Tech Talk Kom­pres­sor­funk­ti­on

Gitarre & Bass - - Leser Post -

Kom­pres­so­ren ge­hö­ren zu den Ef­fek­ten, die die Dy­na­mik be­ein­flus­sen. Ver­ein­facht ge­sagt, ma­chen sie lau­te Tö­ne lei­ser und lei­se Tö­ne lau­ter. Im Er­geb­nis wirkt der Ge­samt­s­ound lau­ter und fet­ter und setzt sich bes­ser durch. Nicht al­le Kom­pres­so­ren sind so spar­sam aus­ge­stat­tet wie z. B. der Dan Arm­strong Oran­ge Squee­zer, der al­lein mit ei­nem Le­vel-reg­ler aus­kam oder der Dy­na Comp, der zu­sätz­lich noch die Ein­stel­lung des Kom­pres­si­ons­gra­des er­laub­te. Zur ty­pi­schen Aus­stat­tung hoch­wer­ti­ger Stu­dio­kom­pres­so­ren ge­hö­ren um­fang­rei­che Re­gel­mög­lich­kei­ten:“thres­hold“ist der Schwel­len­wert in db, ab dem die Kom­pres­si­on ein­setzt, „Ra­tio“be­zeich­net das Ver­hält­nis zwi­schen un­kom­pri­mier­tem und kom­pri­mier­tem Si­gnal – al­so den Kom­pres­si­ons­grad. Bei sehr ho­hen Kom­pres­si­ons­ver­hält­nis­sen (10:1) spricht man dann von ei­nem Li­mi­ter. „Attack“ist die Zeit in ms, die ver­ge­hen soll, bis die Kom­pres­si­on ein­setzt. Ei­ne län­ge­re Attack-zeit macht den Kom­pres­sor trä­ge und lässt den An­schlag noch un­ge­hin­dert durch, so­dass der Sound na­tür­li­cher wirkt (Soft Attack). Nach­dem der Thres­hold-wert wie­der un­ter­schrit­ten wur­de, be­stimmt „Re­lease“die Zeit, die ver­ge­hen soll, bis der Kom­pres­sor das Si­gnal wie­der „los­lässt“. Da Kom­pres­so­ren das Si­gnal nur dämp­fen kön­nen, liegt am En­de der Si­gnal­be­ar­bei­tung noch ei­ne re­gel­ba­re Ver­stär­kungs­stu­fe („Le­vel“, „Out­put“, o. ä.), die in der Re­gel das Si­gnal auch weit über den Aus­gangs­wert an­he­ben kann. Da­her kann man Kom­pres­so­ren auch pri­ma als Boos­ter miss­brau­chen. Man­che Her­stel­ler nut­zen die Ver­stär­ker­schal­tung auch noch, um ei­ne Ton­re­ge­lung zu in­te­grie­ren. Denn oft hat man das Ge­fühl, dass die Dy­na­mik­be­gren­zung auch die Hö­hen dämpft. Ei­ne klei­ne Auf­fri­schung der obe­ren Fre­quen­zen ist da­her oft willkommen.

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