PER­SÖN­LICH­KEI­TEN Dark­glass Hy­per Lu­mi­nal

Die Re­gel­stu­fe ei­nes Com­pres­sors ist im Grun­de nichts an­de­res als ein Pe­gel­stel­ler, nur eben nicht von Hand, son­dern elek­tro­nisch be­dient. Was aber die­se Elek­tro­nik macht und wie sie ih­re Steu­er­be­feh­le auf­be­rei­tet, ist das ei­gent­lich in­ter­es­san­te an der S

Gitarre & Bass - - News - TEXT Dirk Groll FO­TOS Die­ter Stork

Der fin­ni­sche Her­stel­ler Dark­glass hat sich mit sehr an­ge­sag­ten Bass-ver­zer­rerVa­ri­an­ten be­wie­sen und nun ein uni­ver­sell ein­setz­ba­res Com­pres­sor-pe­dal mit um­fang­rei­chen Zu­grif­fen auf die Ar­beitscha­rak­te­ris­tik ent­wi­ckelt. Als Re­gel­stu­fe wird ein ana­lo­ger VCA be­nutzt, al­so ein Pe­gel­stel­ler, der durch ei­ne Steu­er­span­nung be­dient wird. Und zur Er­zeu­gung die­ser Steu­er­span­nung bie­tet die Di­gi­tal­tech­nik viel­fäl­ti­ge Op­tio­nen, bei­spiels­wei­se, um das cha­rak­te­ris­ti­sche Ver­hal­ten be­kann­ter Com­pres­sor-ag­gre­ga­te nach­zu­bil­den. Dark­glass nennt die­se Kom­bi­na­ti­on von ana­lo­gem Si­gnal­lauf und di­gi­ta­ler Steue­rung Hy­brid Com­pres­sor und ist mit die­sem Kon­zept wohl der ers­te Her­stel­ler im Pe­dal-sek­tor. Op­tisch un­ter­schei­det sich das Ef­fekt­pe­dal mit sei­nen vier Dreh­knöp­fen und dem Fuß­schal­ter kaum von an­de­ren, ins Au­ge fällt aber das un­ge­mein Sty­li­sche, mit vie­len Mi­ni-leds und zwei Sen­sor­fel­dern in der Ober­flä­che. Von ei­nem brauch­ba­ren In­stru­men­ten­kom­pres­sor er­war­tet man zu­min­dest va- ria­blen Kom­pres­si­ons­grad für den Ef­fekt und ein­stell­ba­re Aus­gangs­laut­stär­ke, um Pe­gel­sprün­ge beim Ein- und Aus­schal­ten aus­glei­chen zu kön­nen. Bei ei­nem gu­ten ist zu­dem die An­prech­zeit ein­stell­bar, viel­leicht so­gar noch die Re­lease Ti­me. Am Hy­per Lu­mi­nal fin­den sich Reg­ler für Blend, Ti­me, Com­pres­si­on und Out­put, zu­sätz­lich Sen­sor­fel­der für Ra­tio und Com­pres­sor-typ, um al­les ab­zu­de­cken. Mit dem Com­pres­si­on-reg­ler hat man in der Hand, wie tief der Sound in die Kom­pres­si­on ge­fah­ren wird; prak­ti­scher­wei­se sorgt die Di­gi­tal­steue­rung zugleich für kon­stan­te Aus­gangs­laut­stär­ke, und zwar per­fekt, so­dass ein Nach­re­geln am Out­put-reg­ler noch nicht ein­mal zwi­schen den Ex­tre­men nö­tig ist. Der sel­ber na­tür­lich schon, um ge­ge­be­nen­falls ei­nen er­wünsch­ten Pe­gel­sprung zum Clean-si­gnal ein­stel­len zu kön­nen. In der obe­ren Rei­he fin­det sich der Ti­me-reg­ler, der ent­schei­det, wie flink die Dy­na­mik­kom­pres­si­on zu­greift (und wie­der los­lässt, das ist kom­bi­niert); kur­ze An­sprech­zei­ten bü­geln al­les glatt, lan­ge Zei­ten las­sen den Attack ste­hen und pa­cken erst dann saf­ti­ge Ton­ver­dich­tung drauf – ast­rei­ne Wir­kung am Test­ob­jekt, al­les da­bei. Un­ge­wöhn­lich an ei­nem Com­pres­sor ist der Blend-reg­ler für den Mix aus Clean- und Ef­fektan­teil. Am Rechts­an­schlag geht es voll durch den Com­pres­sor, am Links­an­schlag hört man das Ein­gangs­si­gnal, wel­ches sich aber am Out­put-knopf in Boos­ter-ma­nier an­he­ben oder dämp­fen lässt. Die Blend-stel­lun­gen für die Par­al­lel Com­pres­si­on da­zwi­schen bie­ten sich vor al­lem da­für an, dass ex­trem ein­ge­stell­te Kom­pres­si­on für hei­ßen Squash im Ton sor­gen soll, oh­ne aber je­de dy­na­mi­sche Le­ben­dig­keit zu ver­lie­ren, die im Cle­anSi­gnal ent­hal­ten ist. Un­ter den Po­tis bie­tet das Ra­tio-sen­sor­feld vier Kom­pres­si­ons­ver­hält­nis­se an, von un­auf­fäl­lig bis dra­ma­tisch, die Ein­stel­lung wird durch Leucht­di­oden mar­kiert. Dar­über zeigt ei­ne Rei­he von zehn Mi­ni-leds die Pe­gel­re­duk­ti­on durch den Com­pres­sor an: Lo­gi­scher­wei­se leuch­ten um­so mehr Pünkt­chen von rechts nach links auf, je tie­fer das Si­gnal in die Be­gren­zung ge­fah­ren wird. Die ex­ak­te An­zei­ge ist mehr als nur Ki­no und hilft wirk­sam bei der Ein­stel­lung von Com­pres­si­on und Ra­tio. Am zwei­ten Sen­sor­feld ist schließ­lich das cha­rak­te­ris­ti­sche Ver­hal­ten von drei Com­pres­sor-ty­pen ab­ge­legt, BUS für den Bus-com­pres­sor von So­lid Sta­te Lo­gic aus den 1980ern, SYM für den fir­men­ei­ge­nen Su­per Sym­me­try 115 GEV,

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