BÖ­SER BUBE? KDHK Ghoul JR

Gitarre & Bass - - Leser Post Post@gitarrebass.de - TEXT Ebo Wa­gner FO­TO Die­ter Stork

Ghoul, der Be­griff steht in der ara­bi­schen My­tho­lo­gie für ein Mons­ter bzw. ei­nen bö­sen Geist, der auf Fried­hö­fen sein Un­we­sen treibt und Men­schen­fleisch ver­speist. Huaah, das muss ja ein schlim­mer Ber­ser­ker von Ver­zer­rer sein!? Der gro­ße Bru­der Ghoul Screa­mer, hat vor­ge­legt. Ein Ab­kömm­ling des Tu­be-screa­mers von Iba­nez, heißt es al­ler­or­ten. Der ein Mons­ter, wie passt das zu­sam­men? Der Ghoul JR ist, je­den­falls was die Dis­tor­ti­on-in­ten­si­tät an­geht, we­nig mons­trös. Die Ver­zer­rungs­re­ser­ven lie­gen nied­rig, aber um ei­ni­ges hö­her als beim Ur­va­ter Iba­nez TS808. Zwei Sound-schal­ter er­wei­tern das Sound-spek­trum: „Voice“(Bass­ge­halt u. Klang­vo­lu­men), „Style“(va­ri­iert Gain-ni­veau, und Kom­pres­si­on). Re­gel­bar sind Dri­ve, Vo­lu­me und To­ne (Treb­le). Grü­ne LEDS zei­gen den Sta­tus des True-by­pass-fuß­schal­ters an. Im Hör­test er­gibt sich, dass der Ver­gleich mit dem Tu­be Screa­mer ir­gend­wie hinkt. Weil die Sound-for­mung des Ghoul JR im Kern prä­gnan­ter ist. Er er­weist sich als ex­zel­len­ter Cle­an-boos­ter, wirkt wie ein Exci­ter, holt durch ei­ne spe­zi­el­le Aus­leuch­tung von Mit­ten­an­tei­len die Prä­senz des An­schlag her­vor, so­dass man den Ein­druck be­kommt fein­füh­li­ger spie­len zu kön­nen, ei­ne warm-mu­si­ka­li­sche At­ti­tü­de liegt stets zu­grun­de. Das Pe­dal glei­tet sanft in den – bei Be­darf ziem­lich hei­ßen – Over­dri­ve hin­ein, klingt da­bei har­mo­nisch und sehr röh­ren­ähn­lich. Su­per cool für aus­drucks­star­ken Blues. Oder auch har­tes Mu­sik­ma­te­ri­al, we­gen der Ef­fek­ti­vi­tät der Sound-schal­ter – um die kor­rekt zu er­le­ben soll­te man üb­ri­gens ei­ni­ger­ma­ßen laut spie­len. Ei­ne star­ke Vor­stel­lung gibt der Ghoul JR au­ßer­dem als Od-boos­ter vor ei­nem selbst ver­zer­ren­den Amp ab, egal ob klas­sisch oder mo­dern. Auch hier bringt er neu­es Le­ben in den Sound, in dem das Ober­ton­s­pek­trum und die Mit­ten­ar­ti­ku­la­ti­on rei­cher wer­den. Un­term Strich wird‘s klar: Der Ghoul JR ist doch ein Mons­ter, in der Sum­me sei­ner Fä­hig­kei­ten, der ex­zel­len­ten Ton­kul­tur und Va­ria­bi­li­tät. Preis im Han­del ca. € 159 In­ter­net: www.khdkelec­tro­nics.com

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