga­rith­mi­sches 1Mohm-po­ti be­nutzt, wä­re auf drei Vier­teln des Dreh­we­ges recht we­nig und auf dem rest­li­chen Vier­tel sehr viel pas­siert – al­so ei­ne eher un­kom­for­ta­ble und gro­be Be­die­nung. Folg­lich dach­te man bei Fen­der et­was nach und er­sann eben fol­gen­de Lö­sung. Es wird ein Ste­reoPo­ti mit Mit­tel­ras­tung mit un­ter­schied­li­chen, in Se­rie ge­schal­te­ten Wi­der­stands­wer­ten be­nutzt. Die 1Meg­ohm- Bahn, zwi­schen Mit­te und „voll auf­ge­dreht“ge­le­gen, hat ei­ne li­nea­re Kenn­li­nie, in der un­te­ren Hälf­te ei­ne 0-Ohm-lei­ter­bahn. Die ver­blei­ben­de Ebe­ne be­sitzt, wie bei den Fen­der-ton­blen­den ge­wohnt, ei­ne 250kohm lo­ga­rith­mi­sche Cha­rak­te­ris­tik

dass seit Sep­tem­ber 2001 die­se Ton­ab­neh­mer in dem Eric-clap­ton-si­gna­tu­reMo­dell se­ri­en­mä­ßig ein­ge­baut wur­den und na­tür­lich auch min­des­tens seit die­ser Zeit von Eric be­nutzt wer­den. Die­se neu­en Fen­der-pick­ups (s. Abb.7) (L = 3,0H; R = 9,8kohm; Al­ni­co5 Ma­gne­te) be­sit­zen auch wie­der das klas­si­sche Er­schei­nungs­bild, al­so mit den ge­wohn­ten sechs „stag­ge­red“Zy­lin­der­ma­gne­ten – die­se Vin­ta­ge-op­tik konn­te der Lace Sen­sor nicht bie­ten.

Re­su­mee

Aus der zu­nächst glück­lo­sen Fen­der Eli­te Stra­to­cas­ter der Mitt-acht­zi­ger wur­de un­ter Mit­hil­fe des Alt­meis­ters Eric Clap­ton ein zeit­lo­ser Hi-tech-klas­si­ker, der für den mo­der­nen Ro­cker ein fort­schritt­li­ches Ar­beits­ge­rät dar­stellt. Die Gi­tar­re kom­bi­niert al­le ge­schätz­ten, klas­si­schen Ei­gen­schaf­ten der Stra­to­cas­ter mit der Viel­sei­tig­keit ei­ner klug aus­ge­leg­ten Elek­tro­nik. Eben die Strat für den mo­der­nen Eric Clap­ton. n

Gleich­auf an­ge­ord­ne­te String Trees und wie im­mer der stol­ze Hin­weis auf den Her­stel­lungs­ort Kipp­schal­ter er­lau­ben mehr Kom­bi­na­tio­nen als der 5-Way-switch ei­ner Strat. Ele­gan­te Kor­pus­form

Bigs­by-ahn­li­che Vi­bra­to-ein­heit

Ty­pisch für Eko - die tra­pez­för­mi­ge Hals­plat­te

Jazz­mas­ter-ar­ti­ge Bru­cke und drei star­ke Sing­le­coils mit Mas­ter-vo­lu­meund To­ne-räd­chen.

Abb.3: Die Mit­ten­an­he­bung

Abb.1: Mid Boos­ter

Abb.2: Die Mid-boos­ter-schal­tung als mit ei­nem OP

Abb.5: Ein­fluss des TBX Con­trol auf den Fre­quenz­gang

Abb.4: Kom­plet­tes TBX Con­trol Ar­ran­ge­ment

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