WINWOOD

E.L.HARTZ PROMO­TION GM­BH BY AR­RAN­GE­MENT WITH WMEENTERTAINMENT PRES­ENTS GREA­TEST HITS LI­VE TOUR

Gitarre & Bass - - Die Twang- Helfer -

Be­deu­tun­gen des eng­li­schen Wor­tes „Tank“spielt, kann man ge­teil­ter Mei­nung sein – per­sön­lich fin­de ich die mi­li­tä­ri­sche As­so­zia­ti­on bei ei­nem Re­ver­bPe­dal nicht ganz so na­he­lie­gend und den­ke bei die­sem Sound lie­ber an ka­li­for­ni­sche Strän­de als an Mi­li­tär­fahr­zeu­ge. Die Re­gel­mög­lich­kei­ten sind um­fang­rei­cher als beim Ori­gi­nal, das nur über drei Po­tis für Dwell, Mix und To­ne ver­füg­te. Der Spring Tank bie­tet hin­ge­gen Reg­ler für Län­ge, Raum­grö­ße und den Hö­hen­cha­rak­ter des Halls. Zu­sätz­lich kann man mit dem Boost-reg­ler das Gi­tar­ren­si­gnal an­he­ben. Der Mix-reg­ler heißt Tank und ist gleich zwei­mal vor­han­den. Mit Tank 1 und dem ro­ten Tank 2 kann man so zwei un­ter­schli­che Ein­stel­lun­gen vor­neh­men und die­se per Fuß­schal­ter ab­ru­fen. Cle­ve­res Fea­tu­re um von ei­nem eher zu­ge­misch­ten Hall zum Surf­brett zu wech­seln. Die zahl­rei­chen Re­gel­mög­lich­kei­ten er­for­dern ei­ne kur­ze Ei­n­ar­bei­tungs­zeit. Bei zu­ge­dreh­tem Boost-reg­ler wird das Si­gnal leicht ab­ge­senkt. Zwi­schen 9 und 12 –Uhr-stel­lung ver­hält sich das Pe­dal ähn­lich wie das Ori­gi­nal und be­ein­flusst sub­til den Amp-sound. Geht man über die Mit­tel­stel­lung hin­aus, fühlt sich der Sound et­was auf­ge­bla­sen und über­be­tont an, ein ähn­li­ches Phä­no­men wie bei ei­nem cle­an ge­spiel­ten High-out­pu­tPick­up. Der Ver­gleich mit ei­nem Ori­gi­nal 1964er Tu­be Re­verb zeigt, dass JHS den Sound­cha­rak­ter des Vor­bilds gut ge­trof­fen hat. Das Pe­dal klingt et­was kla­rer und so­mit bra­ver als das Ori­gi­nal, hat aber auch kei­ne Röh­ren und die da­mit ver­bun­de­ne Schal­tung an Bord. Um ei­nen ty­pi­schen Surf-sound zu re­pro­du­zie­ren, muss man et­was mit Length-, Depth- und dem Tank bzw. Mix-reg­ler ex­pe­ri­men­tie­ren. Die bes­ten Er­geb­nis­se er­ziel­te ich mit weit auf­ge­dreh­tem Length- und Tank-po­ti und auf 9 Uhr ste­hen­dem Depth- Po­ti. Dreht man Depth wei­ter auf, sind die ein­zel­nen Re­ver­be­ra­tio­nen des Halls sehr deut­lich zu hö­ren, was ei­nen eher schep­pern­den, De­lay-ar­ti­gen Klang er­zeugt. Kann auch in­ter­es­sant sein, hat aber nicht so viel mit dem klas­si­schen Surf- Ge­wit­ter zu tun. Äu­ßerst prak­tisch sind aber die zwei Tan­kReg­ler, die es selbst bei ei­nem groß ein­ge­stell­ten Hall er­mög­li­chen, zwi­schen eher de­zen­tem Raum-nach­klang und ei­nem deut­lich hör­ba­ren Ef­fekt-hall zu wech­seln. Für ex­pe­ri­men­tell ver­an­lag­te Mit­glie­der der Gi­tar­ren­zunft gibt es auf der rech­ten Pe­dal­sei­te noch ei­ne Buch­se, die mit­hil­fe ei­nes Trs-split­ter Ka­bels das ein­schlei­fen ei­nes Ef­fekt­pe­dals er­mög­licht, das nur auf die Trails des Re­verb- Si­gnals wirkt. Mit Cho­rus, Flan­ger und an­de­ren Mo­du­la­ti­ons­ef­fek­ten las­sen sich so äu­ßerst spa­ci­ge, blub­bern­de Sounds er­zeu­gen.

al­ter­na­ti­ven

Als Fe­der­hall-al­ter­na­ti­ve bie­tet sich das Ca­ta­lin­bre­ad To­pan­ga mit au­then­ti­schem Surfs­ound an. Ag­gres­si­ver klingt das Boss FRV-1. Für de­zen­te­ren Ein­satz in Rich­tung Blues/soul ist das Bo­ing von J.ro­ckett Au­dio De­sign ei­ne gu­te Wahl. Al­le drei Pe­da­le lie­gen im ähn­li­chen Prei­seg­ment.

re­sü­mee

Bei­de Jhs-pe­da­le lie­fern in­spi­rie­ren­de Sounds in sta­bi­ler Kon­struk­ti­on. Gut ge­macht Scott! Das Pink-pan­ther-de­lay er­weist sich als viel­sei­ti­ges Echo für al­le Ge­le­gen­hei­ten und spannt den Bo­gen vom kris­tall­kla­ren 80s-sound bis zum alt­mo­di­schen Slap­back. Hin­zu kommt ein das Au­ge er­freu­en­des De­sign. Der Spring Tank ist et­was schwie­ri­ger zu be­die­nen, lie­fert nach kur­zer Ex­pe­ri­men­tier­pha­se aber ei­ne gu­te Fe­der­hall-si­mu­la­ti­on, die man in zwei Mix­ver­hält­nis­sen ab­ru­fen kann – was im Band­zu­sam­men­hang äu­ßerst prak­tisch ist und ei­nen stu­fen­lo­sen Über­gang vom Hin­ter­grun­dHall zum ka­li­for­ni­schen Surfs­ound er­mög­licht.

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