AUF­PUTSCH­MIT­TEL

Gitarre & Bass - - Leser Post Post@gitarrebass.de -

Mar­ken­ty­pisch muss man des­we­gen je­doch nicht gleich mit Edel­prei­sen rech­nen, sie blei­ben er­freu­lich im Rah­men. Be­son­de­re Preis­wür­dig­keit er­gibt sich zu­dem, wenn man auf die Qua­li­tät ver­traut, mit der sich bis­he­ri­ge Si­re-test­kan­di­da­ten vor­ge­stellt ha­ben. Gu­te Höl­zer, so­li­de Hard­ware und po­ten­te Elek­tro­nik sieht man die­sen Mil­ler-bäs­sen je­den­falls so­fort an.

ges­tern und heu­te

Zu­grun­de liegt die tra­di­tio­nel­le E- Bas­sKon­struk­ti­on mit auf­ge­schraub­tem Hals, der ein­strei­fig aus Ahorn mit lie­gen­den Jah­res­rin­gen ge­baut ist. Dem ver­schärf­ten Schutz für Pa­li­san­der­ar­ten ha­ben wir nun al­ler­dings das no­ble Griff­brett aus Eben­holz zu ver­dan­ken, im Seven­ties-stil ein­ge­fasst und mit gro­ßen Block In­lays ver­se­hen. Für die Kor­pus­ba­sis hat man beim V9 die Wahl zwi­schen Sump­fe­sche und Er­le, je nach La­ckie­rung: In Trans­pa­rent Na­tu­ral und Trans­pa­rent Black lie­fert Eschen­holz ein mar­kan­tes Ma­se­rungs­bild, wäh­rend die Brown-sun­bur­s­tVa­ri­an­te auf Er­le-ba­sis ge­baut ist. In al­len Fäl­len ver­edelt ein Quil­te­dMap­le-furnier die Fron­t­op­tik, beim Sun­burst-bass schein­bar rund­um durch ein hel­les Na­tur­holz-bin­ding ein­ge­fasst. Da­mit das nicht nur Zier­de ist, son­dern auch ei­nen ge­wis­sen An­teil an der Klang­bil­dung für sich be­an­spru­chen kann, un­ter­stützt ei­ne 6 mm di­cke Ahorn­schicht das schil­lern­de Furnier – war­um teu­res Edel­holz ver­schwen­den, wenn man sol­che Er­geb­nis­se auch mit schlich­tem Ahorn hin­be­kommt? Und beim ver­meint­li­chen Bin­ding han­delt es sich ein­fach um das De­cken­holz, wel­ches vor dem Auf­tra­gen der Sun­burst-lack­schich­ten ab­ge­klebt wur­de; oh­ne gro­ßen Auf­wand wird hier ein schö­ner Ef­fekt er­zeugt. Fast zu scha­de, die Wölk­chenDe­cke un­ter ei­nem Schlag­brett zu ver­ste­cken. Trotz­dem wird ein Pick­guard mit­samt pas­sen­der Schrau­ben bei­ge­legt, der künf­ti­ge Be­sit­zer soll selbst ent­schei­den. Da­mit die Ent­schei­dung nicht so schwer fällt, ist die Schlag­plat­te aus durch­sich­ti­gem Acryl. Beim Matching Head­stock reicht ein­fa­che Fur­nier­stär­ke für den Fron­tauf­lei­mer; die sau­ber ver­ar­bei­te­te Holz­kon­struk­ti­on

