JAM! Wild Cher­ry – Play That Fun­ky Mu­sic

Gitarre & Bass - - INHALT -

• IN­FO: „Play so­me fun­ky mu­sic, whi­te boy", rief ein schwar­zer Be­su­cher nach ei­nem Club-gig der Hard-rock-band Wild Cher­ry dem Band­lea­der Rob Pa­ris­si zu. Mit­te der 70er-jah­re wa­ren Dis­co und Funk voll an­ge­sagt, und Pa­ris­si no­tier­te sich den Satz, oh­ne zu ah­nen, dass die­ser den An­stoß zu ei­nem der be­rühm­tes­ten One-hit-won­der der Rock­ge­schich­te ge­ben soll­te. Ent­schlos­sen, ei­nen Hit zu schrei­ben, abon­nier­te Pa­ris­si das ‚Bill­board‘-ma­ga­zin und such­te sich je­de Wo­che ei­nen oder zwei Chart-hits aus, um sie zu ko­pie­ren. Ei­ner da­von war ‚Fire‘, ein Song der schwar­zen Funk-band The Ohio Play­ers aus dem Jahr 1975. Und ‚Play That Fun­ky Mu­sic‘ ist in Sa­chen Groo­ve, Sin­gle-no­teFunk-gi­tar­re und Gi­tar­ren- So­lo hör­bar in­spi­riert von dem Vor­bild. Al­ler­dings soll­te der Song zu­nächst nur die B-sei­te ei­ner Sin­gle wer­den, da die Band ih­rem Co­ver des Com­mo­do­res-hits ‚I Feel Sanc­tified‘ mehr kom­mer­zi­el­les Po­ten­ti­als zu­trau­te. Aber die Plat­ten­fir­ma hat­te das rich­ti­ge Ge­spür und dreh­te den Spieß um. ‚Play That Fun­ky Mu­sic‘ wur­de 1976 ein Me­ga-hit, blieb je­doch auch der ein­zi­ge von Wild Cher­ry. • NO­TEN: Bei­spiel 1 zeigt die kom­plet­te Bass-li­ne des Songs und dient auch als Leads­heet. Bei­spiel 2 wid­met sich der Sin­gle-no­teFunk-gi­tar­re, mit der der Song auch be­ginnt. Die­se hat Rob Pa­ris­si selbst ge­spielt, und der „whi­te boy“hat sei­ne Lek­ti­on ge­lernt. Die zwei­te Rhyth­mus-gi­tar­re ( Bei­spiel 3) schrubbt Do­mi­nant9-ak­kor­de in bes­ter Ja­mes-brown-ma­nier. Und das kur­ze und mar­kan­te So­lo ( Bei­spiel 4) stammt wie­der von Rob Pa­ris­si. Well do­ne, whi­te boy! n

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