SLAYER South Of Hea­ven

Gitarre & Bass - - Die Twang- Helfer -

• IN­FO: An­ders als Me­tal­li­ca blieb Slayer, die 1982 ge­grün­de­te Trash-me­tal-in­sti­tu­ti­on, ih­rem kom­pro­miss­los har­ten Stil treu und mach­te bis heu­te kei­ner­lei Zu­ge­ständ­nis­se in Rich­tung Ra­dio-kom­pa­ti­bi­li­tät. 2016 gab Sän­ger und Bas­sist Tom Ara­ya, der zu­sam­men mit dem Gi­tar­ris­ten Ker­ry King das ein­zig ver­blei­ben­de Grün­dungs­mit­glied ist, zu, dass sich bei ihm Er­mü­dungs­er­schei­nun­gen ein­stell­ten: „Nach 35 Jah­ren bin ich lang­sam reif für die Ren­te. Es wird im­mer här­ter, sich auf­zu­rap­peln und auf Tour zu ge­hen.“Im Ja­nu­ar die­sen Jah­res kün­dig­te Slayer dann an, dass die kom­men­de Tour, die am 10. Mai in San Die­go be­gin­nen wird, auch die de­fi­ni­tiv letz­te sein wird. 1986 er­schien mit ‚Reign in Blood‘ das un­um­strit­te­ne, oft ul­tra­schnel­le Meis­ter­werk der Band. Der wie­der von Rick Ru­bin pro­du­zier­te Nach­fol­ger ‚South of Hea­ven‘ (1988) zeig­te aber, dass mu­si­ka­li­sche Här­te auch bei deut­lich re­du­zier­ten Tem­pi funk­tio­nie­ren kann. • NO­TEN: So be­ginnt der Ti­tel­track des Al­bums im Half-time-feel bei blei­schwe­ren 54 bpm für die hal­ben No­ten. Bei­spiel 1 zeigt al­le Gi­tar­ren­riffs des Songs in ei­ner für ei­ne Gi­tar­re spiel­ba­ren Ver­si­on und dient auch als Leads­heet. Die Vor­lie­be der Band für finster klin­gen­de Chro­ma­tik zeigt sich schon im Haupt­riff aus Song­teil A. Die chro­ma­tisch fal­len­den gro

ßen Ter­zen (E-C, D -B, D-B in Takt 1-4 bzw. B-G, A -F , A-F in Takt 5-8) klin­gen für sich und erst recht im Zu­sam­men­spiel bei­der Gi­tar­ren groß­ar­tig. Hier liegt üb­ri­gens ei­ne nicht aufs ers­te Hö­ren zu ent­de­cken­de Ver­wandt­schaft zu dem Jazz-gi­tar­ris­ten Pat Me­the­ny, ge­nau die­se chro­ma­tisch fal­len­den gro­ßen Ter­zen ge­hö­ren zu sei­nen Si­gna­tu­re-licks und tau­chen in so gut wie je­dem sei­ner So­li auf. Bei­spiel 2 und 3 zei­gen Tom Ara­yas Bass-part, den er mit dem Plek­trum ein­ge­spielt hat. Er schlägt manch­mal zwei Sai­ten gleich­zei­tig (für Ok­ta­ven) oder so­gar drei (für Po­wer­chor­ds mit ok­ta­vier­tem Grund­ton) an. An ei­ni­gen Stel­len dämpft er die Sai­ten mit dem Bal­len der rech­ten Hand ab (Palm mu­te). Die für den Groo­ve ent­schei­dend wich­ti­gen An­schlags­mus­ter sind in der Tran­skrip­ti­on ein­ge­tra­gen. Durch­ge­hen­de Ach­tel­no­ten spielt er nur mit Ab­schlä­gen, bei Sech­zehn­tel-rhyth­men wech­selt er zu Al­ter­na­te Pi­cking.

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