old gold re­told

Gitarre & Bass - - Leser Post -

• THE MAGIC OF SANTANA: LIVE IN SPAIN 2016 Die deut­sche Santana-co­ver-band um Gi­tar­rist Gerd Schlu­e­ter ist seit vie­len Jah­ren ei­ne In­sti­tu­ti­on, die auch zwi­schen den Tou­ren des Ori­gi­nals Car­los’ Sounds & Songs ze­le­briert. Und mit Alex Li­gert­wood und To­ny Lind­say sind so­gar im­mer mal wie­der ehe­ma­li­ge Santana-sän­ger mit TMOS un­ter­wegs – und lie­fern sehr au­then­ti­sche Shows mit le­gen­dä­rer Mu­sik der 1960er- bis 2000erJah­re ab. Kei­ne Fra­ge, das letz­te Qu­ent­chen Ma­gie bleibt Meis­ter Car­los vor­be­hal­ten, da ist er ein­fach ein bzw. das ab­so­lu­te Ori­gi­nal. Aber in Songs wie ,She’s Not The­re‘, ,Ma­ria Ma­ria‘ oder ,Open In­vi­ta­ti­on‘ sind Schlu­e­ter & Band na­he dran. Ne­ben The Aus­tra­li­an Pink Floyd Show die bes­te Clas­sic-rock-co­ver-band, die ich bis­her ge­hört ha­be. Die For­ma­ti­on ist jetzt auf Tour! Ter­mi­ne & News un­ter www.the­ma­gi­cofs­an­ta­na.de. lt

• POTSCH POTSCHKA: SPIELT SPLIFF Der Gi­tar­rist der le­gen­dä­ren 80s-deut­schRock-ka­pel­le um Her­wig Mit­te­reg­ger hat mit ei­ge­ner Band sei­ne al­ten Hits wie­der­be­lebt. Zu­ge­ge­ben: Ich ha­be die­se CD mit ei­nem un­gu­ten Ge­fühl in den Play­er ge­scho­ben ... aber nach den ers­ten Gi­tar­ren-riffs und zwei drei gut ar­ran­gier­ten Tracks kam das in­ne­re OK des al­ten Spliff- und Ni­na-hagen-fans in mir. Die Songs funk­tio­nie­ren hier auch oh­ne Key­boards. Und Potsch, der üb­ri­gens ei­gent­lich Bern­hard heißt, darf das, Potsch kann das! Und sei­ne SG- und Strat-parts und auch die Ya­ma­ha-acoustics sind her­vor­ra­gend auf­ge­nom­men – „Cu­ba­se und vie­le erst­klas­si­ge Plug-ins“, lau­tet Pot­schens Re­zept für gu­ten Gi­tar­ren-sound. Wei­te­rer Plus­punkt: Sven San­der ist ein ei­gen­wil­li­ger Sän­ger, der nicht Mit­te­reg­ger sein will und kann. Déjà Vu ir­gend­wie, aber auch an­ders. Herz­li­chen Glück­wunsch! ju • RO­SE TAT­TOO: LIVE IN BRUNSWICK Die aus­tra­li­schen Kult-ro­cker ver­öf­fent­lich­ten ihr gleich­na­mi­ges De­büt-al­bum 1978 bei Al­bert Pro­duc­tions, wo auch AC/DC un­ter Ver­trag stan­den. Und da­mit sind wir mit­ten drin in die­sem Konzert, das 1982 in Down Un­der mit­ge­schnit­ten wur­de. Tat­säch­lich

klingt ihr blue­si­ger Gi­tar­ren-rock ähn­lich wie der von An­gus & Co, und wird eben­so be­stimmt von sat­ten crun­chi­gen Gi­tar­ren-riffs, ei­ner ul­tra­ge­ra­den Rhyth­mus-ab­tei­lung und der Röh­re von An­gry An­der­son. Aber die Band aus Syd­ney be­saß, und das zeigt sich auch hier, nicht so ei­nen ge­schlif­fe­nen Stil und als ei­ge­nes Mar­ken­zei­chen die fet­te Bott­len­eck-gi­tar­re von Pe­te Wells. Mit Songs wie ,Rock & Roll Out­law‘ und ih­rer At­ti­tü­de avan­cier­ten sie zu Vor­bil­dern et­wa von Guns N‘ Ro­ses. Die 14 Num­mern ma­chen rich­tig Lau­ne und neu­gie­rig auf 2018: Ro­se Tat­too wer­den ein neu­es Al­bum ver­öf­fent­li­chen und mit neu­em Li­ne-up auf Tour ge­hen. Mit da­bei ist Ex-ac/dc-bas­sist Mark Evans. am

• METALLICA: MASTER OF PUPPETS Im März 1986 ver­öf­fent­lich­te die ka­li­for­ni­sche Me­tal-iko­ne ihr drit­tes Al­bum. Et­was ver­spä­tet kommt nun zum Ju­bi­lä­um ei­ne re­mas­ter­te 3Cd-ver­si­on im Di­gi­pak. Das er­öff­nen­de ,Bat­te­ry‘ und der epi­sche Ti­tel­track sind wah­re Song-mons­ter, druck­voll, kom­plex und im­mer noch über­ra­schend. Und ,Wel­co­me Ho­me (Sa­ni­ta­ri­um)‘ zählt zu den gro­ßen Me­tal-bal­la­den. Ja­mes Het­field, Lars Ul­rich, Cliff Bur­ton und Kirk Ham­mett hat­ten sich über ,Ri­de The Ligh­ning‘ nun noch wei­ter vom Thras­hMe­tal des De­büts ,Kil ‘Em All‘ ent­fernt. Sie woll­ten et­was Neu­es, und die­se Ener­gie und Lei­den­schaft kommt in je­der No­te rü­ber. Auf CD2 sind ,Riffs, De­mos, Rough Mi­xes & In­ter­views‘ do­ku­men­tiert, an­hand de­rer man die Ent­wick­lung der Songs nach­ver­fol­gen kann. Und man ent­deckt mit zwei Co­ver-num­mern auch die Wur­zeln von Metallica, die ori­gi­nal je­weils von der ka­li­for­ni­schen Hard­core-band Fang und den bri­ti­schen Me­tal-ido­len Dia­mond He­ad stam­men. Mit ,Live From The Da­ma­ge Inc. Tour‘ wird das Set sinn­voll ab­ge­run­det. Die­se Mit­schnit­te, ent­stan­den zwi­schen April 1986 und Ja­nu­ar 1987, klin­gen teils sehr rau: Drums mal zu weit hin­ten, Gi­tar­ren zu dünn, der Bass ist nur an­satz­wei­se exis­tent oder al­les klingt nach Ra­dio Lu­xem­burg. An­de­re Num­mern sind er­träg­li­cher, aber si­cher im­mer noch nichts für Hi­fi-fe­ti­schis­ten. Ein­fach nur scharf ist Cliff Bur­tons Bass-so­lo im Thrash-klop­per ,(Anes­the­sia) Pul­ling Teeth’. Be­freit vom Stu­dio-bom­bast wird klar: Metallica sind Rock’n’roll! Und im Früh­jahr auch wie­der in Deutsch­land auf Tour. am n

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