wird un­ter kna­ckig po­lier­tem Hoch­glanz­lack prä­sen­tiert. In An­be­tracht des ge­er­de­ten Preis­ni­veaus soll­te man je­doch kei­ne ab­so­lu­te Per­fek­ti­on in al­len Fein­hei­ten ver­lan­gen, und so fin­det man im Eben­holz­griff­brett und den Block­ein­la­gen bei ganz ge­nau­em Hin­se­hen noch Schleif­spu­ren, beim Fünf­sai­ter ist die Füh­rungs­hül­se ei­ner Stimm­me­cha­nik nicht voll­stän­dig ein­ge­schla­gen – Schwamm drü­ber, das sind wirk­lich kei­ne erns­ten Män­gel. Alt­be­währt sind die ein­s­pu­li­gen Ton­ab­neh­mer mit den Al­ni­co-ma­gnet­paa­ren für je­de Sai­te, hier als „Mar­cus Su­per Jazz Set“aus­ge­wie­sen; in al­len Bau­de­tails han­delt es sich um Vin­ta­ge-re­pli­ken der J- Sing­le­coils, bis hin zur tex­til­iso­lier­ten An­schluss­lit­ze. Für schnel­len Zu­griff auf die Mi­schungs­va­ri­an­ten ge­schieht die Pick­up-an­wahl per Über­blen­der, der Mas­ter-vo­lu­me-reg­ler ist als dop­pel­stö­cki­ges Po­ti mit ei­ner pas­si­ven Hö­hen­blen­de kom­bi­niert. An ei­nem Kipp­schal­ter kann man wäh­len, ob man die pu­ren Pas­siv-sounds ab­ruft oder sie mit der ak­ti­ven Klan­g­re­ge­lung hoch­fri­siert – der ein­ge­bau­te Mar­cus- He­ri­ta­ge- EQ hat

da­für drei Ein­stell­be­rei­che zu bie­ten, wo­bei die Cen­ter­fre­quenz der Mit­ten stu­fen­los durch­stimm­bar ist. Um auch ex­tre­me Set­tings mit vol­ler Dy­na­mik und oh­ne Ver­zer­run­gen ver­ar­bei­ten zu kön­nen, wird die Schal­tung durch zwei 9Volt- Bat­te­ri­en ge­speist, die in leicht zu­gäng­li­chen Klapp­fä­chern un­ter­ge­bracht sind und für rund 220 Spiel­stun­den Saft lie­fern. Den Vin­ta­ge-aspekt be­die­nen die of­fe­nen Stimm­me­cha­ni­ken auf der Kopf­plat­te, mit löb­lich spiel­frei­er Prä­zi­si­on und sah­ni­ger Leicht­gän­gig­keit. Da­mit kei­ne Sai­te in der Sat­tel­ker­be schnar­ren kann, be­sitzt der Vier­sai­ter ei­nen Nie­der­hal­ter für die drei obe­ren Sai­ten, der Fi­vestring gleich für al­le. Die zu­sätz­li­che Fä­de­lei mag beim Sai­ten­wech­sel un­be­quem sein, lässt sich aber auf­grund der nicht ab­ge­win­kel­ten Kopf­plat­te kaum ver­mei­den. Auf so­li­de Mas­se setzt die Steg­kon­struk­ti­on mit den klot­zi­gen Sai­ten­rei­tern; zu­sätz­li­ches Pfund lässt sich zu­dem noch her­aus­kit­zeln, wenn man die Sai­ten nicht in die Steg­plat­te, son­dern von hin­ten durch den Kor­pus ein­fä­delt. Die V9-bäs­se von Si­re brin­gen auf­ge­pepp­te Kon­struk-

