Sli­de Gui­tar: Moll-jam

Gitarre & Bass - - Inhalt -

Bb Eb GA CD F Eben­falls pas­send ist die G-moll-pen­ta­to­nik, die nur 5 Tö­ne ent­hält:

Bb G CDF

In Bei­spiel 1 siehst du die­se Ton­lei­ter in vier Po­si­tio­nen, mit de­nen du dich erst mal ver­traut ma­chen soll­test. Spiel sie gleich­mä­ßig mit Me­tro­nom oder Drum­com­pu­ter auf­wärts und ab­wärts und dann zum Backing Track. So be­kommst du schon mal ei­nen Ein­druck vom Klang, den die Ton­lei­ter in Ver­bin­dung mit den Ak­kor­den er­zeugt.

licks

Ei­ne gu­te Mög­lich­keit sich ei­ne Ton­lei­ter auf dem gan­zen Griff­brett zu er­schlie­ßen, ist es, ein Lick in ver­schie­de­nen La­gen und Ok­ta­ven zu ler­nen. In Bei­spiel 2 siehst du zwei Licks, die auf die­se Wei­se be­ar­bei­tet wur­den. Im Au­dio­bei­spiel kannst du gut hö­ren, dass die Phra­sen durch die un­ter­schied­li­chen Po­si­tio­nen und Sai­ten im­mer et­was an­ders klin­gen. So­bald du die Licks aus­wen­dig ge­lernt hast, kannst du ver­su­chen, sie zu va­ri­ie­ren Spie­le ein Lick und hän­ge ei­ne kur­ze Ant­wort mit Tö­nen der Pen­ta­to­nik dran.

- Ver­än­de­re den letz­ten Ton des Licks. - Kom­bi­nie­re Lick 1 und 2 und hän­ge dann ei­ne kur­ze Phra­se mit Tö­nen der Pe­na­to­nik dran. - Spie­le ein Lick in der tie­fen La­ge und ver­su­che, dann mit der Pen­ta­to­nik in die hö­he­re La­ge zu ge­lan­gen und das Lick dort zu wie­der­ho­len. Wenn man sol­che Kon­zep­te ei­ne Wei­le übt, er­ge­ben sich aus zwei klei­nen Licks ei­ne Men­ge Mög­lich­kei­ten. Zu­dem kann man das ty­pi­sche Ska­len-rauf- und Run­ter-spie­len auf­bre­chen und me­lo­di­sche­re Im­pro­vi­sa­tio­nen er­zeu­gen.

das so­lo

In Bei­spiel 3 siehst du ein Bei­spiel-so­lo, das mit den er­wähn­ten Kon­zep­ten ar­bei­tet. Das So­lo be­ginnt mit dem ers­ten Lick aus Bei­spiel 2, das drei­mal mit ei­ner Pen­ta­to­nik-phra­se be­ant­wor­tet wird. In Takt

Im Sep­tem­ber letz­ten Jah­res ver­starb mit Wal­ter Be­cker ei­ne Hälf­te des ge­nia­len Kom­po­nis­ten-du­os Fa­gen & Be­cker. Bes­ser be­kannt un­ter dem Na­men Stee­ly Dan schrie­ben die bei­den höchst in­tel­li­gen­te wie zeit­lo­se Mu­sik, an­ge­sie­delt ir­gend­wo zwi­schen Jazz, Rock, Blues, Soul und Pop. Und sie setz­ten in Punk­to Kom­po­si­ti­on, Ar­ran­ge­ment, Sound, Spiel­tech­nik und Per­fek­ti­on neue Maß­stä­be, die, selbst (oder ge­ra­de) an heu­ti­gen Stan­dards ge­mes­sen, oft un­er­reicht blei­ben. Als gna­den­lo­se Per­fek­tio­nis­ten be­kannt und ge­fürch­tet, galt Fa­gen als kau­zi­ger Grant­ler, Be­cker hin­ge­gen war der be­son­ne­ne Ru­he­pol. Die Top-mu­si­ker der East-co­ast­b­zw. West-co­ast-stu­dio-sze­ne stan­den buch­stäb­lich Schlan­ge, um bei Auf­nah­men von Stee­ly Dan mit­spie­len zu dür­fen… Wal­ter Carl Be­cker wur­de am 20. Fe­bru­ar 1950 in Queens, New York ge­bo­ren. Sei­ne ers­ten mu­si­ka­li­schen Geh­ver­su­che un­ter­nahm er mit dem Sa­xo­fon und nach­dem er 1967 die High School in Man­hat­tan ab­ge­schlos­sen hat­te, wech­sel­te er zur Gi­tar­re. Ran­dy Wol­fe, ein Gi­tar­rist aus der Nach­bar­schaft, zeig­te ihm ei­ni­ge Spiel­tech­ni­ken und brach­te ihm bei, wie man Blues spielt. Wol­fe grün­de­te dann im sel­ben Jahr die Band ‚Spi­rit‘ und er­lang­te als Gi­tar­rist un­ter dem Na­men Ran­dy Ca­li­for­nia Welt­ruhm. Ein ge­wis­ser Do­nald Fa­gen wur­de auf Be­ckers Gi­tar­ren­spiel im Cam­pus Ca­fé des Bard Col­le­ge in New York auf­merk­sam: „Ich hör­te, wie die­ser Typ üb­te, und es klang sehr pro­fes­sio­nell und zeit­ge­mäß…“Die bei­den grün­de­ten dar­auf­hin die Band Lea­ther Ca­na­ry, an den Drums saß ein Stu­di­en­kol­le­ge, der zu­künf­ti­ge Schau­spie­ler Che­vy Cha­se. 1969 ver­ließ Be­cker vor­zei­tig das Col­le­ge und zog mit Do­nald Fa­gen nach Brook­lyn, wo die bei­den ih­re Kar­rie­re als Song­wri­ter-

