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Gitarre & Bass - - News -

• BJÖRN MEY­ER: PROVENANCE. Was man von ei­nem EBass-so­lo­al­bum zu er­war­ten hat, ist ei­gent­lich klar: Groo­ves, meist fun­ky, vir­tuo­se So­li und Slap-ein­la­gen. Doch nicht, wenn das Al­bum bei ECM er­scheint. Hier mag man es ge­tra­ge­ner, mit Fo­kus auf At­mo­sphä­ren und Me­lo­di­en jen­seits jeg­li­chen Tech­nik-ge­po­ses. Der Schwe­de Björn Mey­er ist da­für genau der rich­ti­ge Mann. Mit Sechs­sai­ter, Lo­oper und al­ler­lei Am­bi­ence-ef­fek­ten aus­ge­stat­tet hat der 52-Jäh­ri­ge die zwölf Tracks von ,Provenance’ im Al­lein­gang ein­ge­spielt, wo­bei das nicht so ganz stimmt, wie er selbst sagt: „Es gibt de­fi­ni­tiv ei­nen zwei­ten Mit­spie­ler in die­sem So­lo-pro­jekt – das ist der Raum!“Wie sehr der Raum des Au­di­to­rio Stel­lo Mo­lo RSI im schwei­ze­ri­schen Lu­ga­no für das En­d­er­geb­nis auf CD tat­säch­lich ei­ne Rol­le spielt, kann wahr­schein­lich nur Björn Mey­er selbst be­ur­tei­len. Fakt aber ist, dass sei­ne un­auf­ge­reg­te Mu­sik Räu­me auf­macht und Um­ge­bun­gen schafft, die man bei ei­nem So­lo-bas­sis­ten nicht un­be­dingt er­war­ten wür­de. Hier soll­ten auch Nicht-bas­sis­ten un­be­dingt mal rein­hö­ren! Ma­me • KINGA GLYK: DREAM. Ma­chen wir es kurz: Die­se 20-jäh­ri­ge EBas­sis­tin aus Po­len kann spie­len, hat Jazz und Funk glei­cher­ma­ßen drauf und sie hat in ih­rer noch nicht lan­ge zu­rück­lie­gen­den Ju­gend ga­ran­tiert je­de Mar­cus-mil­ler-auf­nah­me aus­wen­dig ge­lernt. Scha­de nur, dass wir trotz mehr­fa­cher Nach­fra­ge noch nicht mal das fer­ti­ge Al­bum der Künst­le­rin be­kom­men ha­ben – denn Book­lets sind ja oft in­for­ma­ti­ver als In­fo-ge­schwa­fel. Dann emp­feh­len wir eben mal Kin­gas Web­site kingaglyk.pl, auf der man sich u.a. ein paar schö­ne Vi­de­os an­se­hen kann. lt • LORENZO FELICIATI: ELEVATOR MAN. Der ita­lie­ni­sche Bas­sist und Kom­po­nist hat sich für sein neu­es Al­bum den Lu­xus ge­leis­tet, je­den Track in ei­ner an­de­ren Be­set­zung ein­zu­spie­len. Die Mu­sik wid­met sich sei­nen Iko­nen Al­lan Holds­worth, King Crim­son, et­was Frank Zap­pa, Mi­les Da­vis und dem Pro­gres­si­ve-jazz-rock an sich. Mit da­bei wa­ren u.a. Chad Wa­cker­man, Cuong Vu, Pat Ma­s­te­lot­to, Mat­ti­as IA Ek­lundh und Gi­an­lu­ca Pal­mie­ri. Sehr ab­wechs­lungs­rei­ches In­stru­men­tal-al­bum mit mehr Band- als Bass-mu­sik. ju • LEF: HYPERSOMNIAC. Lef ist Lorenzo Es­po­si­to For­na­sa­ri, ein ita­lie­ni­scher Sän­ger mit Hang zum Düs­te­ren. Der hat sich für sei­nen noch düs­te­re­ren Song-sound­track den le­gen­dä­ren Pro­du­zen­ten & Bas­sis­ten Bill Las­well, den nor­we­gi­schen Space-gi­tar­ris­ten Ei­vind Aar­set, Jazz-trom­pe­ter Nils Pet­ter Mol­va­er so­wie wei­te­re Kol­le­gen von Mo­tor­psy­cho, Su­per­si­lent und Free Nel­son Man­doom­jazz ins Stu­dio ge­holt. Nicht kon­kret von der Stim­me her, aber vom Tim­bre, der Phra­sie­rung und ei­ni­gen Pia­no-ein­wür­fen den­ke ich bei die­ser Mu­sik im­mer wie­der an Da­vid Bo­wie ... Und ganz tief dar­un­ter dro­ned Bas­sist Bill Las­well. Ex­trem ei­gen­wil­li­ger Sound. lt n

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