GI­TAR­RE

Gitarre & Bass - - Leser Post Post@gitarrebass.de -

Per Zu­fall ha­be ich das DO Ityours­elf-ma­ga­zin ge­fun­den, ge­kauft und bin be­geis­tert. Die bei­den Be­schrei­bun­gen, 50s-wiring und Schal­tungs­op­ti­mie­rung ha­ben es mir an­ge­tan. Ich su­che schon seit ei­ni­ger Zeit die­sen schö­nen ab­ge­run­de­ten Blues-sound. Mit mei­nen bei­den Gib­son Les Pauls (Bau­jahr 2011 und 2012) ha­be ich nun schon et­li­che Ver­stär­ker aus­pro­biert und die­sen 50er-sound nicht er­reicht. Bei­lie­gend sen­de ich euch 2 Fo­tos, dar­auf sind die Schal­tun­gen der Po­tis er­sicht­lich. Um­lö­ten geht hier wohl nicht (ich kann Lö­ten), da die Po­tis auf dem Schalt­ele­ment fest mon­tiert sind, muss ich nun das Gan­ze her­aus­neh­men und neue Po­tis und Wie­der­stän­de kau­fen und neu in­stal­lie­ren? Oder gä­be es ei­ne an­de­re Lö­sung mit den vor­han­de­nen Po­tis und den fes­ten Ele­men­ten? Ron Ber­ger num­mer ab­le­sen kann. Der Auf­druck mit der Rol­ling Sto­nes-zun­ge, Ur­ban Jung­le Tour-schrift­zug und TDK Lo­go ver­weist dar­auf, dass die Gi­tar­re als Promo­tion zur da­ma­li­gen Rol­ling-sto­nes-tour ge­dacht war. Laut Fen­der gab es aber nie­mals ei­ne Zu­sam­men­ar­beit mit TDK so­wie den Rol­ling Sto­nes, de­ren Frucht die­se Gi­tar­re ge­we­sen sein könn­te. Wir kön­nen al­so da­von aus­ge­hen, dass die Wer­be­agen­tur von TDK dei­ne Gi­tar­re ein­kauf­te und mit ei­nem Auf­druck zur Tour ver­zier­te, um sie für Promo­tion-zwe­cke zu nut­zen. Ei­nen be­son­de­ren Samm­ler­wert hat sie wohl nicht, es sei denn, du fin­dest je­man­den, der spe­zi­ell auf den mit dem Auf­druck trans­por­tier­ten Rol­ling-sto­nes-kon­text ab­fährt. An­de­rer­seits gleicht dein Ex­em­plar aber lei­der auch nicht der be­rühm­ten Mi­caw­ber von Keef, wes­halb ich ih­ren Markt­wert et­wa im glei­chen Be­reich de­rer, die kei­nen sol­chen Auf­druck ha­ben, an­sie­deln wür­de – al­so zwi­schen € 750 und 1.200. Die­se ers­ten Ex­em­pla­re der da­mals neu­en Ame­ri­can Stan­dard-se­rie sind her­vor­ra­gen­de In­stru­men­te, wie ich aus ei­ge­ner Er­fah­rung (ich be­sit­ze ei­ne 1989er und ei­ne 1994er Strat) be­stä­ti­gen kann. Chris­to­pher Kell­ner

Ich ha­be auf mei­ner neu­en Iba­nez LGB-30 Tho­mas­tik 12er-flat­wounds (Swing Se­ries) auf­ge­spannt und bei al­ler Zuf­rie­den­heit mit die­ser Gi­tar­re mit star­ken Laut­stär­ke­un­ter­schie­den zwi­schen nicht-um­wi­ckel­ten und um­wi­ckel­ten Sai­ten zu kämp­fen; be­son­ders die g-sai­te ist viel lei­ser und setzt sich we­ni­ger gut durch. Frü­her hat­te ich ei­ne al­te Iba­nez FA-100 und da trat die­ses Pro­blem nicht auf – in bei­den Gi­tar­ren sind aber die Su­per 58-Pick­ups ein­ge­baut. Muss ich tat­säch­lich an den Pole­pie­ces her­um­schrau­ben, oder ha­ben sich in­zwi­schen Sai­ten oder Pick­ups ver­än­dert? Sind Chro­meSai­ten (z. B. v. D’ad­da­rio) bes­ser? Mar­tin

Die Tho­mas­tik Sai­ten sind mit ei­ner Ni­ckel­um­spin­nung aus­ge­stat­tet und ich ver­mu­te mal, dass ge­nau dass das Pro­blem ist. Denn Ni­ckel ist nicht be­son­ders ma­gne­tisch. Da­her er­zeu­gen die blan­ken, nicht um­spon­ne­nen Stahl­sai­ten ei­nen lau­te­ren Ton, als die mit Ni­ckel um­wi­ckel­ten Sai­ten. Bei den nor­ma­len E-gi­tar­ren Round­wound „Pu­reNi­ckel“Sai­ten ist die­ses Pro­blem weit ver­brei­tet. Ver­mut­lich ist es bei den Flat­wounds nicht an­ders. D’ad­da­rio be­wirbt ih­re Chro­me-sai­ten mit ei­ner Um­wick­lung aus blank­po­lier­tem Stahl. Ist die­ser ma­gne­tisch, dann soll­te es kein nen­nens­wer­tes Laut­stär­ke­pro­blem zwi­schen um­spon­ne­nen und nicht um­spon­ne­nen Sai­ten ge­ben. Ich wür­de dich ein­fach er­mun­tern, das ein­mal aus­zu­pro­bie­ren. Oder eben al­ter­na­tiv an den Pol­schrau­ben „rum­dre­hen“. Das ist für den Pick­up ab­so­lut un­ge­fähr­lich, da die Schrau­ben im Plas­tik des Spu­len­kör­pers lie­gen und durch Dre­hen nichts ka­putt ge­macht wer­den kann. Die Pick­ups selbst kön­nen nichts da­für. Im Ge­gen­satz zu fen­der­ar­ti­gen Sing­le­coil Pick­ups sind die Pol­schrau­ben kei­ne Ma­gne­te, son­dern der Ma­gnet liegt bei Hum­bu­ckern qu­er un­ter dem Pick­up. Un­ter­schied­li­che Laut­stär­ken bei gleich hoch ein­ge­stell­ten Pol­schrau­ben kön­nen so nicht ent­ste­hen. An­dré Wal­den­mai­er

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