EF­FEK­TIV: eric clap­ton strat teil2

Gitarre & Bass - - News -

rea­li­siert. Die Be­rech­nung sprengt un­se­ren Rah­men de­fi­ni­tiv, aber so viel sei ge­sagt: die Zeit­kon­stan­te R15-C10 be­stimmt die La­ge der vor­de­ren, an­stei­gen­den Flan­ke und die Zeit­kon­stan­te R14-C9 die zu hö­he­ren Fre­quen­zen ge­le­ge­ne ab­fal­len­de Flan­ke. Die for­ma­le Ver­stär­kung in Band­mit­te er­rech­net sich zu: Vb = 1+ (R14/R15) und mit den ak­tu­el­len Wer­ten Vb = 1+ 100kohm/15kohm = 7,7. Durch Band­über­lap­pung wird die­ser Ma­xi­mal­wert nicht ganz er­reicht, son­dern nur Fak­tor 6,2 (=16db). Beim Mo­di­fi­zie­ren der Ein­satz­fre­quen­zen soll­ten nur die Kon­den­sa­to­ren va­ri­iert wer­den, bei Wi­der­stands­va­ria­ti­on wird die Band­mit­ten­ver­stär­kung mit be­ein­flusst. Nach so viel Sta­ti­schem be­trach­ten wir nun das tran­si­en­te Ver­hal­ten der Schal­tung. Als Test­fre­quenz wäh­le ich pra­xis­be-

zwi­schen Mit­te und „ganz zu­ge­dreht“, in der obe­ren Hälf­te läuft der Schlei­fer elek­trisch iso­liert. Abb.4 zeigt das kom­plet­te Tbx-ar­ran­ge­ment zu­züg­lich des noch be­nö­tig­ten 82kohm-wi­der­stan­des und des 22nf-ton­kon­den­sa­tors. Wird das Po­ti ganz zu­ge­dreht, liegt par­al­lel zu dem 22nf- Ton­kon­den­sa­tor der 82koh­mWi­der­stand und dämpft die dann durch den Kon­den­sa­tor ent­stan­de­ne Re­so­nanz­spit­ze bei ca. 700 Hz et­was, der Ton wird da­durch ins­ge­samt wei­cher und die Mit­ten über­steu­ern we­ni­ger. In der Abb.5 wird der Ein­fluss der Tbx-schal­tung auf den Ton­ab­neh­mer- Fre­quenz­gang ver­deut­licht.

Der Lace Sen­sor

Bei dem von Do­nald „ Don“Lace ent­wi­ckel­ten Ton­ab­neh­mer ( US- Pat. Nr.: 4,809,578), den er Sen­sor ge­nannt ha­ben will, han­delt es sich um ei­nen, sei­nes be­son­de­ren Auf­baus we­gen, Ge­räusch re­du­zier­ten Sin­gle­coil- Pick­up. Er wird in ver­schie­de­nen Aus­füh­run­gen ge­baut, die sich durch un­ter­schied­li­che Aus­gangs­span­nun­gen und im Klang un­ter­schei­den. Eric (aber auch Rit­chie Black­mo­re oder Bud­dy Guy) be­vor­zug­te den Typ „Gold“, der in Out­put und Sound dem klas­si­schen Strat-pus sehr na­he­kommt. Die Kenn­da­ten des Lace Sen­sor Gold: L= 2,4H; R = 5,8kohm. Bis in die spä­ten Neun­zi­ger­jah­re des letz­ten Jahr­hun­derts galt: Dop­pel­spul-ar­ran­ge­ments in Sin­gle­coil-grö­ße wa­ren zwar brumm­frei, brach­ten aber kei­nen Sin­gle­coil-sound. Die Ty­pen mit über­ein­an­der lie­gen­den Spu­len (= sta­cked coils) hat­ten ge­wöhn­lich ih­re Pro­ble­me in den Bäs­sen; die Klin­gen-pick­ups (dou­ble bla­des bzw. si­de-by-si­de-coils) hat­ten in den Hö­hen so­wie im An­sprech­ver­hal­ten ih­re Schwie­rig­kei­ten.

info

Pa­ten­te sind be­quem ein­zu­se­hen un­ter goog­le.com/pa­tents/... Hier als Bei­spiel das Lace Pa­tent: https://www.goog­le.com/pa­tents/us4809578 Das war und ist der Grund­ge­dan­ke von Don Lace ge­we­sen, was ei­ne deut­li­che Ab­kehr von den bis­he­ri­gen Ton­ab­neh­mer Kon­zep­ten be­deu­te­te. Zur Ma­gne­ti­sie­rung des PU die­nen dün­ne Strei­fen aus Fer­rit Ma­gne­ten. Zur Wir­kungs­grad-er­hö­hung wer­den die ma­gne­ti­schen Feld­li­ni­en durch den Ein­satz ei­nes U-för­mi­gen, ma­gne­tisch lei­ten­den Rück­schluss­ble­ches rück­sei­tig de­fi­niert um die Spu­le ge­führt; der ( Ar­beits-) Luft­spalt wird so nur auf den Raum ober­halb des PUS, wo auch be­kannt­lich die Sai­ten schwin­gen, re­du­ziert, s. Abb.6. Gleich­zei­tig wer­den durch die­se Lö­sung aber auch stö­ren­de Fremd-ma­gnet­fel­der zum Groß­teil au­ßen an der Spu­le vor­bei ge­führt (= Brumm­re­du­zie­rung). Don Lace griff da­mit die al­te pa­ten­tier­te Pick­up-kon­struk­ti­on der Fen­der Ja-

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.