Grö­ße­re Ein­zel­han­dels­flä­chen auf Uni­on-Are­al schwie­rig

Ar­chi­tekt sieht da­durch sei­nen Ent­wurf ge­fähr­det – An­woh­ner­park­aus­wei­se gibt es nicht bei Zweit­wohn­sitz

Graenzbote - - TUTTLINGEN - Von Chris­ti­an Ger­ards

TUTT­LIN­GEN - In der Sit­zung des Tech­ni­schen Aus­schus­ses des Tutt­lin­ger Ge­mein­de­rats am Don­ners­tag ha­ben die bei­den Stadt­rä­te Pe­tra Schmidt-Böh­me und Uwe Schwart­z­kopf (bei­de LBU) zwei An­fra­gen ge­stellt. Da­bei ging es um An­woh­ner­Park­aus­wei­se in der In­nen­stadt, die Sa­nie­rung der Fuß­gän­ger­zo­ne und das Uni­on-Are­al.

So sei Pe­tra Schmidt-Böh­me dar­auf an­ge­spro­chen wor­den, dass Be­woh­ner der In­nen­stadt, die in Tutt­lin­gen ih­ren Zweit­wohn­sitz an­ge­mel­det hät­ten, kei­nen An­woh­nerPar­k­aus­weis be­kom­men wür­den. Sie woll­te wis­sen, ob das stimmt und war­um das ge­ge­be­nen­falls so sei.

Ord­nungs­amts­lei­ter Jo­han­nes Ham­ma be­stä­tig­te den Sach­ver­halt. Ein Par­k­aus­weis wür­de nur für Be­woh­ner der In­nen­stadt aus­ge­stellt, die in der Do­n­au­stadt ih­ren Haupt­wohn­sitz hät­ten und die über kei­nen ei­ge­nen Stell­platz ver­fü­gen. Die Politik der Stadt Tutt­lin­gen sei aus der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung ab­ge­lei­tet.

Schwart­z­kopf frag­te an, wie es mit den Stei­nen für die neue Fuß­gän­ger­zo­ne aus­se­hen wür­de. Für den ers­ten Bau­ab­schnitt in der Kö­nig­stra­ße hät­ten über meh­re­re Wo­chen die St­ei­ne ge­fehlt, da­her sei es nicht vor­wärts ge­gan­gen. Das hät­te zu ei­ner un­nö­ti­gen Be­las­tung für die dor­ti­gen Ein­zel­händ­ler ge­führt. Er woll­te wis­sen, ob die St­ei­ne für den zwei­ten Bau­ab­schnitt in der Kö­nig­stra­ße recht­zei­tig kom­men wür­den.

Bau­bür­ger­meis­ter Wil­li Kamm sprach bei der ver­spä­te­ten St­ei­ne­lie­fe­rung von „un­glück­li­chen Um­stän­den“. So sei das Schiff mit den Stei­nen aus Chi­na im Ha­fen von Rot­ter­dam ha­va­riert. Zu­dem ha­be es Zol­lund we­gen der Sper­rung der Rhein­tal­bahn auch Trans­port­pro­ble­me ge­ge­ben. Die nächs­te St­ein­lie­fe­rung sei für den 21. Sep­tem­ber vor­ge­se­hen: „Wir ge­hen von ei­nem rea­lis­ti­schen Zeit­plan aus. Wir kön­nen aber kei­ne Zwi­schen­fäl­le vor­her­se­hen.“

Zu­dem woll­te Schwart­z­kopf wis­sen, wie es mit den vom Ge­mein­de­rat ge­wünsch­ten grö­ße­ren Flä­chen (800 Qua­drat­me­ter) für den Ein­zel­han­del bei der ge­plan­ten Be­bau­ung des Uni­on-Are­als aus­se­he. Ober­bür­ger­meis­ter Micha­el Beck un­ter­strich das An­lie­gen: „Klei­ne­re Ver­kaufs­flä­chen ha­ben wir ge­nü­gend.“

Joa­chim Ai­che­le von der Tutt­lin­ger Wohn­bau, die die Be­bau­ung rea­li­sie­ren will, mach­te aber we­nig Hoff­nung. Ei­ne grö­ße­re Flä­che sei für den Ar­chi­tek­ten „ent­wurfs­schä­di­gend“, da die Ge­bäu­de im Erd­ge­schoss ver­bun­den wer­den müss­ten. Rea­lis­tisch sei­en drei Ein­hei­ten mit je­weils 400 Qua­drat­me­tern.

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