IN­DIE

MA­DE IN GER­MA­NY TEIL 2 Der Weg zum Gi­tar­ren­held ist hart. Un­zäh­li­ge Ska­len und Ak­kor­de müs­sen ge­übt, tau­sen­de Licks und Sti­le er­lernt und Ber­ge von Pe­da­len, Amps und Gi­tar­ren aus­pro­biert wer­den, um dann am En­de kom­pli­zier­te Mu­sik zu spie­len, die wahr­sch­ei

Gitarre & Bass - - News -

ein­flüs­se

Gib doch mal ei­nen Kurz­ab­riss dei­nes mu­si­ka­li­schen Wer­de­gangs… Ich bin in Dort­mund auf­ge­wach­sen. Mein Va­ter hat mich mit Six­ties/seven­ties-mu­sik zu­ge­dröhnt. Mit 15 ha­be ich et­was auf der Akus­tik-gi­tar­re rum­ge­klampft. Mit 16 hat mir der Freund mei­ner Mut­ter, der Fla­men­co-mu­si­ker und Tanz­mu­cker war, ei­ne al­te Guil­dHal­ba­kus­tik ge­lie­hen und dann war es um mich ge­sche­hen. Hat­test du Un­ter­richt? Et­was klas­si­sche Gi­tar­re und spä­ter ein hal­bes Jahr Jazz- Un­ter­richt, aber ich bin nicht wirk­lich klar­ge­kom­men. Was ich noch ge­macht ha­be, wa­ren drei Wo­chen Pop­kurs in Ham­burg bei Pe­ter Wei­he. Der hat bei mir ganz vie­le Knack­punk­te ge­löst. Hat­test du ei­nen Gi­tar­ren­held? Ja. Ich hat­te ei­ne Ste­ve-vai-pha­se zu Zei­ten von ,Flexable‘ und bei Da­vid Lee Roth fand ich ihn auch tie­risch. Aber da­nach wur­de er fürch­ter­lich, die­ses Ge­po­se kann ich mir nicht an­gu­cken. Wie stehst du zum The­ma Gui­tarHe­roes und Vir­tuo­si­tät? Am An­fang fand ich das wahn­sin­nig in­ter­es­sant, woll­te der welt­bes­te Gi­tar­rist wer­den und al­les spie­len. Dann ha­be ich aber ge­merkt, dass es to­tal un­in­ter­es­sant ist, weil ich Songs ge­schrie­ben ha­be. Klar spie­le ich gern wil­de So­li, aber haupt­säch­lich ver­su­che ich dem Song ge­recht­zu­wer­den. Vor Se­lig hat­te ich ei­ne Band, bei der ich ein Mul­ti Set­up, das über MI­DI ge­schal­tet wur­de, hat­te. Aber dann ha­be ich ent­schie­den: nur noch ein Vox, ein Zerr­pe­dal und ei­ne Gi­tar­re. Und das war der wich­tigs­te Schritt in mei­nem Le­ben, um ei­nen ei­ge­nen Sound zu fin­den.

song­wri­ter

Ne­ben Se­lig ar­bei­test du als Song­wri­ter für an­de­re Künst­ler. Wie ist da dein Ar­beits­pro­zess? Das ist ganz un­ter­schied­lich. Am schöns­ten ist es, wenn der Künst­ler da­bei ist. Meis­tens ha­be ich ei­ne E-gi­tar­re in der Hand und man un­ter­hält sich über das, was dem Künst­ler wich­tig ist und wäh­rend das pas­siert, dadd­le ich un­hör­bar. Da­durch nimmt man die Schwin­gung auf und hat ir­gend­wann ei­ne Idee. Ich schrei­be am liebs­ten in Teams, oft ist noch ein Tex­ter da­bei und von mir kom­men eher die Har­mo­ni­en und Me­lo­di­en. Wie kamst du da­zu? In der ers­ten Se­lig-pha­se ha­be ich ganz vie­le An­ge­bo­te ge­kriegt, Songs für an­de­re zu schrei­ben. Die ha­be ich aber al­le ab­ge­lehnt. Nach Se­lig hat mich Franz Pla­sa, un­ser al­ter Pro­du­zent, ge­fragt, ob