ge­wich­ti­ge ar­gu­men­te

Wie in den Seven­ties sit­zen gro­ße Block In­lays im Griff­brett, und das war auch die Zeit, als man durchs schie­re Ge­wicht an Sustain und Ober­tö­nen schraub­te: Mit 4,3 kg für den Esche-vier­sai­ter und 4,7 für den Er­le-fi­vestring ge­hen die V9 noch­mals in die­se Rich­tung. Trotz des Über­ge­wichts hän­gen bei­de er­staun­lich un­pro­ble­ma­tisch am Gurt, zum Teil kom­pen­siert hier Kor­pus­mas­se die für Fen­der­ar­ti­ge Longs­ca­les ty­pi­sche Ten­denz zur Waa­ge­rech­ten, so­dass sich sta­bi­le Ba­lan­ce in der ge­wünsch­ten Spiel­hal­tung er­gibt. Die schma­len Me­di­um Frets er­zeu­gen selbst bei läs­si­gem Spiel we­nig Bund­ge­räu­sche, Vier- und Fünf­sai­ter ge­ben sich als gleich­be­rech­tigt wil­li­ge Play­er, wo­bei die ziem­lich er­wach­se­nen Sai­ten­ab­stän­de von 18 mm beim Fi­vestring er­wäh­nens­wert sind. Klei­nes De­tail am Ran­de: Die sanft ab­ge­schräg­te Hals/kor­pus-ver­schrau­bung soll den Zu­gang auf höchs­te La­gen er­leich­tern – al­ler­dings ist hier oh­ne­hin beim 20. Bund Schluss. Der Auf­preis für Left­hand-in­stru­men­te hält sich in fai­ren Gren­zen, auch bund­lo­se Mo­del­le wer­den lie­fer­bar sein. Klang­lich spricht wie er­war­tet die ober­ton­star­ke Ahorn­de­cke ein ge­hö­ri­ges Wört­chen mit, wo­mög­lich räumt noch das Eben­holz­griff­brett den Ton in den Mit­ten auf – je­den­falls fällt der bei den V9s kei­nes­wegs be­tont Re­tro aus, son­dern spielt sich mit hel­lem Klick und le­ben­di­gem Draht-sustain of­fen­siv in den Vor­der­grund. Funk­t­i­me ist an­ge­sagt, und der drah­ti­gen Of­fen­heit lässt sich am enorm wir­kungs­vol­len Bass­reg­ler noch reich­lich don­nern­de Tie­fe hin­zu­fü­gen. Nicht min­der wir­kungs­kräf­tig ist der Mit­ten­reg­ler, der sich am un­ten­lie­gen­den Dreh­ring ziel­ge­nau auf die be­nö­tig­te Fär­bung durch­stim­men lässt und in Boosts und Cuts or­dent­li­che Re­ser­ven für ex­tre­me Sounds vor­hält. Cris­pe Bril­lan­zen för­dert der Treb­le-be­reich her­vor, auf Wunsch noch mit silb­rig lis­peln­der Über­be­to­nung. Da die pas­si­ve Hö­hen­blen­de

auch bei ein­ge­schal­te­tem Ak­tiv-eq funk­tio­niert, las­sen sich in­ter­es­san­te Tim­bres bei gleich­zei­ti­ger Be­schnei­dung der Hö­hen her­aus­kit­zeln. Ob Er­le oder Esche, das ist nicht nur ei­ne äs­the­ti­sche Wahl. Ers­te­re gibt sich in der Ar­ti­ku­la­ti­on bei un­se­ren Test­bäs­sen di­rek­ter und ei­ne Spur här­ter, die Esche legt hin­ge­gen den Ak­zent mehr auf den Punch und nimmt Mit­ten raus, hat den tie­fe­ren, ent­spann­te­ren Druck­punkt. In bei­den Fäl­len hört man die ober­ton­star­ke Ahorn­de­cke deut­lich her­aus, was die Un­ter­schie­de wie­der et­was re­la­ti­viert. Trotz­dem: Wem di­rek­te Ge­nau­ig­keit wich­tig ist, ist bei der Er­le rich­tig, wer mehr auf Punch und Sound setzt, nimmt die Esche.

re­sü­mee

In den Mar­cus-mil­ler-bäs­sen von Si­re steckt der ernst­haf­te An­spruch, für ei­nen an­ge­neh­men Preis ver­läss­li­che Qua­li­tä­ten zu lie­fern. Bei den auf­ge­pepp­ten V9Va­ri­an­ten ist das nicht nur op­tisch ge­lun­gen, son­dern geht auch mit of­fen­si­ver Cha­rak­te­ris­tik in die Klan­g­er­geb­nis­se ein. Ob­wohl die teu­re Op­tik nur Fur­nier­stär­ke hat, sorgt die dar­un­ter­lie­gen­de Ahorn­de­cke für kna­cki­ge Bril­lan­zen und drah­ti­ge Of­fen­heit, so­dass die In­stru­men­te wirk­lich so klin­gen, wie sie aus­se­hen. Wor­an na­tür­lich auch die hoch­wer­ti­ge Aus­stat­tung ih­ren An­teil hat.