hau­se in Man­hat­tan. In ei­ner Pres­se­er­klä­rung er­in­ner­te Do­nald Fa­gen an sei­nen lang­jäh­ri­gen Freund und mu­si­ka­li­schen Part­ner: „Smart as a whip, an ex­cel­lent gui­ta­rist and a gre­at song­wri­ter…“Und ge­nau so soll­te uns Wal­ter Be­cker in Er­in­ne­rung blei­ben!

Post und E-mails bit­te wie im­mer an die G&b-re­dak­ti­on oder an: string­bound@tom­riepl.com News & In­fo: www.wal­ter­be­cker.com. n

im In­ne­ren der Gi­tar­re (Abb. 4 un­ten – Wes­tern­gi­tar­re), seit­lich am Hals, ver­steckt un­ter ei­ner un­schein­ba­ren Ab­de­ckung so­wie auf et­li­che wei­te­re Ar­ten. Oft­mals selbst­er­klä­rend wird mit ei­nem pas­sen­den Werk­zeug die Ein­stel­lung vor­ge­nom­men. Die­sen Schritt er­klä­ren in der Re­gel die Her­stel­ler mit ih­ren Sup­port-sei­ten und Be­die­nungs­an­lei­tun­gen recht gut und in­stru­men­ten­spe­zi­fi­scher als ich es hier an die­ser Stel­le ablie­fern könn­te. Als un­ver­bind­li­che Faust­re­gel ar­bei­ten die meis­ten T-rods nach fol­gen­dem Prin­zip: Wird die Ein­stell­schrau­be rechts her­um (im Uhr­zei­ger­sinn) ge­dreht, spannt sich der Stab und der Hals wird be­gra­digt. Fol­ge­rich­tig: Löst man die Schrau­be (ge­gen den Uhr­zei­ger­sinn) ent­spannt sich der Stab – der Hals be­kommt ei­nen Durch­hang.

Bund) merk­lich fla­cher ge­wor­den ist, in den mitt­le­ren La­gen aber nach wie vor noch recht hoch ist. Ein An­spie­len des In­stru­men­tes wird zei­gen, dass die in den ho­hen La­gen nun zu nied­ri­ge Sai­ten­la­ge dort zu ei­nem un­sau­be­ren „plo­cki­gen“Ton führt. Ein gut spiel­ba­res In­stru­ment mit sau­be­ren Tö­nen ist so nicht in Sicht. Abb. 7 zeigt die nächs­te Pha­se der „Hals­un­ter­su­chung“. Ein Ka­po drückt am 1. Bund ab. Am ca. 19. Bund (in­stru­men­ten­ab­hän­gig) drü­cke ich die Sai­te auf den Bund, so­dass sie wie ein Li­ne­al ar­bei­tet. Das De­tail­fo­to (Abb. 8) zeigt ei­nen Durch­hang im Mil­li­me­ter­be­reich. Trans­pa­rent ge­spro­chen: Der Hals hat im Ver­gleich zu der ge­ra­de ver­lau­fen­den Sai­te ei­ne sehr aus­ge­präg­te kon­ka­ve Form, hat al­so ei­nen star­ken Durch­hang. Aus der Er­fah­rung her­aus las­sen sich der­art durch­ge­bo­ge­ne Häl­se nicht brauch­bar, kom­for­ta­bel und spiel­bar ein­stel­len. Bei ei­ner brauch­ba­ren Sai­ten­la­ge wird es im­mer zu den er­wähn­ten „plo­cki­gen“Tö­nen in den ho­hen La­gen kom­men und bei Gi­tar­ren en­det dort ein Sai­ten­zie­hen in ei­nem ab­ster­ben­den Ton. Will man die Sai­ten­la­ge kom­for­ta­bel ein­stel­len, soll­te der Durch­hang nur im Zehn­tel­mil­li­me­ter­be­reich sein. Da­zu wird der T- Rod so ein­ge­stellt, bis die Sai­ten beim ge­stimm­ten In­stru­ment (wich­tig we­gen des Sai­ten­zu­ges) den Hals in ei­ne nur leicht kon­ka­ve Form zie­hen und der Test aus Abb. 7 nur noch ei­nen leich­ten Durch­hang er­ken­nen lässt (Abb. 9).

nicht über das ziel hin­aus­schies­sen

Ein nach hin­ten ge­bo­ge­ner Hals (un­ter Sai­ten­zug) ist ge­nau­so „un­ein­stell­bar“wie ein zu durch­ge­bo­ge­ner Hals. Bei ei­nem nach hin­ten ge­bo­ge­nen, kon­ve­xen Hals müs­sen – bild­lich ge­spro­chen – die Sai­ten in den tie­fen La­gen über ei­nen Bu-

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