ein­flüs­se

Seid ihr ei­gent­lich aus dem Ber­lin in eu­rem Band­na­men? Max: Nein. Ich bin in Kas­sel auf­ge­wach­sen und Da­vid in Göt­tin­gen. Nach Ber­lin ka­men wir bei­de mit 18. Wie kamt ihr mit Mu­sik erst­mals in Be­rüh­rung? Max: Mei­ne Tan­te hat mei­ner Fa­mi­lie ein Kla­vier ge­schenkt als ich acht Jah­re alt war. Dar­auf ha­be ich her­um­ge­klim­pert und ein hal­bes Jahr spä­ter Un­ter­richt ge­nom­men. Klas­si­sches Kla­vier, bis ich 15 war. Dann bin ich zur Gi­tar­re ge­wech­selt. Da­vid: Mit 12 oder 13 hat mich Jazz to­tal an­ge­macht. Ich woll­te un­be­dingt Sa­xo­fon spie­len, aber mei­ne El­tern dach­ten, das ist wie­der so ein Hob­by, das nach zwei Wo­chen durch ist und ha­ben ge­sagt: Ei­ne Gi­tar­re kannst du ha­ben. Das war dann rück­bli­ckend die gei­le­re Wahl. Ich hat­te Gi­tar­ren­un­ter­richt von An­fang an, bei drei oder vier Leh­rern. Erst spä­ter kam ich dann zum Bass. Gibt es di­rek­te Vor­bil­der oder Ein­flüs­se? Max: Als ich an­ge­fan­gen ha­be, ha­be ich nur Punk­rock-gi­tar­re ge­spielt. Mit 17 fing ich dann an John­ny Marr und Richard Lloyd von Te­le­vi­son zu hö­ren. Da­vid: Ich ha­be gar kei­ne Bas­sis­ten-vor­bil­der. Ich ha­be eher Sound­vor­stel­lun­gen, die ich mag. Zum Bei­spiel Mo­town, kna­ckig und tro­cken mit Wucht.

tech­nik

Wel­che In­stru­men­te setzt ihr li­ve ein? Max: Ich spie­le haupt­säch­lich ei­ne Hags­tröm Su­per Vi­king mit Dü­sen­berg Jam­mer­ha­ken. Dann noch ei­ne Ita­lia Ri­mi­ni Twel­vestring und ei­ne Ya­ma­ha SA503TVL. An Amps ver­wen­de ich par­al­lel ei­nen Su­pro Black Ma­gic und ei­nen Fen­der Hot Rod. Der Fen­der ist eher für Re­verb zu- stän­dig und der Su­pro zerrt leicht an. An Pe­da­len nut­ze ich ein Boss Cho­rus, ei­nen Ca­ta­lin­bre­ad RAH Over­dri­ve und ein Ro­land Space Echo. Beim Sound­check hast du ei­nen coo­len Tre­mo­lo-feed­back-sound pro­du­ziert. Max: Das war das Boss TR2, ein Vox Wah V47 und ein Fuzz, ein Fair­field Cir­cui­try Four Eyes. Und du Da­vid? Da­vid: Ich spie­le ei­nen Hags­tröm Vi­king Bass mit La Bel­la Flat­wounds. Die sind für mich ir­gend­wie kon­trol­lier­ba­rer, da ich nur mit Plek spie­le. Mein Amp ist ein Sound Ci­ty B100, ei­gent­lich ein Gi­tar­ren­Amp. Ich mag Equip­ment, das ich für Gi­tar­re und Bass glei­cher­ma­ßen be­nut­zen kann. Auf mei­nem Bo­ard ha­be ich ei­nen Tech 21 San­s­amp Li­ver­pool, der ei­nen AC30 si­mu­liert. Für die fuz­zi­gen Sounds neh­me ich ei­nen De­ath By Au­dio In­ter­stel­lar Over­dri­ver oder ei­ne MXR Blue Box,

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