Flo­ri­an Lütt­ke baut Traum­in­stru­men­te nach den Vor­stel­lun­gen sei­ner Kun­den, aber auch nach ei­ge­nen Ide­en. Den Sho­to-fi­vestring hat nie­mand be­stellt, er ist ein An­ge­bot. Ein An­ge­bot, das In­stru­ment doch mal et­was an­ders aus­se­hen zu las­sen. Die hand­werk­li­che Gü­te be­geis­tert und auch bei den Zu­ta­ten hat die­ser un­ge­wöhn­lich aus­se­hen­de Fi­vestring durch­weg Spit­zen­qua­li­tät zu bie­ten.

schö­ne kan­te

Gro­ßes Lob für die Farb­ge­stal­tung in Glut und Schwär­ze – der ag­gres­si­ve Ges­tus des Kan­ten-bo­dys kann nur in­spi­rie­ren, da­bei wird hier nicht mit ver­schie­de­nen Holz­schich­ten ge­ar­bei­tet, son­dern mit Form­ge­bung und La­ckier­kunst. Was der Dou­bleb­la­de aus der ame­ri­ka­ni­schen Ro­ter­le beim Bo­dy her­aus­holt, ist je­den­falls stark! Per­fekt ein­ge­passt und sechs­fach ver­schraubt sitzt der Longs­ca­le- Hals in der Kor­pus­ta­sche; er ist aus feins­tem, har­tem Vo­ge­lau­ge­nahorn ge­baut, die gera­de Kopf­plat­te so weit zu­rück­ver­setzt, dass Nie­der­hal­ter für die Sai­ten über­flüs­sig wer­den. Im Eben­holz­griff­brett sit­zen 23 har­te Edel­stahl­bün­de mit sorg­fäl­tig ver­run­de­ten En­den, auch der zwei­far­big la­ckier­te Gra­phit­sat­tel und das klei­ne, in die zwei­far­big ge­stal­te­te Kopf­plat­te ein­ge­las­se­ne De­ckel­chen für den Spann­stab zeu­gen vom ho­hen äs­the­ti­schen und tech­ni­schen An­spruch die­ses In­stru­ments. Bei der Aus­stat­tung geht es kon­se­quent wei­ter, und so hat Flo­ri­an Lütt­ke die schö­nen Da-vin­ci-tu­ner von Schal­ler aus­ge­wählt, die zwar teu­rer als an­de­re sind, aber ne­ben prä­zi­ser Fein­gän­gig­keit auch wirk­lich be­son­ders aus­se­hen. Bei die­sen ge­kap­sel­ten Ty­pen gibt ein Fens­ter in der Rück­sei­te den Blick auf die prä­zi­se ge­bau­te Zahn­me­cha­nik frei. Mes­sing­mas­se am an­de­ren Sai­tenen­de bie­tet der drei­di­men­sio­nal jus­tier­ba­re ABM-STEG als Ga­rant für un­ge­dämpf­te Sustain-ent­wick­lung und fi­li­gra­ne Ober­tö­ne. Schal­ler Se­cu­ri­ty Locks hal­ten den Sho­to si­cher am Gurt, pas­send zum Kor­pus­lack sind auch die Schal­ler-po­tiknöp­fe mit ro­ten Holz­de­ckeln ver­edelt. Har­ry Häus­sel hat den zwei­s­pu­li­gen Ton­ab­neh­mer mit den gro­ßen Al­ni­co-ma­gne­ten im Mm-stil ge­baut, per Kipp­schal­ter ist er vom se­ri­ell ge­schal­te­ten Hum­bu­cker zum Sing­le­coil wan­del­bar, wo­bei üb­ri­gens die ste­gnä­he­re Spu­le ge­wählt wird. Wei­te­re Va­ria­ti­on ist in Stu­di­o­qua­li­tät an den drei ak­ti­ven Klan­g­reg­lern des Bas­sxx-preamps von Andre­as Rich­ter ab­ruf­bar, wo­bei man hier auf die durch­stimm­ba­ren Mit­ten ver­zich­tet und die Cen­ter­fre­quenz auf 600 Hz fest­ge­legt hat. Durch Her­aus­zie­hen des Vo­lu­meK­nopfs lässt sich der Dou­bleb­la­de auf rei­nen Pas­siv-be­trieb um­schal­ten.

leb­haft of­fen­siv

Das Elek­tro­fach wird auf der Kor­pusrück­sei­te durch ei­nen schö­nen, pas­send la­ckier­ten De­ckel aus Eschen­holz ver­schlos­sen; dort fin­det sich ei­ne klei­ne LED, die recht­zei­tig bei nach­las­sen­der Bat­te­rie blau auf­blinkt. Mit knapp 4,2 Ki­lo­gramm be­sitzt die­ser Longs­ca­le- Fünf­sai­ter un­auf­fäl­li­ges Ide­al­ge­wicht, wirkt am Gurt je­doch auf­grund der har­mo­ni­schen Ba­lan­ce noch leich­ter. Ent­ge­gen­kom­mend für sau­be­res und zu­gleich ent­spann­tes Grei­fen ist das fla­che D-pro­fil des Hal­ses, und mit 18 mm breit ein­ge­stell­ten Sai­ten­ab­stän­den am Steg kann man hier fast so dy­na­misch in die Sai­ten ge­hen wie bei ei­nem Vier­sai­ter. Be­mer­kens­wert ist zu­dem noch die ex­trem ak­ku­ra­te Ver­ar­bei­tung der har­ten, schma­len und recht ho­hen Edel­stahl-bund­stäb­chen, die bei auf­fäl­lig nied­ri­ger Sai­ten­la­ge die Fin­ger

ge­schmei­dig über die La­gen flut­schen las­sen. Hoch­ge­züch­tet gibt sich der Sho­to auch im Klang, wo zum ei­nen die Holz­kon­struk­ti­on mit har­tem Hals und mas­si­gem Steg lan­ges Sustain mit kna­cki­gem Attack zu­sam­men­führt, aber auch der Häus­selPick­up am be­son­ders hoch­oh­mi­gen Ein­gang der Rich­ter-elek­tro­nik be­son­ders leb­haft agie­ren kann. Dich­te Fül­le mit mar­ki­gem Growl lie­fert die se­ri­el­le Schal­tung der Ton­ab­neh­mer-spu­len, of­fe­ne Bril­lanz mit reich­lich prä­sen­tem Biss die Sing­le­coil-ein­stel­lung. Beim ak­ti­ven Bass­reg­ler über­zeugt die sau­be­re Wucht bei An­he­bun­gen, wäh­rend auch al­le Dämp­fungs-ein­stel­lun­gen brauch­bar blei­ben und nicht zu dürr wir­ken. Schon fast bis in die Ei­gen­re­so­nanz reicht der Knö­del­ton bei auf­ge­dreh­ten Mit­ten, ent­spre­chend ra­di­kal wer­den die­se Na­sal­fre­quen­zen zum kis­sen­wei­chen Funk-sound aus­ge­fil­tert – wer es nicht auf sol­che Ex­tre­me ab­ge­se­hen hat, fin­det bei mil­de­ren Ein­stel­lun­gen auch zah­me­re Tim­bres, da die Reg­ler­wir­kung per­fekt auf den ge­sam­ten Ein­stell­weg ver­teilt ist. Pas­send zum vor­han­de­nen Pick­up-ty­pus brin­gen Hö­hen-boosts auf­fäl­lig lis­peln­de Bril­lan­zen mit ty­pi­schem Stin­gray-cha­rak­ter her­vor; hier ist wie­der­um der Dämp­fungs­be­reich so mild aus­ge­legt, dass er den Of­fen­siv­klang wirk­sam ab­run­det, oh­ne dumpf zu klin­gen. Wä­re für den Pas­siv-mo­dus noch ei­ne Hö­hen­blen­de vor­han­den, wür­de dies al­ler­dings die Klang­band­brei­te zum Tra­di­tio­nel­le­ren hin deut­lich er­wei­tern und auch dem Na­men Dou­bleb­la­de ge­rech­ter wer­den. Für die be­son­de­re Gü­te der Ak­ti­vElek­tro­nik spricht wie­der­um, dass man al­le Reg­ler sorg­los voll auf­rei­ßen kann – und da ist nichts an Rau­schen. Die ver­spro­che­ne Stu­dio-qua­li­tät wird al­so tat­säch­lich ge­bo­ten.

re­sü­mee

Flo­ri­an Lütt­kes Ein­stand mit dem fünf­sai­ti­gen Sho­to-bass ist rund­um über­zeu­gend: Star­kes De­sign, ent­ge­gen­kom­men­de Er­go­no­mie und be­tont leb­haf­te, far­ben­rei­che Sounds kom­men in die­sem No­bel­bass stim­mig zu­sam­men. Erst­klas­si­ge Ma­te­ria­li­en, feins­te Aus­stat­tung und per­fek­te Ver­ar­bei­tung bil­den bei die­sem Of­fen­siv­tö­ner ein star­kes Rück­grat: So frisch wie der Fi­vestring op­tisch rü­ber­kommt, so klingt er auch!

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